Dämmung zwischen OG und Kaltboden

04.11.2014 Seppi



Hallo,

Ich möchte meine Decke zum Kaltboden dämmen. Genauer gesagt zwischen den Sparren Dämmung reinlegen. Dass bedeutet Brett vom Boden her aufnehmen, Lehmschüttung raus, Blindboden raus, Dämmung rein und Rauspund verlegen.

Bis jetzt habe ich mich für Holzfaserdämmung entschieden. Als Endverbraucher habe ich einen Materialwert von 20€ pro m^2 bei einer 200 mm starken Dämmung angenommen. Bei einer Fläche von 70 m^2 haut der Preis ganz schön rein. Wenn ich jetzt noch 5€ pro m^2 für den Rauspund rechne, komme ich auf 1.750€ . Komme dann allerding auf einen U-Wert von ca. 0,18 W/m^2K.

Meine Frage ist meine Kosten-Nutzenrechnung angemessen oder reicht auch ein U-Wert von 0,4 oder 0,5?

LG Seppi



Ja nicht....



....einen Komplettrückbau.
Randbretter aufnehmen und unter die Dielung einfach einen Dämmstoff zusätzlich einblasen.
Holzfasern z.B.
Masse muss drin bleiben, sonst fängt die Decke an zu schwingen.
Bin gern zu einem Telefonat zur Materie mit ihnen bereit.
Mobil am besten!

FG Udo



Dämmung zum Dachboden



Wenn du unbedingt sparen und trotzdem eine gute Dämmung haben willst würde ich Zellulosedämmung oben lose aufblasen und sonst alles lassen.Und zum sparen würde ich natürlich nicht am Material sparen, sondern lieber Heizenergie durch gute Dämmung einsparen.Bei 50 cm loser Zellulose bei 40 kg/m³ würde das etwa 20,-€ je qm kosten.
Um die Zellulose oberflächlich etwas zu festigen, sodass die bei Luftbewegung nicht umherfliegt, kannst du die Oberfläche noch vorsichtig mit Wasser besprühen.

Wenn der Boden ganz oder in Teilbereichen begangen werden soll müßte natürlich ein Hohlboden gebaut werden, z.B. mit 18 mm OSB Platten, dann sind ca 80 cm Spannweite möglich.
Gruß
Andreas Teich


Der Dachboden ist dann natürlich nicht begehbar, man kann aber bei einem späteren Umbau alles wiederverwenden.

Wenn du tats



Kombination der bisherigen Vorschläge



Udos Vorschlag ist zwar richtig, bringt aber vermutlich nicht den gwünschten Dämmeffekt, da in einer lehmgefüllten Zwischendecke kaum genug Platz für ausreichend Dämmmaterial sein wird.
Andreas Vorschlag kann böse Nebenwirkungen haben, nämlich dann, wenn unter den Bodenbrettern eine Luftschicht mit Kontakt zu Kaltbereichen bleibt (ist oft im Sparren-Pfettenbereich der Fall).
Also besser beide Maßnahmen kombinieren, dann bist Du auf der sicheren Seite.
Viel Erfolg
Erwin



Tipps zur Dachdämmung



Danke für den Hinweis-
Luftdichtheit herzustellen ist natürlich ohnehin erste Pflicht,
da anderenfalls die warme Raumluft beim Zusammentreffen mit kalter Außenluft kondensieren und damit Feuchtigkeitsschäden verursachen könnte.
Gleichzeitig mit der Herstellung der Luftdichtung muß aber die Beseitigung übermäßiger Luftfeuchtigkeit einhergehen durch Zwangsbelüftung, regelmäßige Fensterlüftung oder Lüftungsanlage.

Durch unkontrollierte Fugenundichtigkeit geht deutlich mehr Wärme verloren als durch eine schlechte Wärmedämmung.

Nur durch Aufbringen der Dämmung auf eine durchlüftete Schicht würde jedoch kein Schaden entstehen, aber die Dämmung würde keine oder nur eine geringe Verbesserung der Dämmwirkung ergeben.



Decke auf, Zellulose rein?



Moin,

danke für eure Tipps. Ich habe mal eine Skizze vom Schnitt hochgeladen, grün ist der zu dämmende Bereich!

An eine Zellulosedämmung habe ich auch schon gedacht. Das Problem ist, dass die Decke zu den Seiten hin offen ist. Also das Ausblasen mit diesen extrem feinen Zellulosepartikeln nicht so einfach ist.

Ich habe kein Problem die gesamten Decke aufzunehmen neue Dämmung reinzulegen und die Dielung mit Rauspund zu erneuern um den Boden zu begehbar zu machen.

„Wo Raum ist, muss auch was rumstehen oder rumliegen“ –Ihr wisst was ich meine!

Ich verstehe aber nicht warum die Decke anfangen sollte zu schwingen, wenn ich die Lehmschütt rausschmeiße?

Aber mal beim Thema Zellulose zu bleiben, die gibt es doch auch in groben Fasern die man zwischen den Sparren stopfen kann? Wo liegen da die Preise pro m^2 bei einer Sparrenhöhe von 200mm?


Gruß Seppi



aktueller Aufbau der Decke



Abstand der Sparren zwischen 600 und 800 mm.



Dämmung für Spitzboden



Hallo Seppi,
Seitl offen macht nichts, einfach vorher mit Dampfbremspapier, Folie und/oder Holzbrettern die seitliche Fläche bis zur gewünschten Dämmhöhe verschließen.
Schwingen bezog sich wohl auf die Schalldämmung.
Wenn du Gewicht aus der Konstruktion nimmst, indem du Schüttungen entfernst reduzierst du die Schalldämmung der Decke- hauptsächlich tiefere Frequenzen werden durch Gewicht gedämpft.

wenn du auf der Decke herumhüpfen wolltest, würde die bei passender Hüpffrequenz eher bei höherem Gewicht und nicht ausreichender Statik in langsame Schwingungen versetzt werden- aber einen Tanzboden wirst du da oben eh nicht gut einrichten können.

Zusätzlicher Nachteil bei Gewichtsreduzierung wäre der geringere Schutz vor Überhitzung- gerade bei Dachböden wichtig, der Brandschutz ist natürlich auch geringer.

Zellulose gibt's nur in einer Sorte- habe jedenfalls noch nie was anderes gehört oder gesehen.
Preise bei 40 kg/m3 ca 20€ bei 50 cm, dazu müßtest du die aber fein auflockern, sonst brauchst du deutlich mehr.
Bei so einfachen Verhältnissen dürfte aber auch eine Firma mit Einblasmaschine günstig sein.
Meine Maschine steht leider in Österreich...
Wenn du den Aufwand nicht scheust kannst du natürlich auch den Boden erneuern , aber das lohnt sich nur, wenn der Platz unbedingt benötigt wird
und hat, wie oben beschrieben, techn Nachteile.
LG
Andreas Teich





Wie ich das verstanden habe gibt es Zellulose zum "stopfen" (grobe Fasern) und zum einbalsen (sehr fein).

Ich werde mich mal, an meinen hiesigen Zellulose-Profi wenden.

mal kieken, was der so meint.


Danke ....

Gruß Seppi

PS. den Preise verstehe ich leider noch nicht: "40 kg/m3 ca 20€ bei 50 cm" ?



Fast das gleiche



Die Zellulose zum blasen ist meines Erachtens produktgleich der zum stopfen bzw. lose aufschütten.
Wenn lose geschüttet werden solloder gar nur gestopft, dann würde ich eher Hanffaser empfehlen.
Gibt es als große Ballenware.
Geblasen ist aber immer der bessere Aspekt mit dem geringeren Aufwand von Konstruktionsöffnen.