Renovierung, aber wie? Dämmung und/oder Wandheizung oder Speicherofen?

05.11.2006



Hallo liebe Forumsmitglieder,
habe hier nun schon einiges gelesen und Informationen gesammelt. Aber gerade diese Infos haben unser ganzes Konzept durcheinander gebracht!
Wir haben ein Haus mit Mansarddach von ca. 1930. Wir heizen bisher mit Kaminöfen und im Winter ist es wirklich nur da warm, wo der Ofen steht.
Wir hatten bisher vor, kfw-Bank-finanziert einen Vollwärmeschutz anzubringen und einen Speicherofen anzuschaffen; das Dach zu isolieren, neue Fenster und die Kelleraussenwand zu dämmen.

Jetzt habe ich hier im Forum gelesen, daß dämmen Schimmel und Pilze mit sich bringen und nicht sehr sinnvoll sein soll.
Kann mir jemand tips geben wie wir sinnvoll unser Haus warmkriegen können?

Beste Grüße
Harald Metzler



Ob



eine Dämmung Schimmel verursachen muss halte ich für zweifelhaft. Es gibt genügt Beispiele auch hier im Forum bei denen das nicht der Fall ist. Die Ausführungsdetails sind wichtig, auch das Trocknungsvermögen der Dämmung spiele eine Wichtige Rolle. Eine Wandheizung wirkt hier nicht nur behaglich und ästhetisch, sondern auch bauwerkserhaltend.

Grüße



Eine Dämmung



verursacht keine Schimmelprobleme sondern lediglich deren schlechte Ausführung.
Wenn sie KfW-Mittel in Anspruch nehmen möchten, müssen sie so wie so einen Nachweis über die geplanten Massnahmen führen. Lassen sie sich die Dämmmassnahmen sorgfältig planen, dann wird es keine Probleme geben.



moin, moin



Wäre vielleicht ratsam eine Energieberatung (unabhängig, also kein Verkaufsgespräch einer Firma oder Hersteller) zu vereinbaren. Alle Punkte die in der Frage angesprochen werden treffen auf den Energieberater zu. (Kosten je nach Aufwand 500 - 1500 € incl. MwSt., Zuschuß möglich)
Bin leider z.Zt. noch davor einer zu werden, sonst hätte ich gerne selber geholfen. Kann aber bei Interesse vermitteln.
Generell kann ein Architekt auch hier weiterhelfen, wie die Ausführung am besten und vorallem auf KfW-Basis laufen kann. Bei Interesse bitte Kontakt aufnehmen.
Sonst stimmer ich den Kollegen zu, ist mir bisher auch nicht zu Ohren gekommen, wenn dann generell falsche Ausführung.

Gruß Oikonomides



Ich würde es noch schärfer formulieren



Ausgehend davon das Schimmel durch kalte Wände entsteht, wird eine richtig ausgeführte Dämmung immer das Schimmelrisiko verringern, wenn es diese Gefahr nicht sogar beseitigt.
Alles andere ist eine Falschinformation.



Schimmelpilz bei angebrachter Wärmedämmung kann eintreten, wenn das Bauwerk nicht als Einheit betrachtet wird.



Es ist immer davon abzuraten an einem Gebäude Verbesserungen an einzelnen Bauteilen vorzunehmen, ohne sich über die Auswirkungen auf die anderen Bauteile im Klaren zu sein.
Ein Vollwärmeschutz führt zu einer Absenkung des Energieverbrauchs und damit aber auch zur Absenkung von Oberflächentemperaturen an nicht verbesserten Gebäudeteilen. Dies kann im schlechtesten Fall zur Schimmelbildung führen.
Bei Veränderungen am Gebäude muss man auch die Heiztechnik im Auge behalten. Gerade an ungedämmten Flächen sollte man für Wärme sorgen.

Grüße

Jochen Engelhardt



Ist zwar schon ein Weilchen her,



@Jochen Engelhardt
(wir sprechen von außen angebrachter Dämmung)

Das würde ich jetzt noch mal gerne genau wissen:
Warum soll ein Bauteil bei weniger Energieverbrauch(!) unbedingt kälter werden ?
Selbst ungedämmte Bauteile "profitieren" davon.

(grundsätzlich sollte eine Dämmung natürlich immer alle Teile erfassen)



Energieberatungen,



wie von Udo-Peter Oikonomides beschrieben, werden in manchen Bundesländern gefördert (z.B. "Energiepass"). Darüber sollte Ihr Umweltministerium eigentlich Bescheid wissen. Im Zuge dieser Beratung sollten natürlich nicht nur ein paar Bauteile isoliert betrachtet werden, sondern der komplexe Bau.

Gutes Dämmen wünscht

Thomas