Innenwandisolierung

04.11.2002



Hallo,
wir haben ein 150 Jahre altes Fachwerkhaus, das bisher nicht ausreichend isoliert ist. Die Wände sind gemauert und mit Lehm verputzt. Jetzt wollen wir renovieren. Wie sollte man isolieren? Wie sieht es mit den Kosten aus? Welche Vor- und Nachteile sind zu bedenken? Schon mal jetzt vielen Dank für die Antwort und viele Grüße
Jutta



Wandaufbau im Fachwerk



Zu Ferndiagnosen lasse ich mich nicht gern ein, da es immer genauerer Wandaufbauerkenntnissen bedarf. Schauen Sie einfach mal in einige schon vorher gestellte gleichartigen Fragen hinein und entnehmen sich die für Sie entsprechenden Info's. Ansonsten können Sie mich tel. zurückrufen und im Gespräch kann man noch mehr Details vermitteln. Grüße aus der Lausitz.



Dämmung



Hallo Jutta,
... sie lassen aber auch alle Fragen offen... wird es ein Wohnhaus oder ist es schon eins, wie dick sind die Wände und in welchem Zustand sind sie, haben sie Vorstellungen zu Dämmmassnahmen am Haus oder sind sie völlig unbeleckt, haben sie viel oder wenig Geld zur Verfügung und wie gross ist ihr Haus, von welchen Dämmarten konkret hätten sie gern Vor- und Nachteile erfahren? ... man könnte Romane schreiben!!



die richtige wahl



hallo jutta, ich muss mich voll und ganz herrn garkisch anschliessen; ohne detaillierte aussagen kann mann keine angaben machen; dennoch ein paar allgemeine tipps die ihnen evtl. zur auswahl der richtigen Dämmung verhelfen sollen:
innendämmungen sind aufgrund der absenkung der temparatur zwischen dämmung und ausfachungsmaterial, verbunden mit den höheren feuchten in diesem bereich, nicht ganz unkritisch; daher sollte die wahl des dämmstoffes sowie der gesamte konstruktionsaufbau den hygrothermischen anforderungen an die Fachwerkfassade angepasst werden; hier muss vor allem aus hygienischen gründen die tauwasserbildung bzw. schimmelpilzbefall auf den wandinnenoberflächen verhindert werden; die din schreibt für fachwerkgebäude einen mindestwärmedurchlasswiederstand, "abhängig von der flächenmasse" zwischen 0,55 u. 1,75 m²k/w vor;
dies bedeutet für eine Fachwerkwand mit einer durchschnittlichen dicke von 14cm und einer rohdichte des ausfachungsmaterials von ca. 500 kg/m³ (leichtlehm) einen mindestwert von r = 1,0 m²k/w; ...so geht dass nun noch weiter; weitere abhängigkeiten sind die lage des gebäudes mit dem darausresultierenden schlagregenschutz -feuchtigkeit, die auch von der Wand aufgenommen werden muss- sowie die nutzung, etc.;
wir haben schon des öfteren für ähnliche innendämmungen -kalciumsilikatplatten, die "vollflächig" aufgeklebt werden müssen- verwendet; so ist das das diffusionsverhalten gewährleistet ist;
jedoch möchten wir darauf hinweisen, dass das kein allerweltsrezept ist und dass man ohne genaue Bestandsaufnahme keine ferndiagnose über den zustand des "patienten" treffen kann, so dass unsererseits, eine Begutachtung vor ort, durch einen sachverständigen ihres vertrauesn (referenzen) dringend zu empfehlen ist; dieser sollte wie genannt, eine bestandsaufnahme (materialien, stärken, evtl. schäden, etc.) durchführen und zusammen mit ihnen ein konzept aufzustellen;
hoffe sie nicht zusehr verwirrt zu haben; grüsse aus würzburg