Dampfsperre unter PVC Boden notwendig?

06.06.2008



Hallo und gleich mal vorweg, dies ist mein Erster Eintrag hier im Forum und darum bitte ich für etwaige Fehler oder folgende laienhafte Beschreibung meines Problems nachsicht zu haben - vielen Dank.

Habe letztes Jahr einen Altbau übernommen (Baujahr 1956) Der Bau ist nicht unterkellert, besteht aus dicken Bruchsteinwänden (ca.50-60cm)

Nun habe ich dieses Jahr das Wohnzimmer renoviert. Dieses befindet sich im Erdgeschoss und da der Altbau über keine Isolierung im Boden verfügt habe ich folgenden Bodenaufbau über dem E-Strich gemacht: Dampfsperre / 2cm Styrodur Platten / 1,2 cm Bodenplatten (Knauf) / 0,5 cm Trittschalldämmung (die grünen Quadrate aus dem Baumarkt) / PVC Boden. Alles wurde schwimmend verlegt und mir ist bewusst das dies ein inprovisierter Aufbau ist. Ich wollte unbedingt eine dünne Schicht Isolierung reinbringen da es sonst verdammt kalt von unten kommt und ich habe aber nur 5cm Höhenunterschied zum Flur. MEIN PROBLEM war jetzt Schimmelbildung zwischen der Dampfsperre und dem E-Strich?!? Genannter E-Strich ist aber schon gut über 10 Jahre alt und zuvor war ein Teppich darüber und es gab nie Feuchtigkeitsprobleme. Der Schimmel breitete sich dann über die Randleisten aus wo er mir dann aufgefallen ist.

FRAGE: War die Dampfsperre vielleicht Schuld bzw. hätt ich sie bei genannten Bodenaufbau weglassen sollen???

Bitte um Unterstützung und wie gesagt um Nachsicht, bin erst seit einem Jahr Hausbesitzer und Kenntnisse über Hausrenovierung sich anzueignen ist wesentlich umfangreicher als meine Berufsausbildung :-)

Vielen Dank.



Hat sich die Nutzung geändert?



Wurden die Heizung oder die Fenster verändert?
Ist die neue Dampfsperre an den Rändern hochgezogen worden?Meist gelangt auch über die Wände Feuchtigkeit nach oben, wenn die Räume nicht unterkellert wurden. Möglich, dass durch die neue Dampfbremse die Feuchtigkeitskonzentation in den Randberichen erhöht wurde.
Provisorische Lösungen bergen eben auch Risiken.

Grundsätzlich gehört natürlich unter den Estrich, bzw. auf die Bodenplatte eine Schweissbahn, um die aufsteigende Feuchtigkeit abzusperren. Eine ergänzente Temeperierung der Wände im unteren Bereich kann auch zu Verbesserungen führen. Immer wieder zu empfehlen: Vor Ort von Fachleuten besichtigen lassen, die evtl. durch gezielte Feuchtigkeitsmessungen im Bereich Boden und Wand Lösungen vorschlagen können. Schöne Grüsse Jürgen Maier





Wenn man im Mehrfamilienhaus am Fußboden bastelt, geht das fast immer schief.
Der Schimmel unter dem Estrich ist so gut wie unvermeidbar, man sucht nur nicht danach.

Abhilfe gegen den Schimmel selber geht nicht, so daß man nur die Fuge sanieren und mit einer filternden Schicht auspolstern kann, sonst wird es für die Gesundheit eventuell riskant.

Grüße



Feuchter Boden



Hallo Gerhard,

wenn ich das richtig verstanden habe hast Du auf Grund eines feuchten Fußboden Schimmelprobleme im Bereich Dampfsperre und Strich. Was hast Du denn da für eine Dampfsperre, sperrt die nach beiden Richtungen?

Sollte aber der Fußboden nass sein und das Problem verursachen empfehle ich Dir alles rauszureißen bis auf den blanken Betonfußboden. Anschließend streichst Du Deinen Boden und die Randleistenkante mit Plasta Pox UH (ein 2komp. Epoxidharz, 1 qm/ 200g) ein und gießt auf das frische Harz z. B. Estrichbeton (2-3 cm sollte reichen). Dieses Harz bewirkt eine Kraftschlüssige und Wasserdichte Verbindung zum Altbeton (bereits seit 25 Jahren).

Viel Erfolg, Gruß Ralf.