HWL als Wärmedämmung




Hallo, heute mal ich mit einer Frage, die ich schon mal irgendwo unbefriedigt beantwortet gelesen hab:


HWL Platten als Innendämmung mit Verputz, sind die effektiv oder eher Nonsens?
Von der Theorie her sind HWL Platten Holzspäne mit jeder Menge Luft darin. Durch den Verputz entsteht eine zirkulationsfreie, stehende Luftschicht, die doch eigentlich recht gut isolierend wirken sollte. Oder hab ich da einen Denkfehler?


Andreas





Hallo Andreas,

den Wärmeleitwert von HWL Blatten solltest Du auch in den Produktdatenblättern der Hersteller finden. Meist liegt der so um die 0.09 W/mK, was etwa doppelt so schlecht wie für z.b. Holzweichfaser ist.

Heißt für den gleichen Dämmwert bräuchtest Du die doppelte Dämmstärke. Vom Preis her wirst Du dann vermutlich nicht günstiger liegen. Auch wäre sicher darauf zu achten ob es Zement oder Magnesit gebundene Blatten sind. Dies ist nämlich ein Unterschied in Bezug auf Dampfdurchlässigkeit und Sorbtionsverhalten.

Ich würde nach Verfügbarkeit und Anwendung entscheiden.

Gruß aus Berlin.



auch im Wiener Wald



würde ich von dem Dämmhumbug abraten

bringt nur Verdruss und spätere Entsorgungskosten

Wenn Pech - dann mehr als nur der Dämmwahn!

FK



HWL als Wärmedämmung



Um es zu relativieren: in meinem neuen Opfer sind im OG HWL als Innendämmung verbaut. Im EG sind es 24er irgendwas und im OG 12er irgendwas plus 12cm HWL. Zum rausreißen sind sie mir zu schade, da eh gratis.

Wandaufbau vina:
- Putz
- HWL ca 12cm
- Irgendwas ca 12cm


Dazu kommen aus meiner alten Bude:
- 16cm Hanfplatten
- Stülpschalung als Außenverkleidung


Ich würde die HWL drinnen lassen, da irgendwie dämmend, gratis und mit Arbeit und Entsorgungskosten verbunden.


Ob Magnesit oder Zementgebunden ist leider nicht erroierbar...


Florian

Dämmhumbug gibt es nicht, nur falsche und zu teure Dämmung. Und teuer ist sie nei mir nicht, da schon vorhanden...


Andreas



HWL als Wärmedämmung



gelöscht wegen Duplikat



Ohne die Zugabe aus der alten Bude...



... hätte ich auf Dauer Bedenken.

Mit der zusätzlichen Außendämmung sehe ich keine Probleme. Das mit der Stülpschalung würde ich mir noch überlegen. Die ist einfach anfälliger als eine vertikale.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Schalung



@ Frank


Dann eher eine Holzverkleidung wie am Giebel meiner alten Hütte?



Andreas



So sieht das einfach ...



... schöner aus und ist konstruktiv langlebiger.

Aber bitte, das ist schon sehr subjektiv.

Was ist denn mit dem Behördenkrieg bei dem Haus geworden?

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



HWL



@ Frank


Mein Haus kommt weg, da der Hochwasserschutz mehr als 230k€ kosten würde. Ich bekomme meinen Einsatz zurück und hab mir schon ein neues Opfer gesucht. Wir warten nur auf das Geld. Das soll vermutlich im Oktober kommen, eine Teilsumme bereits im Juli, da die Gemeinde ihren Teil bereits budgetiert hat.
Bis Ende März muß ich dann alles ausgebaut haben, was ich vom Haus behalten will. Wie ich die Hütte über Winter demontieren soll, dafür hab ich im Moment absolut keinen Plan.
10 Leute 3 Tage... aber woher nehmen...

http://www.noen.at/lokales/noe-uebersicht/wienerwald/aktuell/Hochwasser-Haus-muss-weg;art2699,380350



Andreas



Gegen so einen Zwangsabriss würde bei uns...



... ein Blaukehlchen im Vorgarten helfen.

Ich bewundere Deine Ausdauer und wünsche viel Gelingen im neuen Projekt.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Bockmistkäfer



@ Frank


Ich sehe es positiv:

Jetzt 70m² - dann 230m²
jetzt 7 to - dann 3 tonnen Heizmaterial pro Jahr
jetzt Strasse vorm Haus - dann Ruhelage
jetzt 700m² dann 2010m² Garten
jetzt 2 Zi, Kü, Bad, Flur - dann 6 Zimmer, Kü, Bad, Flur, Terrasse, Wintergarten in der Durchfahrt...


Jetzt Erfahrungen in der Sanierung gesammelt, dann mit Erfahrungen neu sanieren.


Außerdem, die jetzige Hütte währe trotz Sanierung und einen Restwert nach Sanierung von 160k€ unverkäuflich, da die Lage zwischen Bach und Strasse und ohne Nachbarn trotz Ortsmitte suboptimal ist.



Wenn ich an die Hochwässer der letzten Jahre denke, an die Angst, daß es immer weiter steigt und mein Lebenswerk unwiederbringlich zerstört...


...ich würde jedes Blaukehlchen eigenhändig erwürgen....sfg




Andreas



Wenn



es sich irgendwie ausgeht, würde ich durchaus zumindest einen Tag mithelfen. Irgendwie finden wir schon genug Leute!



Hilfe



@ Kellergassenkatze


Danke schön für das Hilfsangebot. Es kann aber passieren, daß ich drauf zurück kommen muß.
Im Prinzip muß ich versuchen, im März innerhalb eines Wochenendes den kompletten Dachaufbau runter zu bekommen: Dachziegel, Sparren, Schalung, Deckenbalken.
Wenn Platz zum Stellen eines Kranes währe, hätte ich von Prangl das Dach komplett in einem Hub abnehmen lassen.



Alternativ würde ich den kompletten Aufbau auch verkaufen. Als Garagendach oder Scheunendach ist der Aufbau ideal: 19m lang und 6m tief....



Andreas



Hallo Andreas,



10 "Leute" / 3 Tage - willst Du den Dachstuhl gleich wieder aufstellen?
Sind zwar ein paar Kilometer, biete Dir aber trotzdem meine Hilfe an.
Gruß Walter



Wenn



es sich zeitlich ausgeht, kannst du mein Angebot durchaus ernst nehmen!

Wenn wir irgendwo auch nur annähernd ausreichende Mengen Zwischenlagerplatz hätten, würde ich ja schon einmal Interesse am Dach anmelden, aber so... weil irgendwann ist beim Haus von meiner Oma vermutlich der Dachstuhl fällig.



Dachstohl



@ Walter

Nein, ich kann den Dachstuhl selbst leider nicht gebrauchen, da das letzige Haus 6x19 m ist und das neue 8x19m ist, da paasst nix hin.
10 Leutee 3 Tage deshalb, weil die Ziegel nur händisch runter zu nehmen sind. Muß also eine Kette gebildet werden. Ich hab die vorletztes Jahr mit einen Eigenbaukran raufgebracht...

@ Kellergassenkatze


Lagerplatz brauchst Du nicht viel, alle Sparren und Balken sind max 4,70 lang, Ziegel sind ees 6 Paletten. Alles in allem vielleicht 30m²...

Über den Preis können wir reden... Montagehilfe kann ich auch anbieten...


Andreas



Naja



1:1 übernehmen können wir den Dachstuhl leider sowieso nicht, da hier das Haus L-förmig ist. Aber von den Maßen sollte die Sache ganz gut hinkommen, die Ziegel können wir - sofern die Gemeinde sie akzeptiert, die sollen da etwas heikel sein - auf alle Fälle verwenden. Rein optisch sehe ich aber keine Probleme. Die derzeitigen Ziegel lösen sich langsam aber sicher auf, unten können wir regelmäßig größere Mengen Ziegelstaub wegkehren.



Zum Dach:



habe mit meinem Vater geredet, der meint in absehbarer Zeit (5-10 Jahre) machen wir uns um das noch keine Sorgen, sprich wir haben für die Teile leider keine Verwendung. Das Hilfsangebot steht aber weiterhin.

Zum Haus selber: ich vermute, ich hab grade ein ähnliches Objekt in Arbeit. Die Außenwände sind entweder innen oder komplett mit HWL-artigen Steinen gemauert, die Innenwände teils aus Lochziegeln, teils aus Beton-Hohlblocksteinen und zu guter Letzt (genialerweise die Wohnungstrennwand) anscheinend Holzständerwerk, Spalierlattung und Putz. Baujahr ist 1959/60 (Baupläne von Ende Februar 59 datiert). Hellhörig wie nur irgendwas und ziemlich kreativ geschnitten, kaum ein einziger rechter Winkel und die ganze Wohnung ist von Hohlräumen und Schächten durchzogen wie ein Schweizer Käse.



Hallo Andreas,



entschuldige bitte, das mit dem Wiederaufbau war ein Spaß. Bin und bleibe eben ein böser Mensch.
2 Werfer, 2 Fänger und Werfer, 2 Fänger und 4 paar gute (gefütterte / gepolsterte) Winterbauhandschuhe genügen um beide Dachhälften in 4 - 6 h abgedeckt zu haben. 2 Leute und 1 h und die Lattungen sind drunten ...
2 Mann zum aufräumen brauch´s auch noch beim Abdecken. Am 2. Tag genügen 6 Mann. Und Du, als Chef, bitte auf dem Boden und am Steuer. Oben leiten 1 - 2w gute Leute die Arbeit, denen Du unten den Rücken freihälst.
Das Essen sollte nicht von McKotz kommen, gefragt sind Kalorien und Saftschorle zum verdauen. Am Abend Lagerfeuer und Grillen, o.ä., sind gute Motivation um am nächsten Morgen sich verschlafen anzugrinsen. Dumme Sprüche gibt´s den ganzen Tag und Abend.
Gruß, Walter
Wenn´s an Leuten hakt - die Zimmererinnung kann Auskunft über Walzler und deren Ausbilder geben. Manchmal trifft man die auch auf der Straße.
Nageleisen, Latthämmer, Fäustel und Vorschlaghammer sollten vorhanden sein. Bei guten Leuten bedeuten auch Spielereien wie "Zimmemannswinkel" nur geringe Lateralschäden.



Dachabriss



Hallo Walter


Der erste Teil geht nicht, mit 4 Leute kann man die Ziegel nur noch in einen Container hauen. Das Dach ist 4,5m schräge Länge, dazu 3 m von der Rinne bis zum Boden, auf der Bachseite 5m. Zum containern sind die Ziegel nach 2 Jahren liegend zu schade.
Latten runter ist keine Schwierigkeit, ABER DANN: Schalung mit Ringrillennägel genagelt. Die Sparren sehen hinterher aus wie Igel, die Nägel ziehst Du durch die Bretter.
Verpflegung ist kein Problem, ich mach DEUTSCHE Kartoffelsuppe mit Bockwurst, dazu Ostdeutschen guten Kaffee, abends Bier am Lagerfeuer aus dem Dachstuhl...
Auch Quartier währe kein Problem, Frühstükspension ist gegenüber, zahle ich...

Nur, ich brauch verlässliche Leute...am Ende des Winters...



Kellergassenkatze

unser neues Objekt ist auch so ähnlich, gemauert mit sieht wie Blätonkügelchen aus. Innen mit HWL isoliert.
Der Verkäufer hat erklärt, das Dach wurde vor ca 10 Jahre gemacht. Aber ich werde es komplett neu machen, denn ich hab bei meinert jetzigen Hütte gesehen, daß die Balken teilweise gut aussahen und beim Dachbau dann zerbröselt sind.
Da wir einen Teil des Obergeschosses eh noch ausbauen müssen und eine Stahlbetondecke drauf muß, wird die andere Hälfte auch gleich nachbetoniert und dann ein neuer Sparrendachstuhl drauf kommen.
Wat fertisch dat fertisch... und auf die 3k€ fürs neue Holz kommt es dann auch nicht mehr an...

Wo wohnt denn eigentlich Dein Haus?



Andreas



Hallo Andreas,



gut, die Qualität der Ziegel kenne ich nicht. Wenn sie schon beim abdecken zerbrechen, macht es nicht unbedingt Sinn sie aufzuheben.
Von 4 Leuten war keine Rede, sondern von 6. Von denen sollten aber 4 (3) eine Ahnung davon haben, was sie machen. 6 deshalb, damit man einen sehr großen Teil in 2 Gruppen abdecken kann.
Deine Abstände sind nicht im obersten Bereich. In Stuttgart sind Ziegel bei uns auch 8 - 12 m geflogen. Und das war im 4. / 5. Stock an einer 45° Straßenecke, wo beidseitig ständig Verkehr war. Abwärts ging´s dann natürlich ohne Fänger in den Container. Dieser Job war natürlich nur für den Meister und mich. Ziegel springen, auch in Teilen, ganz gern wieder aus einem 6 m³ Container und mehr wurde nicht genehmigt.
Da Deine aber Pfannen mit ~ 1 kg mehr Gewicht sind, brauchen die Fänger eben Wintehandschuhe mit dickem Futter innen. Geht zwar auf 5 - 6 m auch ohne Futter. Aber, ständige, Pausen zum ausruhen der Gelenke und entspannen der Muskeln sind auf privaten Wochenendbaustellen nicht so toll.
Wir haben privat aber auch schon ein Familienhütte mit 14 x 16 m von Fr. 10 - Sa. 20 Uhr umgedeckt. Drauf kam noch eine vorher nicht vorhandene Schalung. 8 Mann zum Decken, 3 Frauen zum Aufräumen und Kochen. Da man übers Dach die Rückseite decken mußten und die Hütte vorne 9 m hoch war, eben mit Dachaufzug.
Auf einer anderen Baustelle sind sogar Betonziegel bis zu 6 m geflogen.
Nicht ohne Grund kam der Rat, über die Innung, Wandergesellen zu suchen. Die brauchen, wie ich, nur 1 Feldbett, und freuen sich hinterher über ein paar Euro Wegzehrung. Die Feldbetten kann man sich von Hilfsorganisationen oder Kommunen ausleihen. Die Wandersleut haben dafür den Vorteil, daß sie kostenlos fahren - oder eben laufen. Wenn´s Datum bei denen im Buch steht, sind die, auch wie ich, einen Tag vorher da. Zum Kennenlernen und ggf. Vorrichten, wie man´s zum arbeiten selbst braucht.
Brennholz und frostfreies Klima darfst Du vorher besorgen. Am besten sogar warm. Damit es keine durchgeschwitzte Winterkleidung und daraus folgernde Erkältungen und Muskelzerrungen gibt.
Gruß Walter



Viel



Erfahrung habe ich nicht, aber die Ziegel kommen mir älter als 10 Jahre vor. Die Lattung sowieso, aber die muss beim Neudecken nicht unbedingt erneuert worden sein, wenn die Abstände gepasst haben.

Wenn die Innenwände bei euch auch aus diesen Hohlsteinen sind, wirst du das Zeug noch verfluchen lernen! Wir sind beim Steckdosen setzen ständig durchgebrochen, vor allem, wenn wir tiefe Dosen setzen wollten, um den notwendigen Drahtsalat besser unterzubringen. Und das obwohl wir mit der Bohrkrone gearbeitet und dann den Kern händisch ausgestemmt haben. Wenigstens scheint bei euch der Grundriss sinnvoller zu sein, bei meinem Patienten gibt es keinen einzigen rechten Winkel und unzählige Schächte und sonstige Hohlräume.

Wie die WOhnungstrennwände wirklich aufgebaut sind, würde mich auch noch interessieren - sie sind unverkennbar hohl, klingt beim Dagegenklopfen wie Gipskarton o.ä., und der heimwerkerfahrene Nachbar hat was von Schilf erzählt. Also wohl Ständerwerk mit Lattung und Putzträger.

An einer der mit HWL gedämmten Außenwände haben wir übrigens gestern beim Abbau von Einbaumöbeln verdächtig nach altem Schimmel aussehende Stellen gefunden.

Unser eigenes Haus wohnt im nördlichsten Weinviertel, in der Gegend von Bernhardsthal. Unseres hat ca. 60m2 Wohnfläche auf 400m2 Grund, das meiner Oma gegenüber etwas mehr. Also beide sind winzig. Beim einen gibt es ein ca. 20 Jahre altes Bramac-Dach auf altem Dachstuhl, beim anderen einen Mix aus Tonziegeln, Bramac und Eternit-Rhombusschindeln, alles von ca. 1971 und auf dem alten Dachstuhl. Für die Eternitschindeln wurde der Dachstuhl ausgeglichen und neu gelattet, am vorderen Teil ist noch die Originallattung für Biberschwanz/Wiener Taschen (das ist der exakt rechteckige Bruder des Biberschwanzes) in Doppeldeckung.



Ich



korrigiere den Befund über die Wohnungstrennwände. Diese bestehen tatsächlich aus beidseitig Putz und 3cm Schilfdämmplatte über den üblichen Hohlblocksteinen. Fürchterlich wacklige Sache, neigt extrem zu Rissen! Die offenbar gewünschte Schalldämmung(?) wird auch nicht erreicht.

Meine ehrliche, persönliche Meinung ist ja... "Eireißn de Hittn, safurt!", aber das steht irgendwie nicht zur Debatte... und es dürfte genug Leute geben, die so eine Wohnung mieten, insofern kommt für die Eigentümerin Geld ins Haus.