Dämmung vorgehängte Fassade - Spalt zwischen Mauerwerk und Grundlattung



Dämmung vorgehängte Fassade - Spalt zwischen Mauerwerk und Grundlattung

Hallo zusammen,

ich Dämme zurzeit meine Fassade in Form von einer vorgehängten Fassade. Die Dämmstärke ist 120mm.
Die Dämmung ist wie folgt aufgebaut:

1.) vertikale Grundlattung (60mm) mit Dämmung (Steinwolle)
2.) horizontale Traglattung (60mm) mit Dämmung (Steinwolle)
3.) 2cm Luftspalt
4.) Blechverkleidung und Fassadenpaltten, welche ich verputze.

Nun ist mein Haus nicht mehr das jüngste und somit die Wände etwas schiedf und uneben. Dann kommt es auch hier und da mal vor, dass die Holzlattung etwas schief ist. Dadurch habe ich ab und zu mal einen Luftspalt zwischen der Grundlattung und dem Mauerwerk. Ist das ein größeres Problem? Sollte ich den Luftspalt mit PU-Schaum ausspritzen oder "einfach" lassen? Dadurch dass ich die Lattung kreuze und nochmal dämme, kommt ja nochmal Dämmwolle drüber.

Im Anhang ein Foto, wo man sehen kann was ich meine.

Grüße Thieseba



Kein Problem



wenn sichergestellt ist, dass Ihre Dämmung nicht hinterströmt werden kann. Dies können Sie nur mithilfe einer Winddichtabklebung erzielen, welche in Ihrem Aufbau wohl noch nicht vorgesehen ist.

Dazu wird eine Diffusionsoffene Unterspannbahn verwendet, die gibt es von einer Vielzahl von Herstellern. Sollte einen möglichst kleinen sd-Wert vorweisen.

Gute Erfahrung konnte ich mit den Unterspannbahnen von Würth machen.

Was soll das für eine Blechkonstruktion sein, die Sie davorbauen möchten?

Tipp:
Solange die Unterspannbahn noch nicht angebracht ist, bitte die Wolle regensicher abdecken!



Winddicht wirklich notwendig?



Hallo,

ist die Unterspannbahn wirklich notwendig?
Wenn ich mir die Aufbau?bersichten von hinterl?fteten Fassaden anschaue, dann wird das mal so und mal so erkl?rt. Mal mit und mal ohne Unterspannbahn.
Ich habe meinen Energieberater extra auf dieses Thema angesprochen. Er hatte gesagt, dass ich die Unterspannbahn nicht brauche.
Eine Wand ist ?brigens schon zu. Da kann ich die gar nicht mehr anbringen.

Zu deiner Frage mit de Blech.
Ich verkleide meine Wetterseite mit einem Fassadenblech von Siegmetall (Siegfalz Premium).

Gru? Sebastian



Fassadenverkleidung



Warum fragst du erst jetzt, nachdem ein Teil fertiggestellt und nicht mehr zugänglich ist?
Wäre es nicht sinnvoller sich vor Beginn der Arbeiten nach Konstruktionsmöglichkeiten zu erkundigen?

Wie kommt nach der Querlattung die Hinterlüftung zustande?

Oder sollen nur dünnere Dämmplatten verwendet werden?

Bei Metallplatten mit möglicherweise starkem Kondenswasseranfall würde ich direkt unter den Platten eine dauerhafte Traglattung anbringen, Lärche oder ggf verzinkte Metallprofile.

Montageschaum wäre absolut ungeeignet.
Um Hinterströmung zu vermeiden Fugen und Zwischenräume mit dem Fassaden-Dämmmaterial ausfüllen.
Besser wäre zB Zellulosedämmung zwischen Stegträgern gewesen, die unebene Wandflächen vollständig bedeckt hätte.
Kapillar leitfähige Dämmstoffe wie Zellulose, Holzfasern etc sind günstiger zur Feuchteverteilung und -ableitung.

Bei Mineralwolle (wie auch Glaswolle) würde ich eine Winddichtung/Fassadenbahn verwenden um Durchströmung und Wärmeverluste der äußeren Plattenschicht zu vermeiden und auch um Feuchtigkeitseintrag durch Kondenswasser und ggf Undichtigkeiten zu vermeiden.
Mineral- und Glaswolle verliert im Gegensatz zu ökologischen Dämmstoffen schon bei sehr geringer Feuchtigkeitsaufnahme sehr stark an Dämmwert und gibt Feuchtigkeit kaum wieder ab.

Andreas Teich