Wie Anschluss Dampfsperre im Fußpfettenbereich???

19.08.2007



Hallo zusammen,

habe zum Thema Wärmedämmung, Dachausbau etc. schon viel gelesen.
Bei mir wird in den kommenden Wochen das Dach neu eingedeckt, dabei werden die Sparren nach Außen aufgedoppelt und das Dach gedämmt. Zum Innenraum hin wird eine Dampfsperre installiert.
Diese Arbeiten werden durch den Dachdecker bzw. Zimmermann durchgeführt. Auch der Anschluss der Dampfsperre an die Giebelseiten (Massivmauerwerk) wird durch den Dachdecker gemacht.

Nun zu meiner Frage:
Der Bereich der Fusspfette stellt sich wie auf dem Bild gezeigt dar. Die Pfette (eher ein Pfettchen: 50x100) liegt also auf den Deckenbalken auf, die Sparren jeweils halb auf dem Sparren und auf der Mauer. Die Bodendielen werden erneuert, da der Boden insgesammt sehr schief (bis zu 30cm auf 9m) und vor allem wellig ist.
Zwischen den Deckenbalken ist eine Lehm-/Strohmischung.
Wie sollte man den Anschluss der Dampfsperre hier gestalten?
Der Drempel soll 20cm hoch werden (damit wir nicht zu viel Raum verlieren). Der Raum soll zunächst als Abstellraum und mittelfristig evtl. als Arbeitszimmer dienen.

Erst neue Bodendielen rein, dann Drempel mauern (auf den Dielen aufbauend) und daran dann die Dampfsperre?
Dann könnte die Luft aber durch die Dielen (ich gehe mal davon aus, dass auch Nut und Federbretter nicht sehr dicht sind...) unter dem Drempel durch in die Dämmung.
Habe im Internet viele Beispiele gefunden, die gehen aber immer von Betondecken aus.

Oder ist die Möglichkeit, die ich sehe evtl. OK:
Die Dampfsperre bis an die Fusspfette führen und an diese Ankleben jedoch bis auf die Decke überlappen lassen.
Dann den Boden (evtl. unter die Dielen OSB-Platten) rein und diesen mit der Dampfsperre verkleben.
Kann man davon ausgehen, dass eine Balkendecke luftdicht ist? (Aufbau: Zwischen den Deckenbalken Lehmwickel, Deckenbalken selber ebenfalls in Lehm-/Strohgemisch, Zwischenraum nach Oben aufgefüllt mit Lehm-/Strohgemisch,
das Ganze nach unten hin Verputz (Kalkputz).

Wie habt Ihr das so gehandhabt? Was sagt der Fachmann?

Gruß Markus



Anschluß Dampfsperre



Solche Konstruktionspunkte sind immer Quelle von Fehlern und Undichtigkeiten und deshalb sorfältig auszuführen.
Ich hoffe, der Zimmerer hat so etwas schon öfters gemacht (die Ausbildung des Anschlusses ist nichts Neues und Routine für jemanden, der Dächer als Profi dämmt).
Der Einbau eines Kniestocks und der Dielenlage als Fußbodenunterkonstruktion sollte unbedingt mit dem Ausführenden der Dämmung abgestimmt werden, der Leistungsumfang muß hier klar abgegrenzt sein.
Mein Vorschlag:
Vom Zimmerer, der die Dämmung inkl. Dampfsperre ausführt, auch den Drempel und die Abbretterung des Bodens mit ausführen lassen. Wenn es später Mängel an der Dämmung und der Abdichtung gibt, ist der Verantwortliche eindeutig zu bestimmen, ansonsten schiebt es der Eine auf den Anderen und der Bauherr muß den Beweis führen.
Die Dämmung der Decke hinter dem Drempel erfolgt durch aufgelegte Dämmung; eine Dampfsperre ist hier nicht erforderlich, wohl aber eine Winddichtung.
Eine Empfehlung von mir: Keine Damppfsperre, sondern eine Dampfbreme einbauen lassen, bitte aber kein Natronkraftpapier, sondern feuchtedaptive Folien oder Hygrodioden.
An den Einbaukriterien ändert sich deshalb nichts.
p.s. Das Ding ist keine Fußpfette, sondern eine Mauerlatte.

Viele Grüße
Georg Böttcher