Dämmwolle an Außenwand und Holzsturz

07.03.2016 SteffiH



Hallo,
ich habe zwei Punkte, zu denen ich gerne einen Rat hätte. Ich hoffe ihr könnt mir hier helfen. Wir bauen gerade unser Dachgeschoss aus bei einem Haus Bj 1927. Mit Ziegelsteinen komplett gemauert auf Gewölbekeller. Wir haben nun auf anraten der Baubegleitung Kalziumsilikatplatten an beiden Giebeln verklebt. Nun haben wir je Giebel zwei Fenster mit Holzsturz. Einseitig verschwinden diese Stürze unter den Klimaplatten, aber an der anderen Seite ist dies augrund des geringen Abstandes nach oben zu dem letzten Holzbalken (Sprengwerk) der giebelseitg verläuft nicht möglich. Jetzt heißt es, dass wir ja eh beide Balken einkoffern und so den Koffer quasi wie die Decke mit Dämmwolle füllen sollen. Die Mineralwolle liegt dann aber ja an der kühleren Außenwand ohne Dampfbremse an, da der Spitzboden darüber ebenfalls beheizt wird. Kann dort dann nicht Feuchte Raumluft kondensieren und sich in der Dämmwolle sammeln? Vielen Dank für eure Hilfe.



Dämmwolle



Ich nehme an es handelt sich um eine Innendämmung.
Es gibt eine Decke zwischen zwei beheizten Räumen.
Diese soll mit Dämmwollle gefüllt werden, warum?

Wenn also ein mit DW eingepackter Balken an die kalte Außenwand grenzt, ist natürlich mit Tauwasser zu rechnen.
Dampfbremse ist nötig mit fachgerechten Anschluss an Mauerwerk. Das kann eine Dampfbremsfolie oder eine Lage OSB Platte (12 mm) sein.



Innendämmung



Ein Foto würde weiterhelfen.
Wenn Dämmung dann mit kapillaraktiven Dämmstoffen.
Es könnte auch eine verputzbare Holzfaserplatte auf den Holzsturz geschraubt und dann mit eingelegtem Glasfasergewebe wie die Kalziumsilikatplatten verputzt werden.
Warum wurden euch diese Platten empfohlen und nicht zB Mineralschaumplatten, die günstiger sind und einen besseren Dämmwert haben, oder Holzfaserplatten?

Andreas Teich



Danke



schonmal für die Antworten. Ich versuche mal ein Foto hier hochzuladen sobald möglich. Ich dachte bei Mineralschaum prinzipiell und bei Holzfaser ab einer gewissen Stärke muss eine Dampfbremse angebracht werden? Bei den Klimaplatten, welche eine Stärke von 10cm haben, muss dies laut Angabe nicht. Preislich waren jetzt gar nicht so gravierende Unterschiede. Haben netto ca. 20 €/qm bezahlt und selbst angebracht.

Zu Herrn Kiltz: Die Glaswolle in der Decke soll natürlich auch dem Luftschall entgegenwirken. Zudem hoffe ich, dass sie doch etwas die Wärme hält, wenn der Spitzboden z.B. 10 Grad kühler ist als darunter. (Meinetwegen 10 zu 20 Grad)

Wie ist es denn prinzipiell, wenn Decken zwischen beheizten Räumen gedämmt werden? Wenn nicht immer ein Balken direkt am Giebel verläuft, muss die Dämmwolle doch dort zwangsläufig Kontakt zur Außenwand haben, oder? Oder lässt man dort das letzte Feld einfach frei von Dämmwolle?



Deckendämmung



Ich halte von Glaswolle in der Decke nicht viel, denn sie ist relativ Schimmel freudig, passt von Diffusionwiderständen und U-Wert nicht zu Ihrer Kasi Wanddämmung und hat nur eine sehr bescheidene Schalldämmfähigkeit, von der Wohngesundheit und Verarbeitung mal abgesehen.
Empfehlen würde ich Perlite oder Liaporschüttung evtl. mit ein paar Zentimeter Sand für die Masse (optimaler Schallschutz), Tragfähigkeit des Fehlbodens natürlich vorausgesetzt. Ansonsten Zellulose oder Hanfdämmatten.

Grundsätzlich darf keine Raumluft zwischen Innenwandoberfläche und Dämmaterial gelangen. Kasi Platten mögen da eine Ausnahme sein.


Die Innendämmung ist eine heikle Sache, die Anschlussdetails müssen stimmen, Herstellerangaben genau prüfen, die geben ja auch Planungsunterlagenfür eben solche Anschlüsse vor, um einen Schutz der Holzkonstruktion bei Taupunktverschiebungen zu gewährleisten.