Spitzboden dämmen

19.09.2010



Guten Tag,

unser Haus (gekauft 2008) wurde 1951 gebaut.
Wir wollen den Spitzboden dämmen. Wie auf dem Bildern zu sehen ist, besteht der Boden aus Balken, an die von unten Heraklitplatten genagelt wurden. Das Dachgeschoss darunter ist unbewohnt und noch nicht ausgebaut.
Im Forum haben wir gelesen, dass zwischen die Sparren Isover Integra ZKF-1-035 eingebracht werden kann. Wir sind unsicher wegen der Dampfsperre.
a) keine einbringen
b) über die Sparren und am Heraklit entlang, dann darüber die Isolierung
c) Isolierung in zwischen die Sparren und Dampfsperre darüber unter die Holzplanken (die zur Hälfte liegen).
Welche Sorte von Dampfsperre ist zu empfehlen?

Freundliche Grüße
R. Kruger



Kein Isover und keine Dampfsperre....



... also a) - aber eben nicht mit Isover - sondern mit einem Flachs, Hanf, Holzflex oder aber offen augeblasene Zellulose.

c)wäre völlig verkehrt.

Wenn unbedingt eine Dampfbremse (keine Dampfsperre) eingesetzt werden soll, dann eine mit einem feuchtevariablen Wert - z.B. ProClima Intello

Der Spitzboden sollte gut quergelüftet sein, dann braucht es die Dampfbremse nicht.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de





Hallo Horst,

ich sehe das so wie Herr Lipfert, wenn der Dachboden unbeheizt und belüftet verbleibt bedarf es keiner Dampfbremse.

Wenn der Boden später begehbar werden soll, muss darauf geachtet werden, dass eingedrungene Feuchtigkeit aus den Wohngeschossen auch wieder entweichen kann. Möglich wäre eine Dielenlage mit Zwischenraum verlegt o, ä., auch sollte eine Luftschicht zwischen Dämmebene und Laufebene existieren.
Flachs, Hanf, Zellulose etc. können gut funktionieren, ein Durchrechnen schadet aber nicht ....

Auch wichtig: Unabhängig von der eingebrachten Dämmung darf die Last eines späteren Bodens nur über die Deckenbalken (ggf. aufgedoppelt) abgetragen werden, wenn das Gewicht als Flächenlast in die Dämmung gerät kann es passieren, dass die Heraklitkonstruktion auf dem Fußboden des darunter liegenden Geschosses wieder zu finden ist.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer