Dampfsperre, Dämmung, Dachdämmung, unteren, Sparren




Hallo liebes Forum,
habe mich nun endlich angemeldet, aber auch vorher schon viel auf diesen interessanten und informativen Seiten gestöbert.
Bestimmt wurden meine Fragen auch schon diskutiet, aber es ist ja doch jede Baustelle ganz speziell.
Ich will mal meine kleine kurz vorstellen: ich wohne in einem südlich von Stuttgart gelegenen Altstadthaus, das 1996 saniert wurde.
Aus einem zweigeschossigen traufständigen Wohnhaus(1560) und zwei Scheunen(1460) wurde ein 11-Parteien-Haus mit drei Dächern geschaffen.
Hiervon ist eins nun meins und ich möchte die noch unausgebaute Bühne zu Wohnraum umbauen.
Das gesamte Dach ist nach aussen hin aufgedoppelt und mit einer Unterspannbahn versehen.
Im unteren Geschoss wurden die Wände zwischen den sichtbaren Sparren mit Glaswolle isoliert, eine lose Dampfsperre eingelegt - NIX verklebt!
und mit Rigips ausgekleidet.
Oben ist eine 120er Glaswolle drin und Baufolie war angetackert. Übrigens hab ich noch 'ne Mittelpfette auf ca. 2,50m.
Die Folie habe ich nun entfernt und da ich dachte, je mehr Isolierung, umso besser - im oberen Teil, zwischen First- und Mittelpfette - nochmal
120er Glaswolle drübergelegt - sie schließt nun mit den meisten Sparren nach innen ab. Jetzt bin ich doch im Zwiespalt: lieber nicht zuviel isolieren,
da sonst alles ins Schwitzen gerät? Also dachte ich mir, ich gönne der Sache eine Dachlattenbreite Lüftung, indem ich die Latten schräg über die
Fächer anbringe, bevor ich die Dampfsperre spann. Auch, damit die Wolle nicht so durchhängt. Dann kommt ja später nochmal 'ne Konterlattung und
OSB-Verkleidung. Aber macht das Sinn?
Außerdem habe ich noch das große Problem beim Übergang EG/OG, da ja alles lose oben ankommt. Sollte ich den oberen Teil so abkleben,
dass er vom unteren abgetrennt ist (Friemelei um die Sparren, ankleben an Unterspannbahn???), oder vielleicht lieber so lassen und kleine
Lüftungsschlitze einbauen? Fand ich jetzt die beste Idee...Außerdem krieg ich die Sache zum Boden hin ja nicht zu, hm.
Zwischen Mittelpfette und Boden habe ich jetzt noch nicht weiterisoliert (wollte noch 'ne 100er drüberlegen), weil ich
doch ein bitzi verunsichert bin.
Hoffe, ich habe den Leser nicht erschlagen mit meinem Roman und hoffe, ich kann die Wolle drinlassen.
Liebe Grüße, Inga



Isolierung zu dick? Lüftung? Dampfsperre



Jetzt schreib ich mal selbst 'ne 'Antwort', weil ich meiner eigentlichen Frage keine Überschrift beigefügt hatte und mich so vielleicht keiner findet. Hab auch keinen Weg gefunden, sie nachzutragen. Vielleicht taucht sie ja durch die Antwort auf. Man merkt, ich bin ganz neu hier...
Grüße!





Hallo Inga

In Ihrem Beitrag unter “ändern” können Sie nachträglich noch Änderungen vornehmen.

Grüße aus Schöneneck



Dachdämmung



Hallo Inga, klingt recht komplex, die beschriebene bauliche Situation. So etwas muss gut geplant und sorgfältig ausgeführt werden, gerade auch im Bereich der Folien und Abklebungen, auch wenn´s ggf. "Fummelei" ist. Undichte Stellen bei der Abklebung bewirken in kälteren Dachbereichen die Kondensation von warm-feuchter Innenraumluft und damit ev. eine spätere Schimmelbildung. Lose verlegte Dampfbremsen/-sperren sind widersinnig. Lüftungsquerschnitte müssen je nach Dachneigung und Dachlänge bemessen werden, z. B. mindestens 2cm freier Querschnitt oberhalb der Dämmung (nicht unterhalb !) Zuluft- und Abluftöffnungen an Traufe/First müssen natürlich vorhanden sein und funktionieren. Die OSB-Platte kann als Dampfsperre genutzt werden im Nut/Feder-System und mit dampfdicht abgeklebten Stössen inkl. dampfdichtem Anschluss an benachbarte BAuteile. Also vielleicht doch besser mal einen Fachmenschen zu rate ziehen, bevor ein BAuschaden entsteht. Viel Erfolg, Will





Bezog sich der Rat aber auf meine 'Antwort'? Da sehe ich die Möglichkeit 'ändern', im Haupteintrag aber immernoch nicht. Bin ich blind? Oder muß ich auf einem besonderen Weg zum Beitrag?





Unten links in Ihrem Beiträgen steht:

“Der Beitrag kann noch geändert werden | ändern”

Das letzte Wort “ändern” ist der Link.





Die Sache ist eben die, dass im unteren Geschoss schon alles so war, als ich einzog. Und ich dachte mir, kein Problem, da mach ich oben alles schnell zu und hab ein super Dach, ha!
Aber ich muß mich jetzt irgendwie arrangieren, weil ich eigentlich unten nicht alle Wände nochmal aufreissen will! Deswegen die Idee, das Stück von Traufe bis zum Boden OG so luftig fortzuführen wie sie schon ist, und von da nach oben irgendwie dicht abzuschließen. Und habe ich zuviel isoliert?OSB muß auch nicht unbedingt sein, wäre aber praktisch, weil ich gerne Schränke usw. einbauen möchte/muß, da ich nirgends 'ne Wand zum Stellen habe und ich so nach Lust und Laune alles schön verschrauben könnte.
Aber würde ein anderes Wandmaterial überhaupt irgendwas einfacher machen?
Schonmal Danke und Gruß
Inga



Ganz andere Baustelle: Brandschutz...?



Hallo Inga,

wir hatten in den letzten Monaten ein paar Gespräche mit den Behörden, daher habe ich mich als Laie ein bisschen in das Thema Dachausbau eingelesen. Daher der vorsichtige Hinweis: Du bist sicher, dass Du Deinen Dachboden ausbauen darfst...? In einem bisher ungenutzten Dachboden einen Aufenthaltsraum einbauen bedeutet deutlich mehr als nur Dämmung, da geht es zum Beispiel auch um Brandschutz und Fluchtwege. Wir haben uns wegen der Mehraufwände zum Beispiel entschieden, den Dachboden erst mal nicht auszubauen...

Viele Grüße

Dirk



Dachdämmung



Hallo Dirk, und Danke für's Mitdenken! Ja, das habe ich im letzten Jahr alles schon geklärt. Die Leiter muß dran, wenn man den Raum als tatsächlichen Wohnraum nutzt. Lager -o.Hobbyraum geht auch ohne durch.