Sanierung der Sanierung

03.02.2008



Hallo!

Ich habe Fragen zur Sanierung meines Dachgeschosses (1963-er Zweifamilienhaus).

Kurz nachdem letztes Jahr das Dach neu gedeckt war, begann die Renovierung der Wohnung unter dem Dachboden. Dabei wurde festgestellt, daß die Dachdeckerfirma Hausschwamm übersehen hatte (Der Geschäftsführer hat sich inzwischen in die Schweiz abgesetzt). Der Hausschwamm ist inzwischen beseitigt und die Dachziegel befinden sich wieder auf dem Dach (darunter eine Unterspannbahn).

Aktuell sollen die Dachschrägen und die Decke zum Dachstuhl gedämmt werden, jedoch stellten wir bei der Verlegung diverser Elektro-Leitungen fest, daß die nagelneue Mineralwolle feucht wurde (nach nur zwei Tagen).

Die Mineralwolle wurde ausgebaut und soll jetzt durch Holzweichfaserdämmplatten ersetzt werden (Gefachdämmung), abgedeckt durch Dampfbremse (keine Dampfsperre) und GKP.

Frage:

Was ist als raumseitiger Abschluß möglich, bzw. was ist der beste raumseitige Abschluß? Holz, Holz mit Putz oder GKP? Und wo dürfen unter der Decke Elektro-Leitungen und Leerrohre verlegt werden? Über den Holzweichfaserdämmplatten oder unter der Dampfbremse? Und wie werden sie befestigt, wenn sie unter der Dampfbremse verlegt werden müssen?

Vielen Dank im Voraus für viele Antworten



Der Aufbau



von Außen nach Innen: Dachziegel - Unterspannbahn - (Schalung oder nicht)- Wärmedämmung(Holz/Hanf)OHNE HINTERLÜFTUNG(Sparren voll ausgedämmt - Dampfbremse (sd-wert ca. 6m ist ok)auf Sparren - Installationsebene(für Elektro etc.)diese ebenfals dämmen(Fugenüberdeckung) - Innenseitige Beplankung wahlweise Gips/Holz/Lehmbauplatten.

Leerrohre auf der Warmseite Verlegen wenn möglich vor der Dampfbremse(in Installationsebene) Durchdringungen sauber und gewissenhaft abkleben.

Eine Möglichkeit währe auch, Anstelle der Insatallationsebene eine Spezielle Wandheizung zu Installieren die aus einer eigenen Traglattung besteht in welche die Trägerplatte (gleichzeitig Wärmedämmung) für die Heizschläuche geschraubt wird und anschließend mit einer Lehmbauplatte beplankt wird (Plus Feinputz)
Kostengünstig / Top Raumklima durch 25mm Lehm / Angenehme Strahlungswärme/ Spielend leichte Verarbeitung durch Baukastensystem / diffusionsoffen-komplett aus nachwachsenden Rohstoffen



Installationsebene dämmen



Danke für die Antwort!

Eines verstehe ich nicht ganz:

"Installationsebene(für Elektro etc.)diese ebenfals dämmen(Fugenüberdeckung)"

Verstehe ich richtig, daß die Elekto-Leitungen bzw. Leerrohre auf der Dampfbremse (also nachdem die Dampfbremse angebracht wurde) festgenagelt werden und dann die Nagellöcher und die Elektro-Leitungen bzw. Leerrohre nochmals mit einer Damfbremse abgedeckt werden müssen?



Zuerst



... herausfinden woher die Feuchte kommt. Ist das neue Dach dicht (Ziegel kaputt, Wasserfalz abegebrochen, Anschlussbleche an Kamin usw.?) Soviel Wasser nach nur zwei Tagen sollte nicht sein.



Würd ich doch auch sagen...



...wenn keine Dampfbremse drauf ist, wird die Miwo naß, aber schon nach zwei Tagen? Erst mal der Sache auf den Grund gehen, bevor ihr über die Beplankung und Installation nachdenkt.

Gruß Patrick.



Installationsebene dämmen (2)



Also,

die Glaswolle hat sich für mich erledigt. (Der Grund für die Kondensationsnässe waren noch offene Fugen. Aber ein Werkstoff, der Wasser anzieht, wie Honig die Fliegen, ist mir inzwischen suspekt.)

Deshalb nochmal die Frage, wie die Elektro-Leitungen bzw. Leerrohre bei Verwendung von Holzweichfaserdämmplatten zu verlegen sind. Auf die Dampfbremse nageln? Und dann?



Elektrodurchdringungen!



Elektroinstalation sollte stets in der Kreuzlattungsebene sich befinden.
Durchdringungen der Winddichtungsebene bringen daher immer nachherige Probleme!
Nebenstehndes Bild sollte etwas aufzeigen, worauf wir dann noch eine Wandheizung verlegt haben.

Statik der Dachsparren beachten!!

Grüße Udo