Dämmung der Obergeschossdecke verstärken

01.10.2009



Liebe Community,

ich möchte die Dämmung der Obergeschossdecke in meinem Haus verstärken, und damit verbessern.
Die Decke besteht aus Holzbalken an denen von unten alukaschierte Mineralwolle befestigt ist.
Aus der Sicht der Wohnräume sieht der derzeitige Aufbau folgendermaßen aus:
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Rauhfasertapete
Rigipsplatten
Alukaschierung der Mineralwolle
Mineralwolle zwischen den Holzbalken.
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Auf dem Dachboden kann man also die Holzbalken mit der dazwischen eingebrachten Mineralwolle sehen.
Der Dachboden ist zur Zeit nicht begehbar, es sei denn, man balanciert auf den Balken.
Die Stärke der Holzbalken läßt eine zusätzliche Dämmung von ca. 12 cm - 14 cm zu.
Ich möchte jetzt die Dämmung um eben diese ca. 12 cm - 14 cm verstärken, und darauf dann Rauhspunddielen verlegen.
Nach allem, was ich auf diesen Seiten gelesen habe, würde ich mit diesen Maßnahmen die Diffusionsfähigkeit der Obergeschossdecke zum kalten Dachboden hin nicht beeinträchtigen, die Dämmung aber erheblich verbessern. Meine Frage zielt jetzt darauf, welches das optimale Dämmmaterial für diesen Zweck ist. Es sollte sich mit der vorhandenen Mineralwolle "vertragen" und leicht zu Verarbeiten sein, weil die freien "Holzfächer" z.T. sehr klein sind. Wäre Klemmfilz dafür geeignet? Das Hauptproblem sehe ich ohnehin an den Rändern - wo der Fußboden an die Dachfläche stößt - weil das Dach selbst nicht isoliert ist - die Pfannen sind in sog. Pappdoggen eingepackt (Das hat man wohl vor 20 Jahren bei ungenutzten Dachräumen noch so gemacht). Da ist also die Frage: Wie komme ich möglichst dicht an die Dachfläche heran ohne die neu einzubauende Fußboden-Dämmung eventueller Feuchtigkeit auszusetzen. Der
Dachboden soll auch mittelfristig nicht ausgebaut werden. Der geplante Bodenbelag soll nur die Begehbarkeit ermöglichen, sodaß man komfortabler ab und zu mal nach dem Rechten sehen, und den Bereich besser reinigen kann, wenn dort mal wieder Wespen genistet haben.
Ich würde mich über konstruktive Vorschläge sehr freuen.

Herbert



Hallo Herbert,



eigentlich kannst du alles ausser Styro nehmen und wenn schon MiWo oder Steinwolle, dann nicht Alu-kaschiert. Was das beim Verarbeiten mit deinen Atemwegen und deiner Haut macht, weisst du ja hoffentlich....also Feinstaubmaske, Einweganzug und dichte Handschuhe und dann fröhlich losgeschwitzt.....
Angenehmer sind Hanfdämmatten (halt auch teurer), die dünnen zumindest lassen sich den langen Weg gut reissen.

An den Rändern, musst du halt kriechen - wieso soll das da feucht werden?

Gruss, Boris



Hallo Boris,



danke für die Antwort. Bezüglich der div. Dämmmaterialien werde ich mich noch intensiver informieren. Ich dachte bis jetzt, daß das Thema lungengängiger Faserwerkstoffe seit einigen Jahren zumindest entschärft ist. Deswegen will ich das vorhandene Material auch überhaupt nicht anrühren.
Auf jeden Fall - vielen Dank und ein schönes langes Wochenende.

Gruß

Herbert