Dampfbremse an feuchten Schornstein




Hallo an das Fachwerk-Forum,

ich habe ein Fachwerkhaus und bin gerade dabei, den Dachboden auszubauen.

Dabei tritt nun das Problem der Dampfbremse an den Schornstein auf. Der Schornstein ist mit einem Edelstahlrohr innen versehen, der Kopf ist verschiefert und ist, wahrscheinlich durch den Regen, immer nass, wobei die Feuchtigkeit innen herunterläuft und nach einigen Metern von innen des Rohres nach außen (zu meiner Dämmung/ Innenausbau) heraustritt, so dass man die Feuchtigkeit mehr oder weniger sieht, die da entstanden ist.

Meine Überlegung ist nun, dass, wenn ich die Dampfbremse an den Schornstein anlatte, die Feuchtigkeit sich unterhalb dieser sammelt und durch den durchbrochenen Luftstrom die Feuchtigkeit stockt und Schimmel entsteht.

Mein Lösungsansatz ist nun der, dass ich die Dampfbremse nicht an den Schornstein anlatte, sondern um den Schornstein herumdämme (von unten bis nach oben bis zur Dämmschicht), in die Regipswand ein mechanisches Lüftungsrohr reinsetze, damit der Luftzug komplett vom Feuchtigkeitsansatz bis zum Schornsteinkopf langfließen kann, um ggf. Feuchtigkeit abzutrocknen. Mir ist dabei bewusst, dass die Dämmleistung hier ein wenig sinkt (weil ja kalte Außenluft immer irgendwie Zugang in den Dachboden hat), mir dies aber wichtiger ist, als ggf. Schimmelbildung u.ä.

Ich wäre froh über einige Anhaltspunkte und Ratschläge.


Mit freundlichen Grüßen



Martin Pape



Schornstein feucht



Zuerst sollte die Durchfeuchtungsursache herausgefunden und abgestellt werden.

Solche Mengen können im Normalfall kaum durch Regenwasser veursacht werden, das zwischen Schornsteininnenwand und VA-Rohr eindringt.
Ich vermute eher, daß der Schornstein nicht richtig abgedichtet wurde- das sollte auf jeden Fall überprüft werden.
Wurde der Schornsteinkopf unter den Schieferplatten gedämmt?

Eine andere Möglichkeit wäre außen am VA-Rohr ablaufendes Kondenswasser.
Wurde der Zwischenraum nicht mit Perlite ausgefüllt oder sonstwie gedämmt?

Wenn die Ursache beseitigt wurde kann der Schornstein wie üblich mit feuerfestem Dämmstoff gedämmt werden, zB Mineralwolle oder besser Mineralschaumplatten oä.

Latten sollen grundsätzlich nicht an Schornsteine gedübelt werden, da es Undichtigkeiten erzeugen kann.

das ist sinnvoller, als aufwendige Hilfskonstruktionen zu montieren, die spätere Schäden nicht ausschließen und dämmtechnisch nachteilig sind.

Andreas Teich



doppel gelöscht



doppel gelöscht



Schornstein feucht



Hallo Herr Teich,

weder der Schornsteinkopf wohl noch das Edelstahlrohr sind gedämmt, so dass Sie vermutlich mit der Vermutung der Kondensatentstehung am Edelstahlrohr recht haben.
Eine nachträgliche Dämmung der Schornsteinkopfes und des Edelstahlrohres ist m.E. nicht möglich und auch nicht geplant.

Also entsteht nach wie vor Wasser und schlägt sich am gemauerten Schornstein nieder.

Ihren Äußerungen nach vermute ich, dass meine Variante wohl so nicht möglich ist, auch wenn der Luftfeuchtegehalt aufgrund des Lehmes im Hause und zusätzlich noch eingebrachten Lehmes im Zuge des Dachbodenausbaus nie mehr als 40% beträgt.
Soll ich mit Mineraldämmplatten den gesamten Schornstein dämmen oder wie wäre es nach Ihrer Sicht am günstigsten?


Martin Pape



Regenwasser



Ich tippe auf Regenwasser. Wie soll denn Kondenswasser außen am eingezogenem Stahlrohr entstehen, Herr Teich?



Schornstein feucht



Hallo Martin,

vielleicht läßt sich feststellen, ob die Feuchtigkeit auch ohne Regen entsteht- dann kann es sich nur um Kondensat handeln- es können natürlich auch beide Ursachen zusammentreffen- ein feuchter Schornstein hat noch schlechtere U-Werte.
Läßt sich nicht in den Schornstein zwischen gemauertem Zug und VA-Rohr Perlite einfüllen?
Dann vorsichtig gegen das VA-Rohr klopfen um die Perlite zu verteilen.Notfalls ein kleines Loch in den Schornstein schlagen, Perlite einfüllen und wieder verschließen.

Oder die Schornstein-Abdeckung abnehemn und Mineralwolle außen am Schornstein hineinschieben.

Dämmung macht primär dort Sinn wo kalte Temperaturen herrschen, also die Schornsteinaußendämmung möglichst weit oben beginnen und dann noch ca 50 cm nach innen weiter unter die Dämmebene ziehen.Ndafür nur Mineralwolle oder Glasschaumplatten verwenden- die haben den Vorteil gar keine Fechtigkeit aufzunehmen.

Am besten ein Bild vom Schornsteinkopf und innen vom Schornstein machen

Andreas Teich



Bloß nicht auf Herrn Teich hören!!



Füllen Sie bloß keine Perlite ein!!!



Warum geben Sie Tipps in Gebieten wo sie keinen Plan haben?



Sonst sind Sie doch immer der Google Profi!?!
Ich zitiere mal eben eine geheime google Quelle:

Das Edelstahlrohr dehnt sich bei Erwärmung aus und zerreibt dabei die Isolierunngskrümel in immmer kleinere Partikel, bis schließlich nur noch Satub übrig ist, der dann an den Muffen hereinrieselt. Dieser feine Staub konnte zu nicht ungefährlichen Verpuffungen führen, die so manchem Heizungskeller breits zum Verhängnis wurden.

Ein weiterer Nachteil dieser Schüttisolierungen ist, daß sie unglaublich hygroskopisch sind, also Wasser magisch anziehen. - Ein Umstand, von dem man dachte, er sei wünschenswert, denn der Isolierstoff würde dadurch dabei behilflich sein, das Mauerwerk des oftmals bereits versotteten alten Schachts auszutrocknen. Augenscheinlich war das auch so. Aber leider diffundierte nicht nur Feuchte durch diese Isolierschicht, sondern auch die im Mauerwerk vorhandenen schwefligen und korrosiven Partikel, die dann -nachdem sie außen am Rohr angekommen waren- für eine unglaubliche Lochfraßkorrosion von aussen nach innen sorgten.

Das Ergebnis waren zerfressene Rohre, durch die dann abermals Isolierstaub in den Abgasweg gelangte.

Aus diesen Fehlern hat man Gottseidank gelernt und verwendet diese früher gängige Einbaumethode heute nicht mehr.- Jedenfalls nicht bei Edelstahlrohren.

Wobei, ganz unter uns....

Manche sind einfach unbelehrbar. -Aber pssssst...... nicht weitersagen.



Schornstein dämmen



Anonym und ohne Quellenangabe einen fast 10 Jahre alten einzelnen Beitrag aus dem Haustechnikforum als Referenz zu zitieren ist nicht sehr glaubwürdig und seriös.

Bei der Argumentationsweise wird niemand ein Fachwerkhaus
sanieren oder sich hier beteiligen können, weil zu jedem Hinweis irgendein anonymer Beirag erfolgen könnte, der Anderes behauptet.

Zudem gibt es sehr unterschiedliche Perlite, die auch sehr unterschiedlich eingebracht werden kann- beim Einblasen mit zu hohem Druck und einem zu langen, geriffelten Schlauch zerreibt die schon beim Einblasen und nicht im Schornstein.

Für Hohlraumdämmungen wird Perlite in hydrophobierter Ausführung verwendet.

Jeder kann sich selbst vorstellen wie lange es bei einer Längendehnung von knapp 10 mm bei 10 m Länge und 60 Grad Temperaturunterschied bei einem ganz glatten Edelstahlrohr dauern könnte, bis sich ein solcher Dämmstoff zu Staub zerrieben hat.
Die knapp 10 mm gelten nur am Schornsteinkopf -
bei 5 m Höhe nur noch 5 mm und die Ausdehnung findet langsam statt.
Es finden auch nicht ständig x Mal am Tag schnelle Aufheiz- und Abkühlvorgänge statt.

Vielleicht ist es möglich, sachlich zu argumentieren oder einfach nur sinnvolle Alternativvorschläge zu bringen?

Alles andere hilft dem Forum kaum weiter und disqualifiziert den Schreiber.

Andreas Teich



Sie sind unverbesserlich!



Sie sind unverbesserlich, und jetzt wird sich gewunden und gedreht, um irgendwie da raus zu kommen, kennt man ja mittlerweile. Meine (nennen wir es mal) "sachliche" Frage von weiter oben: haben sie ja gar nicht nötig darauf einzugehen. Wenn ihre Aussagen widerlegt werden, kommt nur endloses Geschwafel mit paar schlauen Wörtern eingestreut. Oder sie wiederholen stumpf die Aussagen der Vorredner. Einer Mitte 50jährige gemeinen Landlustleserin können sie damit vielleicht imponieren, aber nicht mir.
Und was soll das rumgehacke auf meiner anonymität? Interessiert sie, dass ich Bauingenieur bin? Interessiert sie, dass unser Büro Objekte für 15 Millionen Euro gebaut hat? Interessiert sie, dass wir einen Wettbewerb gegen Teherani gewonnen haben und wir unseren Entwurf 1:1 in die Realität umgesetzt haben? Ich glaube nicht...



klare Infos und Quellenangabe



es würde helfen, einfach verschiedene Publikationen oder Zulassungen aus denen hervorgeht, daß zB hydrophobierte Perlite nicht für Edelstahlinnenschornsteindämmung zugelassen ist.
Gerade wenn sie vom Fach sind wird es doch kein Problem sein, seriösere Quellen zu finden als nur einen fast 10 Jahre alten Beitrag aus einem anderen Forum.

Ich lerne auch gerne dazu- egal von wem.

Wenn es genügend dokumentierte Schadensfälle gibt nehme ich gerne meine Empfehlung zurück.

Neubauerfahrungen sind nicht auf Altbauten zu übertragen, wobei es bei kaum einem Fachgebiet sich so widersprechende Aussagen gibt.
Sich immer wieder zu echauffieren hilft doch niemendem weiter-
Zudem:
bald ist wieder Weihnachten !!!

Andreas Teich



@methusalem



Wenn Sie sich hier gerne, oft und auch gerne kontrovers einbringen, gehört es für mich zur Grundausstattung guter Umgangsformen, sich zumindest anzumelden und eine, wenn auch rudimentäre, reale Identität zu hinterlegen. Die Geheimnistuerei ist albern. Und da erkennbar kein abwegiger, anrüchiger oder anstößiger Hobby-Chat betrieben wird, kann sich auch ein renommierter Bauingenieur, der H.T. abserviert hat, durchaus hier sehen lassen. Fachwissen & Erfahrungen sind immer willkommen.



Schornstein feucht



Meine sehr geehrten Herren,

ich möchte mich zunächst für Ihre z.T. wissenschaftlichen Beiträge sehr bedanken, aber bezugnehmend auf meine Grundfrage möchte ich nochmals nachfragen:

Ich bin zwar kein Bau-Ing, sondern "nur" Verwaltungsbeamter, und denentsprechend kann ich mir einiges anlesen und mir meine Gedanken machen, aber im Detail, insbesondere bei Altbauten, kommt ein Laie oft und schnell an seine Grenzen.

Eine nachtäglihe Dämmung ist leider z.Z. weder handwerklich, tatsächlich noch wirtschaftlich bei meinem Schornsteinzug umsetzbar, also kommt für mich nur die "Innenlösung" in Betracht.

Wenn ich also einen rel. feuchten Schornstein, ob temprär durch Kondensat oder durch Regenwasser verursacht ist nebensächlich, wie nach Vorschrift voll an den Schornstein mit Folie dämme, ihn m.E. also von innen luftdicht abschließe, habe ich nach eigener Meinung bald Schimmel im Haus (obwohl der Dämmwert optimiert ist), weil die Feuchtigkeit nicht abtrocknen kann.

Habe ich aber am Schornstein eine Luftspülung (die Dämmung und die Folie sind nur lose an den Schornstein angelegt), vom Innenraum durch ein Abluftgitter entlang des Schornsteines nach oben ins Freie (warme Luft steigt von unten nach oben)und bei Wind die Trocknung durch kältere Außenluft, wäre der Dämmwert nicht so wie er rechnerisch sein sollte (warm ist es trotzdem, der Kamin im Erdgeschoss bringt die warme trockene Luft bis nach oben in den Dachgeschoss) aber ich würde Schimmelbildung und Verfeuchtung vorbeugen.
Sollte bei sehr niedrigen Temperaturen durch Konvektion doch -kurzzeitig- Feuchtigkeit entstehen, trocknet er abld durch den Wind wieder ab.
Als Nebeneffekt bräuchte ich mich (vor allem meine Tochter, die dann hochziehen soll) nicht mehr drum zu kümmern.

Ich danke vorweg für bauvorhabenespezifische und praxisumsetzbare Ratschläge.



Mit freundlichen Grüßen



Martin Pape



Dampfsperre



Hallo Herr Pape,
you consider the blancmange by eating.
Falls im DG in den nächsten Monaten Schäden auftreten sollten rufen Sie mich an.



Schornstein feucht



Solche Lüftungen funktioniert nur bei ungeheizten Räumen.
Sobald der Raum geheizt wird entsteht bei nicht luftdichter Ausführung beim Zusammentreffen feuchter warmer Raumluft mit der Außenluft eine Unmenge an Kondensat.
Wie ich geschrieben hatte- zumindest den Schornstein innerhalb der Dachdämmung mit feuchtebeständigem nichtbrennbarem Dämmstoff- am besten Schaumglasplatten- dämmen.
Die Luftdichtung der Dachgeschoßdämmung dicht an den Schornstein anschließen, zB mit Butylkleber oder einputzen.

Die Feuchtigkeitsursache wird sich ja feststellen lassen.
Wenn diese auch ohne Regen entsteht kann es sich nur um Kondensat handeln-dagegen hilft Dämmung.
Von Europerl zB wird Perlite genau für solche Zwecke empfohlen. Es gibt aber auch Glasgranulate oä.
Am besten selber recherchieren und Hersteller fragen.

Wenn der Schornstein feucht ist bildet er eine noch stärkere Wärmebrücke als ohnehin schon.
In dem Fall wäre dessen Komplettdämmung bis zum Fußboden sinnvoll.

Notfalls die Schieferverkleidung des Schornsteins abnehmen, gut dämmen und Abdichten und gegen Regeneintrag von oben sichern- wenn die Feuchtigkeitsursache gar nicht festgestellt werden kann.

Das wäre die sicherste Lösung und erspart die Innenarbeiten.

Andreas Teich



Schornstein feucht



Ich danke und werde die von Ihnen vorgesehene Dämmung einbauen.



Schornstein



Zunächst ist wichtig, die Ursache der Feuchtigkeit festzustellen.
Wo tritt der Schornstein aus der Dachhaut aus?
Ist die Austrittstelle, insbesondere die Kehle, ordentlich verwahrt?
Was für eine Feuerstätte wird betrieben?
Fotos wären hilfreich.
Die vom TE angedachte Lösung ist kontraproduktiv.

"Jeder kann sich selbst vorstellen wie lange es bei einer Längendehnung von knapp 10 mm bei 10 m Länge und 60 Grad Temperaturunterschied bei einem ganz glatten Edelstahlrohr dauern könnte, bis sich ein solcher Dämmstoff zu Staub zerrieben hat.
Die knapp 10 mm gelten nur am Schornsteinkopf -"

Zum einen ist das Maß für die Temperaturdifferenz nicht Grad sondern Kelvin (ein Fachmann weiß das), zum anderen ist eine Spreizung von 60 K bei einem Schornstein schon sehr wenig, es sei denn es ist eine Brennwertfeuerstätte angeschlossen und dann ist Edelstahl nicht die erste Wahl.

"Läßt sich nicht in den Schornstein zwischen gemauertem Zug und VA-Rohr Perlite einfüllen?
Dann vorsichtig gegen das VA-Rohr klopfen um die Perlite zu verteilen.Notfalls ein kleines Loch in den Schornstein schlagen, Perlite einfüllen und wieder verschließen."

Lt. BO ist das Einbringen von Schüttdämmung im Schornstein nicht zulässig!



OK der Thread Ersteller weiß nun was zu tun ist



OK der Thread Ersteller weiß nun was zu tun ist!
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