Außenwand-Dämmung: Mit Vorhangfassade besser als ohne ?

06.08.2012



Hallo,

ich weiß, dass hier Fachleute sind, die sich mit Dämm-Angelegenheiten auskennen.
Deswegen meine Anfrage in diesem Forum auch wenn ich kein Fachwerkhaus habe, sondern „nur“ eine DHH aus dem Jahre 1956 in der Hoffnung, dass mir jemand bei der Beantwortung zumindest einiger meiner Fragen weiter helfen kann.

Vorab einige Info's zur Ausgangssituation:
Die Westseite unserer DHH ist was Putz/Farbe betrifft vor allem im Giebelbereich reparatur-/sanierungsbedürftig. Für diese Wand und für die Nordwand (mit Terrassentür) sind neue Fenster vorgesehen. Wir gehen davon aus, dass nun auch sinnvoll ist „B“ zu sagen und diese beiden Wände zu dämmen. Als Dämmstoff für die zweilagige Hochlochziegelwand (33cm, incl. Putz) dachten wir an Holzfaser oder Zellulose.
Ich würde mich freuen, wenn mir jemand dazu folgende Fragen beantworten:
1. Ist eine Vorhangfassade im Vergleich zur Dämmung ohne Luftschicht hinsichtlich Dämmung, Feuchtigkeitsverhalten, Gefahr der Schimmelbildung, Dauerhaftigkeit, Reparaturfreundlichkeit, Rissbildung grundsätzlich günstiger ?

2. Wie viel Abstand/Luft sollte mindestens zwischen der Dämmschicht und dem „Vorhang“ liegen ?

3. Sind Vorhangfassaden-Dämmsysteme im Vergleich zu einer Dämmung ohne Vorhang bei gleichem Material und U-Wert in der Regel teurer und dicker (Dämm.Systemstärke) ?

4. Ist folgendes System grundsätzlich empfehlenswert, weil funktional und kostengünstig ? Verlattung der Außenwand. Zwischen den Latten Dämm-Material, z.B. Hanf. Darauf Wind-Schlagregendichtung. Darauf weitere Lattung mit abschließenden Putzträger, Putz usw.

5. Ist die Anbringung einer „Dämmschale“ mit eingeblasener Zellulose in der Regel kostengünstiger als ein einfaches Holzfaser-WDVS ohne Vorhang ?(Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es bei Inthermo WDVS-Holzfaserplattensysteme bei dem sogar auf den Putzträger verzichtet werden kann).

6. Holfaserplatten, Zellulose-Einblasung, Hanf-Matten ? Welchen Dämmstoff würdet ihr für die Außenwand-Dämmung bevorzugen ?

Freue mich über eure Antworten .. und andere „Dämmwahnsinnigen“ vielleicht auch.

Gruß aus Ostwestfalen
Renate



Fragen über Fragen...



aber ich lege mal los...

1. Nein und ja, wenn alles sauber ausgeführt wird nimmt sich das wenig... der Nachteil besteht in der Lattung, alos einer Schwächung der homogenen Dämmwirkung, der Vorteil in der mechanischen Beanspruchbarkeit...

2. nach akademischer Meinung sollten das vier Zentimeter sein...

3. teurer nicht unbedingt, aber dicker, siehe 2. ...

4. der Aufbau funktioniert üblicherweise, insbesondere, wenn die Dämmung in zwei Lagen kreuzweise gelattet eingebracht wird...

5. wahrscheinlich nein...

6. Holzfaser oder Hanf, aus dem Bauch heraus, hängt aber natürlich vom Haus ab...

Mal was anderes: Warum blast Ihr nicht Zellulose und Co. in das zweischalige Mauerwerk ein und optimiert ansonsten die Heizung? Oder habe ich bei zweischalig was missverstanden? Zweischalig heißt für mich zwei elfer mit Luftspalt, verbrückt. Da ließe sich ganz gut mit Einblastechnik arbeiten...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Vorhang: kann man machen, muss man aber nicht !



So fasse ich mal deine Antworten zusammen. Vielen Dank dafür.
Du schreibst: "Warum blast Ihr nicht Zellulose und Co. in das zweischalige Mauerwerk ein und optimiert ansonsten die Heizung?"
Kerndämmung ist nicht möglich, da lediglich eine Stoß-/Mörtelfuge zwischen den beiden Mauerschalen vorhanden ist.
Ist deine Frage auch so zu verstehen, dass du in diesem Fall gar keine machen würdest?

Auch dieses "Szenario" haben wir schon erwogen. Sind dann wieder davon abgekommen, weil es hieß, Wand muss sowieso ausgebessert werden und es droht Schimmel, wenn Fenster erneuert werden(die alten sind aus 1986 und defekt).

Würde mich sehr freuen, wenn du dich zu obiger Frage noch mal meldest und deinen Bauch wg. "Vorbehalte" zu Zellulose noch mal befragen könntest. Mein Bauch reagiert ähnlich. Leider kann er mir nicht sagen warum. Ist es vielleicht problematischer in puncto Abgabe von aufgenommener Feuchtigkeit ?

Wünsche dir und dem Forum noch einen schönen Abend.

Gruß vom Wiehen-"gebirge"

Renate



Dämmfassade



Also wir haben uns jetzt bei Fassadendämmungen bei einer Mischung aus Holzweichfaser und Zellulose angekommen, auf eine Unterkonstruktion kommt - wenn die Fassade geputzt werden soll - eine Putzträgerplatte aus Holzweichfaser, wenn eine hinterlüftete Fassade davor kommt eine dünnere Unterdachplatte, ebenfalls aus Holzweichfaser.
Der Hohlraum wir mit Zellulose ausgeflockt.
Gruß aus Lemgo



Kosten



würdest du verraten, was diese Dämmung mit welcher Dämmstärke (ohne Putz) pro qm ungefähr gekostet hat ?

Welcher Putz verwendet wurde ?

Gruß
Renate



Putz



der Putz ist ein Minaralischer Putz der eine Systemzulassung des Holzweichfaserherstellers hat.
Für einen Preis brauche ich noch mehr Infos.
Am besten mal Telefonieren.
LG
SB