Dampfsperre über Bad mit Sauna




Nach langem Überlegen, Nachschlagen, Suchen, Lesen möchte ich nun doch auch trotzdem hier noch meine Frage einstellen, auch wenn viele das Thema "Dampfbremse/Dampfsperre nicht mehr hören können.
Es geht um die Decke zwischen EG und DG. Es ist eine Holzbalkendecke, deren Balken auf den Außenwänden aufliegen. Die Balken enden draußen im verkleideten Dachkasten, die Gefache zwischen den Balken sind aufgemauert. Dies habe ich hauptsächlich angeführt, um zu sagen, dass die Balken in meinen Augen im Winter eine Art Kälterippe bilden.

Nun geht es mir darum, die Decke im Bad im EG minimal abzuhängen, um eine durchgehende Fläche zu erhalten, denn der Raum wurde durch Wegnahme einer Wand vergößert, was zu den verschiedenen Deckenniveaus führte.
Dieses Bad wird ein Duschbad mit Sauna. Es gibt eine Tür und ein Fenster nach draußen. Darüber ist momentan nur - von unten nach oben - verputzte Schilfrohrmatten auf Rauhspund, Holzbalken 16x24 mit Füllung aus getreideähnlichem alten Material ca. 1. unteres Drittel der Balkenzwischenräume, darüber-aber noch zwischen den Balken-über eingelassenen Brettern Lehmfüllung, oben drauf Dielung, die allerdings doch sehr holzwurmzerfressen ist. Oben drüber ist mal ein Wannenbad geplant, derzeit ist aber in diesem Bereich noch nicht einmal das Dach gedämmt (soll aber dann bis zum First hoch gedämmt werden). Dieser Zustand könnte so noch ein oder zwei Jahre andauern.

Ich weiß, dass zwischen zwei beheizten Räumen keine Dampfbremsen/Dampfsperre eingebaut werden muss.
Aber aus meiner erstgenannten Annahme (Balken=Kälterippe) und der Tatsache, dass oben erst später gedämmt wird, wäre es wahrscheinlich sinnvoll, eine Dampfsperre einzubauen, oder?

Wenn der Ansatz richtig ist, was passiert eigentlich später, wenn man die Dampfsperre eigentlich nicht mehr bräuchte, sie aber da ist, bauphysikalisch? Auch unter dem Aspekt, dass oben durch die spätere Flüssigabdichtung im Bad im DG die Balkendecke nach oben (und bei Dampfsperre unterhalb) nach unten "dicht" ist..

Vielen Dank im Voraus für Rückmeldungen-trotz des bereits viel besprochenen Themas!

Stephanie



Ich würde keine



Dampfsperre einbauen, auch wenn oben drüber unbeheizt wäre..

Grundsätzlich halte ich die Winddichtigkeit für wichtig.

Grüße Gerd



Sie meinen die Winddichtheit des Gebäudes insgesamt?



...also der Gebäudehülle? - und somit also im Bereich der in die Außenwand eingebundenen Holzbalken?
Das ist halt im Altbau sehr schwierig...
D. h. alle Balkeneinbindungen Freilegen und abkleben? Das wird nicht funktionieren, denke ich.

Vielleicht hab ich Sie aber auch falsch verstanden...

Bis jetzt sind da im Bereich der Balkeneinbindung keine besonderen Vorkehrungen getroffen, d. h. die Balkengefache sind zwar ausgemauert, aber zwischen Ausmauerung und Balken ist überall etwas Luft..
Bisher wurde das Haus aber nur sporadisch von den Vorbesitzern genutzt, geheizt wurde nur im EG in zwei Zimmern mit Ofen (Küche, Schlafzimmer). DG war zwar begehbar und war auch eingerichtet, aber völlig ungedämmt.

Gibt es noch fachkundige Meinungen zur Problematik bzw. Ergänzungen?

Grüße, Stephanie



...



... kann ich das allgemeine Schweigen als Zustimmung zur Aussage von Hr. Meurer deuten oder hat keiner Zeit/Muße für eine Antwort oder fehlen noch Ausführungen meinerseits?

Schöne Ostern, Stephanie



Fotos



von der "Balkeneinbindung" und der "Gefache zwischen den Balken" wären hilfreich. Wie stark ist das Mauerwerk und ist eine Außendämmung geplant bzw. gibt es ein energetisches Konzept?