Dachdämmung mit eingeblasener Zellulosedämmung?




Hallo,
wir planen, unser Steildach (47° Dachneigung, Sparrenstärke 18 cm, Sparrenabstand ca. 60cm) auszubauen und haben eine Zellulosedämmung empfohlen bekommen (mit eingeblasenen Zelluloseflocken, z.b. Isofloc). Bei einer Firsthöhe von ca. 4,5 m ergibt sich eine Sparren- bzw. Dachlänge von ca. 6 m.
Frage: ich fürchte, dass die Zelluloseflocken doch irgendwann etwas nach unten zusammenrutschen und damit am First ein Hohlraum entsteht, der als Kältebrücke wirkt. Hat jemand Erfahrung mit einer derartigen Dämmung, sind die Flocken tatsächlich so formstabil und ortsfest wie der Anbieter meint, oder...?

Viele Grüße
S. Dahm



Wie



so oft steht und fällt das ganze mit der Qualität der Ausführung. Ich habe selbst so was seit 10 Jahren im Dach und musste letztes Jahr nochmals ein Teil öffnen und konnte mich von der setzungsfreien Füllung überzeugen. Es kommt auf das richtige Füllgewicht an.

Paralell dazu ist die windichte Abklebung auch sehr wichtig.

Grüße aus Koblenz



setzungssicher..



ist die Arbeit, wenn der Einbläser das so macht , wie er es gelernt hat. Er wird den Einfüllschlauch in den Hohlraum von ober einführen, und dann bis ca. 1 m vor dem unteren Ende platzieren. Dann fängt er an, das Material mit der Transportluft einzubringen und verdichtet gleichzeitig durch die einströmende Luft das Material zu einem Dämmstoffilz. Erst wenn kein Material mehr reingeht, zieht er den Schlauch ein Stück zurück und verdichtet erneut. Bei 47 ° Dachneigung läßt sich der Schlauch sicher bis unten einführen. Sie haben 5 Jahre Gewährleistung ( BGB-Recht), in dieser Zeit sehen Sie im Winter, ob es funktioniert. Bei begründetem Verdacht kann eine Thermografie hier über mögliche Lecks Aufschluß geben.





Das funktioniert auch mit Einblasdämmstoffen auf Sägespänebasis. Man kann auch Wände damit dämmen, wo das Setzungsproblem ja viel grösser ist.



Und



alternativ dazu gibt es auch Holzfasern zum Einblasen.

Ist etwas teurer klappt aber auch gut.

Wer die Wahl hat...

Grüße aus Koblenz



Vielen Dank...



...schon mal für die Rückmeldungen. Preislich ist die Zellulosedämmung schon an unserer Obergrenze, die Alternative wäre nur Mineralwolle, vor der es mir etwas graust. Wenn es also keine negativen Erfahrungen mit Einblasdämmung gibt, wird es wohl darauf hinauslaufen.

Grüße aus Karlsruhe



Die Zellusole



Kostet ca 60€/m³ liegfern und einbringen.

Viel günstiger wird das mit der Miwo auch net.



Moin,



bei uns waren es ca. 7m Sparrenlänge und unser Flocker hat uns geraten Stellbretter mittig einzuziehen, was wir dann auch getan haben.

Wir haben für Dach und Wand übrigens 49€/m³ bezahlt, rumfragen lohnt sich z.B. auch mal bei "Climacell" gucken.

Gruss, Boris