Lehmbauplatten und Dampfbremse




Hallo zusammen,
habe ein altes Fachwerkhaus bei dem die Gefache mit 11,5 cm Ziegeln ausgemauert sind. Nun möchte ich im OG einen Raum ausbauen. Vor einigen Jahren habe ich,wie auch in einigen anderen Räumen, von innen einen 11.5 cm YTONG-Stein vorhergemauert(mit etwas Luftschicht zum Aussenmauerwerk, um eine gerade Wand zu erhalten.
Nun möchte ich vor die Ytong-Wand 2 cm Lehmbauplatten auf Lattung mit 4 cm Hanfdämmung anbringen. Der Verkäufer im Baustoffhandel hat mir gersten die Dampfsperre zwischen Lehmbauplatten und Dämmung fehlen zu lassen. Der Hanf würde Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben. Verstehe ichauch soweit. Jedoch habe ich Bedenken dass die Feuchtigkeit auf Dauer die Lattung und den Ytong-Stein beeinträchtigt. Weiterhin schaffe ich mir einen unnötigen Feuchteeintrag in Richtung Aussenwand und Fachwerk von innen.
Wäre für jeden Ratschlag oder Erfahrung dankbar.



Aufbau - Allerlei



Hallo

Risiko 1:
Vormauer im inneren Bereich

Risiko 2:
Luftspalt

Risiko 3:
Holz in der Wand

Risiko 4:
Taupunktverschiebung nach innen

Risiko 5:
noch mal ne "Dämmung" im Inneren drauf machen …

Risiko 6:
das Kuddelmuddel wird nicht besser

… da ist das Problem der "Dampfsperre", ob die nun drin ist oder nicht nur noch sehr marginal …

… finde ich

Florian Kurz



Aufbau-Allerlei II



So geht´s auf keinen Fall: Vormauerungen mit Luft sind potentiell schadensträchtig und begünstigen die Entstehung von Kondensat, Schimmel und verotteten Balken.

Der restliche Aufbau macht auch keinen Sinn; die Verwendung von Dampfbrems- /sperrfolien erst recht nicht.

Innenwandbekleidungen am Fachwerk müssen kapillaraktivsein (ist Ytong nicht, sondern nur porös), hohlraumfrei und diffusionsoffen.

Wenn Sie etwas richtig machen wollen, bauenSie die Ytong-Wand wieder zurück und bringen eine 4-6cm Holzfaserdämmplatte vollflächig und satt (ohne Hohlräume) in Lehm auf das Fachwerk auf.

Alles andere ist hinausgeworfenes Geld mit dem ggf. ein neuer Bauschaden finanziert wird.



Fachwerkinnendämmung



Googeln Sie mal nach UdiIN RECO System von Unger Diffutherm.
Das wäre eine Möglichkeit für Sie in Eigenleistung, aber unter fachlicher Anleitung, zu einer Dämmung zu kommen.
Voraussetzung ist natürlich der Rückbau der Ytongwand.

Viele Grüße



Kann



mich meinen Vorrednern nur anschliessen. In meinem Haus wurde in den 80ern eine angeschlossene Scheune zu Wohnraum umgebaut. Vor die 2-schalige Aussenwand wurde eine Mauer aus grobporigem Stein gesetzt. Die habe ich jetzt weggehauen und dazwischen Unmengen an Schimmel gefunden. Alles was innen angebracht wird muss quasi formschlüssig anliegen. Jeder Luftspalt dazwischen ist eine potentielle Gefahrenquelle.