Dampfbremse zwischen Stockwerken?

12.12.2016 Torsten D


Hallo, wir sanieren gerade ein 100 Jahre altes Haus mit Holzbalkendecken. Nun ist unsere Überlegung, ob wir zwischen dem ersten und 2.Stock eine Dampfbremse einbringen müssen? Die Decke des EG ist von unten verputzt auf Schilfmatten. Zwischen die Balken kommt von oben Mineralwolle. Der Aufbau soll im 1.OG mit OSB-Platten und anschliessend mit Fermacell-Fussbodenheizung-Platten gemacht werden...



Dampfbremse



ist nicht notwendig, da fast gleiche Temperaturen und Luftfeuchte ! Nur vor kalten Wänden, an denen die raumseitige Luftfeuchte auskondensieren könnte. Mineralwolle würde ich aber auch nicht legen (Alternativen suchen) wegen der möglichen Fasern in der Raumluft - sind zwar angeblich nicht schädlich, aber Reizhusten ist immer drin ! Wenn Putz auf Schilfmatte, dann auch Lehmschüttung - Gut gegen Trittschall und ausreichend als Dämmung !



Dampfbremse



bin der gleichen Meinung wie Herr Struve.
Alternative zu Lehm, Rieselschutzpapier einlegen, an den Wänden dicht verkleben und mit Perlite füllen.
Das dichte verkleben an der Wand aus Schalltechnische Gründen um den Luftschall zu unterbinden, Trittschall wird weitgehend über das Trittschall gedämmte Fermacell Element unterbunden.



Zwischen die Balken...



OSB ist eine Dampfbremse.

Hat die Decke keinen Einschub / Schüttung ?

Steinwolle ist gut gegen Luftschall und Resonanzen im Hohlraum, wirkt aber nicht gegen Schwingungen. Ein guter Ort dafür wäre zwischen der bestehenden Schilfdecke und dem Einschub.

Anstelle von Perlit haben wir Blähton verwendet, ist etwas schwerer (325 kg pro m3) und kommt wegen dem grösseren Korn (4 bis 8 mm) je nach Einschub auch ohne Rieselschutz aus. Wenn es vor allem um das Gewicht geht, wäre Splitt aber billiger.