Wandheizung Lehmaußenwand Dämmung; Dachdämmung mit Hanf

08.02.2012



Hallo sehr geehrtes Fachpublikum,

1.Frage:
wir bewohnen ein ca.120 Jahre altes Mehrfamilienhaus. Vor 12 Jahren wurde es leider mit Styropor(10cm)von außen gedämmt worden. Es geht um die 2.Etage (Dachstuhl). Im Zuge des Umbaues planen wir die Installation einer Außenwandheizung. Die Außenwand besteht aus einer 24er Lehmwand im Fachwerk und der besagten Styroporschicht. Kann ich die Kunststoffrohrleitung direkt auf den Lehmstein Verlegen und sie dann einputzen oder ist eine Innendämmung notwendig? Wenn ja, womit am besten (5cm Strohplatte?)

2.Frage:

Ist folgender Wandaufbau ok?:

Dachstein/Lattung/Unterspannbahn/Sparren/23cm Hanf/Dampfbremse/Lattung/Lehmbauplatte

Vielen Dank im Voraus für Mühen und Ratschläge.

Jörg





Wieso wurde das Hause "leider" mit Styropur gedämmt? Wurde mit der Dämmung die Fassade optisch verschandelt?

Zu den Fragen:

1) Eine zusätzliche Innendämmung ist nicht nötig. Die Wandheizung reagiert nicht ganz so schnell wie mit einer Innendämmung. Aber eine Flächenheizung reagiert eh etwas Träger insofern sehe ich dort keine Probleme.

2) Kommt auf die Unterspannbahn drauf an. Wenn diese diffusionsoffen ist, ist's okay. Wenn nicht, würde ich eine HInterlüftungsebene schaffen oder aber es durchrechnen lassen, ob ggf. ein Aufbau mit feuchtevariabler (!!) Dampfbremse möglich ist.



Wandheizung Lehmaußenwand Dämmung; Dachdämmung mit Hanf



zu 1.

Hierzu möchte ich Sie gerne auf unser Forumsmitglied Gerd Meurer verweisen, der kann Ihnen dahingehend Auskunft geben, da er sehr viel mit Wandheizung in diesem Bereich zu tun hat.

zu 2.
vorweg eine Frage zur Mittelbeschaffung, wollen Sie hier KFW-Mittel in Anspruch nehmen?
Sie sollten darauf achten, dass bei dieser Massnahme die EnEv greift, daher ist es wichtig, dass Sie sich im Vorfeld bei einem Energieberater informieren sollten.

Soll die Massnahme sich auf die Einhaltung der EnEV begrenzen, haben Sie etwas mehr Spielraum als bei der Inanspruchnahme von den KFW Programmen 151,152 und Zuschussvariante. Bei diesen Programmen gilt definitiv ein U-wert von 0,14 W/(m²*k)und dieser ist auch einzuhalten.

Grüsse Thomas