Zwischensparrendämmung ohne Dach abdecken

01.03.2007



ICh besitze ein ca. 40 Jahre altes Haus, dessen Dachgeschoß bereits ausgebaut und vermietet ist. Leider ist das Dach garnicht gedämmt.
Zwischen den Dachziegeln und der Tapete befinen sich lediglich 160mm hohe Balken und ca. 5cm dicke Faserplatten.
Es existiert ein relativ hoher trempel, und begehbahre Bühne. Von dort aus sollte das Dämmmaterial eingebracht werden. Zwischen Trempel und Bühne ist ca 150cm Dachschräge.
Welche möglichkeiten gibt es hier, das Dach zu dämmen ohne das Dach abzudecken, zumindest nicht komplett? Dämmmaterial einblasen?



Ich denke



nicht, dass es eine sinnvolle und funktionierende Metode gibt Dämmungen in Dachschrägen einzubauen ohne das Dach von außen und/oder innen zu öffnen.



Nachträgliche Dämmung



Moin Herr Maier,
ein einfaches Einbringen von Einblasdämmung dürfte ausscheiden, da auch bei diesem System eine Dampfsperre
zwingend erforderlich ist. Die dampf-u.WIND!dichte Verlegung wird nicht ohne Weiteres gelingen.
Eine praktizierte Möglichkeit,die sich auch bewährt hat wäre:
-Dachöffung herstellen (Spundloch). Wände/Anschlüsse
reinigen.
-Polystyroldämmung m.Stufenfalz an senkrechtrechter Drempelwand anbringen u.befestigen(event. m.Tellerdübeln)
-Die waagerechte Fläche der Decke bis z.Traufe muß ebenfalls gedämmt werden.
-Anschließend sämtliche Anschlüsse,Fugen und Übergänge in voller Dämmstoffdicke mit hochwertigem Montageschaum winddicht schließen(hier darf nichts vergessen werden!)
Vor dem Schäumen ist es sinnvoll diese Bereiche mit Wasser einzusprühen,der Schaum klebt dann besser.
Bei dieser Ausführung ist zwar keine Dampfsperre vorhanden,jedoch kann Wasserdampf(durch den nicht verschäumten Stufenfalz nach außen diffundieren und hat trotzdem eine ausreichende Windichtigkeit erreicht.
Falls im Dachaufbau eine Unterspannbahn vorhanden ist,sollte man USB-Lüfter in die Überdeckung einbauen,damit eine zügige Entlüftung über die Ziegeleindeckung unterstützt wird.
mit freundlichen Grüßen Peter Schwengler aus Zerbst/Anhalt



Und was ist mit der Dachschräge?



Und wie wird die Dachschräge gedämmt? Von oben und von unten Dämmmaterial einschieben?



Einschieben geht nicht



und auch von den geschäumten Materialien würde ich abraten. Montageschaum schon mal gar nicht.



Das wird doch nichts Halbes und nichts Ganzes!



Sagt man bei uns zu sowas. Sicher Peter es soll möglichst einfach und preiswert sein. Aber wichtiger ist doch das es richtig ist, oder? Ich würde da keine Experimente machen dafür ist ein neuer Dachstuhl zu teuer! Wenn dann die Balken erstmal morsch sind weil sie regelmäßig durch Tauwasser oder Flugschnee(das Wort habe ich heute auf der HAUS 2007 gelesen) belastet werden und nur schlecht trocknen ist der Katzenjammer groß! Also wenn dann bitte fachlich richtig. Bei allem anderen hätte ich doch große Bedenken!

Gruß Marko



Drempelwand



Ich kenne jetzt nicht ihren Grundriss, aber könnte man nicht zuminest die Drempelwand dämmen? Wenn die Drempelwand von aussen gedämmt ist, sollte es kaum Feuchtigkeitsprobleme geben (Feuchtigkeit bildet sich auf der Dämmung, und die kann dann normalerweise durch's Dach weg). Wäre schon mal ein Teil gedämmt.

Kann sein, dass das jetzt Unsinn ist, hängt wie gesagt vom Grundriss ab.

Grüsse
stt



Bingt da was,



nur die drempelwand zu isolieren? die ist ca. 80 cm hoch, ich denke da lohnr sich der aufwand nicht



gewagte Massnahme



Hallo

80 cm sind sicher nicht viel, aber Kleinvieh macht bekanntlich auch Mist. Ich habe ein steiles Krüppelwalmdach mit 1,50 m Drempelwand, da hab ich die Wand von aussen gedämmt.

Mir ging da noch eine etwas gewagte Massnahme durch den Kopf:

Bekanntlich macht eine Innendämmung nur Probleme, es kommt zu Tauwasserausfall und die Konstruktion wird angegriffen. Wenn man aber nur ein bisschen dämmt, so dass der Wasserdampf nur bei hoher Feuchte und/oder grosser Kälte ausfällt, dann könnte man doch vielleicht ein wenig Innendämmung anbringen. Denke ich mir.

Bekanntlich bringen 4 cm Dämm-Material mit lamda 0.04 (W / m K) einen U-Wert von 1 (W / m2 K). Und ein U-Wert von 1 ist schon sehr viel besser als etwa ein U-Wert von 3 oder 5.

Es kommt darauf an, welche Faserplatten bereits da sind (Dämmwirkung, Feuchtetransport).

Vielleicht kann Marko Lindner oder ein anderer Forumsbesucher, der WUFI oder so was hat, für uns rechnen, ob es bei ein paar cm Dämmung schon zu Tauwasseranfall kommt. Würde mich doch sehr interessieren.

Die Lösung wäre sicher weder etwas Halbes noch etwas Ganzes, aber eine Zwischenlösung, die den Dachboden ein wenig schnuckeliger macht und Energie spart, könnte es schon sein.

Grüsse
Stefan Trapp