Dampfbremse/Dampfsperre im Badezimmer mit Balkendecke

16.05.2020 whoislouis



Hallo zusammen,

in unserem Fachwerkhaus aus dem 16. Jhd. muss im Badezimmer (UG) die Balkendecke erneuert werden. Der Aufbau wird später wie folgt sein (von unten nach oben); Gipskartonplatte - Lattung - Rieselschutz - Deckenbalken (Eiche/KVH FIchte) mit Schütthanf - OSB Platten - Laminat (vollflächig verklebt). Das Zimmer darüber ist unsere Küche. Die Frage ist nun mit Dampfbremse/-sperre oder ohne?

Besten Dank im Voraus :) Gruß Stefan



Aufbau Badezimmerdecke



Es funktioniert ohne Dampfbremse, die zwischen beheizten Etagen unnötig sind.

Statt OSB und Laminat sind geölte Eiche- oder Lärchedielen wesentlich besser geeignet und weniger schadensträchtig. Laminat ohnehin nicht verkleben.

Ich habe in einem Badezimmer seit 25 Jahren Pitchpine-Dielen auf Holzbalkendecken,
was problemlos trotz zahlreicher Mieter funktioniert.
Die Belastung in Küchen ist viel geringer.



Ohne Dampfbremse! :)



Vielen Dank für diese Einschätzung. Auch ich habe mich zwischenzeitlich entschieden die Decke ohne Dampfbremse o.ä. aufzubauen. Hin und wieder liest man etwas über Wärmebrücken in Zusammenhang mit Feuchträumen und "heißem" Dampf vom Duschen. Von daher halte ich es immer für sinnvoll weitere Meinungen und Erfahrungswerte einzuholen.

Im restlichen Haus konnten alle Decken im Bestand bleiben, auf den Böden darüber habe ich Fichte Rauhspund verlegt. Ist eine feine Sache, und Eichedielen natürlich auch. In der Küche sollte es eigentlich ein Fliesenboden sein und ich werde absehbar noch mit einem Fliesenleger sprechen, bezüglich Entkopplung und Ausgleich. Wenn irgendwie möglich, dann bevorzugt das, ansonsten wäre eben Fliesenlaminat ein Kompromiss. Kein optimaler, aber angesichts unseres vierjährigen spielwütigen Sohnes, einer wild schlemmenden Katze und einer in vier Jahren dreimal ausgelaufenen Spülmaschine für mich das Beste vom Schlechten- zugegeben, wir sind eine etwas chaotische Familie... :)