Aussendämmung

04.10.2004



Hallo,
wir haben ein Sandsteinhaus gekauft, welches um die Jahrhundertwende erbaut wurde. Die Außenmauern sind im Wohnbereich 60 cm dick,die Gewölbekeller-Außenmauern ca. 1m. Wir wollen eine Öl-Zentralheizung einbauen lassen. Jetzt empfehlen uns die Heizungsbauer unbedingt eine Außendämmung aus Mineralwolle aufzubringen. Nach Kfw-Förderrichtlinien muß die Dicke des Aufbaues mit WLG 40 etwa 14 cm stark sein. Da das Haus relativ groß ist liegt das erste Angebot für Dämmung uns Putz schon bei 35 000 Euro. Hat jemand Erfahrungswerte mit dem Beheizen von Sandsteingebäuden im süddeutschen Raum. Ist das ganze nur Panikmache oder müssen diese Gebäude im Verhältnis zu heutiger Standardbauweise(nicht Niedrigenergiehaus)wirklich intensiv beheizt werden. Gibt es vielleicht so etwas wie einen Faktor der dies in ungefähr ausdrückt.

Gruß und Danke
Reinhard/Aalen





moin,

mit sicherheit hilft bei so großen wanddicken keine aussendämmung mehr, sondern eine innendämmung.

vielleicht wär ja eine Hüllflächentemperierung was für dich?

laß dich hier mal inspirieren:
http://www.konrad-fischer-info.de/

ersma,



Sandsteinaußenmauern



Guten Morgen,

es ist völlig richtig, daß bei sehr großen Wandstärken eine Außendämmung keinen Nutzen mehr hat.
Die KfW-Richtlinien sind für so etwas nicht gemacht.
Es kommt vielmehr darauf an
- Kondenswasser auf der Bauteiloberflähe zu vermeiden
- den menschlichen Körper daran zu hindern, ständig Wärme an das riesige wärmespeichernde Bauteil abzustrahlen.
Sieht man von der Möglichkeit ab, sich einen dicken Pullover anzuziehen, dann kann das nur durch eine Innendämmung geschehen.
Wie man die richtig baut, dafür gibt es hier im Forum zahlreiche Hinweise.
zu Konrad F.: Man kann sich über naturwissenschaftlich begründete Sachverhalte auch in einer adäqaten Sprache verständigen, vorausgesetzt man kanns.

Viel Erfolg