Dachausbau/Dämmung

22.06.2006



Hallo!
Bin ein Neuer.Habe dieses Forum seit langem mit großem Interesse verfolgt.Baue gerade mein Dachgeschoß aus.(Dachstuhl ca 200-300 Jahre,neu gedeckt 1998 mit Unterspannbahn,)Boden hat 2 Etagen(Unterboden und Spitzboden.)Möchte einen Teil (Unterboden) als Wohnzimmer ausbauen (ca. 1/3 des Hauses). Da der Dachstuhl komplett trocken ist und über verhältnismäßig starke Sparren verfügt, möchte ich nur eine Zwischensparrendämmung von 160 mm Isover ohne Dampfbremse machen! Die Sparren werden dann 19 mm Profilholzbretter verkleidet. Möchte bewußt auf die Dampfsperre verzichten, weil ich bezweifle, daß diese 100%ig wirkt. Giebelseiten sind Fachwerk und ich bezweifle, daß alle Anschlüsse dicht zu bekommen sind und Undichtigkeiten wie ein Kamin wirken und noch mehr Feuchtigkeit anziehen. Ich weiß, daß das bautechnisch nicht ganz richtig ist, denke mir aber, daß bei guter Durchlüftung auf Kosten einer geringeren Wärmedämmung (die ich in Kauf nehmen würde) die Ausführung so möglich ist. Ich bitte um ihre Meinungen dazu, danke!



ohne innenseitige Dampfbremse würde ich keine



Mineral-oder Glaswolldämmstoffe im Dach verarbeiten, weile diese Dämmstoffe keine "Raumfeuchte" Verarbeiten können.Feuchteregulierende Naturdämmstoffe wären Hanf,Holzfaser oder Zellulosedämmstoffe.
Bei innenseitigen Profilbrettern ist die Luftdichtung der Dämmebene nicht gegeben.





Vielen Dank für Ihre Meinung.Speilt die Raumfeuchte bei einem 60m² großem Raum und guter Durchlüftung wirklich eine so große Rolle?Bitte um Meinungen.



Raumfeuchte grundsätzlich immer ein zu beachtendes Problem



Warme Luft kann viel Wasserdampf aufnehmen. besonders im Winter, wenn nicht so viel gelüftet wird, weils sonst kalt wird und kühlt die Luft ab, beispielsweise in einer nicht luftdicht ausgeführten Dachinnenkonstruktion bildet sich Kondenswasser. Das kann zu Holzschäden / Schimmelbildung führen. Luftdicht ist grundsätzlich ein muss, dampfdicht: kommt drauf an, bei Miwo auf jeden Fall Dampfbremse.



Sie haben das schon richtig erkannt,



bei einer Dampfsperre wirken Undichtigkeiten wie ein Kamin: Feuchte Luft wird konzentriert an einer Stelle nach außen gezogen und könnte im Sparrenbereich bei bestimmten Temperaturbedingungen kondensieren. Durch die Kaminwirkung des Loches wird aber sehr viel mehr Feuchte dort kondensieren, als wenn Sie auf die Dampfsperre komplett verzichten würden. Ergo: Ein evt. Feuchteschaden wird mit hoher Warscheinlichkeit an dieser Stelle auftreten. Undichtheiten sind in jeder Dampfsperre vorhanden (Risiko Klebverbindung an den Folienstößen oder auch nur ein Durchdringen der Folie mit Nagel oder Schraube). Bei Verzicht auf die Dampfsperre kann die pro m² wesentlich geringere Feuchtelast bei besseren Temperaturbedingungen schnell wieder abtrocknen. Ich persönlich würde nur für Winddichtheit sorgen. und zwar mittels einer breiten Papierbahn (Packpapier o. ä.)auf die Sparren genagelt. Darüber dann die Profilholzbretter.

Zum Dämmstoff:
Keine Glaswolle wie Iso*er oder ähnliches.
Hauptgrund: Formaldehyd. Das gast aus und kann
- Allergien erzeugen
- Störung des Vegetativen Nervensystems Störungen des
Immunsystems hervorrufen,
- Krebs erregen.
zweiter Grund:
Sommerlicher Wärmeschutz. Da schneiden Glaswolle&Co sehr bescheiden ab. Und wer ist schon gern im Sommer in einer überhitzten stickigen Dachwohnung?
Mein Rat ist der von Hr. Schillberg: Hanf,Holzfaser oder Zellulose.



Dachausbau/Dämmung



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Viel Spaß bei der Arbeit!