Isolierung DachBODEN - was würdet ihr machen?

04.08.2009



Hallo,

ich bin seit 01.08.2009 Eigentümer eines Fachwerkhauses von ca. 1850. Es sind einige Arbeiten zu machen. Losgehen soll es mit der Dachisolierung.

Da der Dachboden nicht als Wohnraum genutzt werden soll (190m² Wohnfläche sollten für 2 Personen reichen) und auch sonst nur wenig frequentiert wird, habe ich mir überlegt, den Fußboden des Dachbodens (und nicht die Dachflächen) zu dämmen. Hier liegt mir folgendes Angebot vor:
Im Mittelteil (ca. 57m²) Hanf-Lehmschüttung und Seitenbereiche (2 Dachgauben zus. 37m²) Zelulose-Flocken (offen). Abschluss im Mittelteil OSB oder Rauhspund. Bei OSB Verwendung einer Dampfsperre.

Ich habe jedoch Bedenken, da ich die vorhandene Deckenabhängung im darunterliegenden Obergeschoss dann nicht mehr vernünftig verschwinden lassen kann bzw. das unter der Abhängung befindliche Wellerholz nicht mehr tauschen könnte (soll wenn überhaupt zwar erst viel später gemacht werden aber nunja) Darüber hinaus kommt man an div. Leitungen nicht mehr heran und nachträgliches Verlegen geht dann nur noch obenauf...

Als Alternative zur Schüttung habe ich mir die herkömmliche Variante mit Dampfsperre (verstärkt mit Metallgewebe und Glaswolle und anschließendem Rauhspund für den Mittelteil und Glaswolle mit Kaschierung ohne weitere Dampfsperre für die Seitenbereiche/Dachgauben überlegt. Bei den Dachgauben soll die Isolierung undabgedeckt bleiben. Diese Variante hätte den Vorteil, dass ich diese Arbeiten mit einem Freund selbst erledigen könnte.

Was meint Ihr?



Nur soviel ...



a) Glaswolle nimmt heute keiner mehr, das Zeug ist ekelhaft.
Natürliche Dämmstoffe sind empfehlenswert - nicht nur, weil die Dämmwirkung gleichwertig zu erzielen ist, sondern auch, weil man das Haus nicht mit Sondermüll zustopft.

b) Wenn darunter nicht gerade Nassräume liegen, braucht es unter einem Kaltdach keine Dampfsperre.

Dass man konstruktive Bauteile vor dem Einbau der Dämmung austauschen sollte, liegt in der Natur der Sache.



Mineralwolle



ist im Fachwerkhaus mit grösster Vorsicht zu geniessen. Denn bei Einsatz von Mineralwolle ist eine Dampfsperre erforderlich. Und eine Dampfsperre verlangt absolute Dichtheit, die sich im Altbau und speziell im Fachwerkbau in der Praxis nicht realisieren lässt.
Deshalb sind hier diffusionsfähige und kapillar transportfähige Baustoffe die bessere und sichere Wahl.
Da bei der geplanten Massnahme auch andere Aspekte (Haustechnik, Deckenabhängung) eine Rolle spielen, sollte erstmal eine Detailpanung vor Ort durchgeführt werden, dann erspart man sich später doppelte Arbeit und Kosten.
MfG
dasMaurer