Dampfsperre Geschossdecke

23.05.2018



Ich hab ein Haus von 1928 mit einer Holzbalkendecke. In kürze wird mein Dach neu gedeckt und auch vom Zimmermann gedämmt. Der Speicher wird eventuell mal ausgebaut momentan soll er aber nur als tockener/sauberer Lagerplatz dienen. Der Speicherboden besteht aus alten, schiefen Holzdielen die ich gerne durch OSB Platten ersetzten würde. Zwischen den Sparren befindet sich "Schlacke", von unten ist eine Schilfrohr Gibsschicht auf die ich Gipskartonplatten geschraubt hab.
Mein Plan ist jetzt die "Schlacke" rauszuschaufeln und den Zwischenraum mit Zelluloseschüttung aufzufüllen die ich von der Dachsanierung übrig haben werde. Meine Frage wäre nun ob ich zwischen die Sparren noch eine Konstruktion zur Stabilisierung anbringen muss, auch wenn ich die Zellulose nur lose "einschütte" und viel wichtiger noch: brauche ich eine Dampfbremse die ich zwischen die Sparren moniteren müsste?
Wie gesagt das Dach wäre isoliert, der Speicherraum aber nicht beheitzt.
Vielen Dank im Vorraus für Eure Ideen.



Ein paar Tipps



Guten morgen,

eine Dampfbremse würde ich in diesem Fall empfehlen, da sonst warme Luft auf den Dachboden zieht und dort Kondensiert.

Ich würde ihnen keine Sperre sondern nur eine Bremse verbauen. Diese müsste auf der warmen Seite luftdicht installiert werden. Nicht innerhalb der Konstruktion.

Von einem Entfernen der Schüttung würde ich ihnen dringend abraten. Sie beseitigen damit den Schallschutz und die Decke fängt an zu schwingen.



Grundregel



als Grundregel gilt: von warm zu kalt bedeutet beim Deckenaufbau von dicht zu offen. Also dicht muss die Konstruktion auf der warmen Seite, also im Zimmer sein, offen auf dem Dachboden.

Die alten Dielen würde ich lassen, denn die OSB-Platten stellen auch eine Dampfbremse dar, die an diese Stelle nicht gehört.



Dampfsperre Geschossdecke



Vielen Dank für die schnellen Antworten und die Tips.
Von unten kann ich keine Dampfbremse anbringen da die Räume schon bewohnt sind. Die Idee, die Schlacke durch Cellulose zu ersetzen kam mir, da ich die Cellulose übrig habe und ich mir gedacht hab sie würde bestimmt besser Isolieren wie die Schlacke. Das Dach ist ca. 5 Meter hoch und aus dem oberen Stockwerk entweicht halt immer viel Wärme.
Die Dielen würde ich gerne ersetzen, da sie sehr rau, schief und dreckige sind und ich immer wenn ich was auf demSpeicher holen will mir erst Strassenschuhe anziehen muss und die Kartons erst abstauben muss bevor ich sie nach unten bringe.....
Ich habe heute nochmal mit dem Zimmermann Rücksprache gehalten und er meinte wir können das Problem der Dampfbremse auch umgehen indem wir statt osb Platten Rauhspund verlegen. Dies sei dann Diffusionsoffen. Würde mich sehr über eure Meinung dazu freuen!
Gruß Philipp



Eine gute Idee



Rauspund ist diffusionsoffener und die Feuchtigkeit wird nicht eingesperrt. Eine Notlösung wäre vielleicht, aber ohne jegliche Garantie, die Bremse weglassen soweit sie an der Schrägen des Dachbodens verbaut wird. Sie sagen ja, dass dieser später ausgebaut wird. Zwischen beheizten Räumen braucht man keine Bremse. Dafür immer mal kräftig den Dachboden Lüften und die Feuchtigkeit beobachten.

Habe selbst erlebt, wie massiv warme Luft zum Dachboden strömt und die Dämmung innerhalb kurzer Zeit nass wird.

Bei einer normalen Raumtemperatur kondensiert die Feuchtigkeit ab rund 12 Grad.



Rauhspund statt OSB



Bitte keine Dampfsperre und kleine Dampfbremse. Du erzeugst nur Kondensatausfall in der Deckenkonstruktion. Das willst du nicht wirklich. Auch die Füllung am besten drin lassen. Du machst dir nur Arbeit und es wird nicht wirklich besser.
Wenn du die alten Dielen raus machen willst, leg oben auf ein diffusionsoffenes Rieselschutzpapier überlappend das verhindert das dir der Staub in den Dachraum wirbelt.
Vermeide OSB denn es ist ebenso eine Dampfbremse. Der Zimmermann hat recht. Verbaue Rauhspund. Dann hast du den Dachraum sauber und verhinderst den Staub aus den Balkenzwischenräumen.

Viel Spaß mit deinem gedämmten Kaltdach - M.Mattonet - Ingenieurbüro Bergisches Land