Dämmung über 2 Etagen

24.12.2014 1.2.3.4.5.6.7



Hallo und Frohe Weihnachten!

trotz einiger Recherche hier im Forum habe ich leider keine Lösung für mein Problem der Zwischensparrendämmung über 2 Etagen gefunden. Die Frage die offen ist - wie kann ich die Dampfbremse aufbauen, wenn das gesamte Dach über 2 Etagen geht. Der Dachbruch ist genau auf Höhe der einen Zimmerdecke (siehe Skizze). Kann ich die Dampfbremse um die eine Pfette herum in den Raum (rote Linie) bis zur Decke führen oder muss ich die DB um die Pfette auf der Außenseite (grüne Linie) führen? Wenn außenrum: wie gehe ich dann mit den Sparren um, welche ein flächendeckendes Durchziehen bis in die nächste Etage verhindern? Wird an diese dann die DB geklebt oder gibt es sonst dort Wasseransammlungen???

An die Innenseite werden dann GK-Platten inkl. Untersparrendämmung angebracht

Der darüber liegende Dachstuhl soll nächstes Jahr gedämmt werden.

Alternativ: kennt jemand in Köln einen Dachdecker, welcher mit solchen Dachkonstruktionen Erfahrungen hat?

Gruß

Andreas



Die Dampfbremse gehört auf die Innenseite der Dämmung,



Hallo Andreas,

auf die Außenseite gehört lediglich eine Windbremse bzw. die Unterspannbahn. Ich würde die Dämmung und Dampfbremse/Sperre ohne Unterbrechung durch die Zwischendecke hindurchführen. Besonders Aufmerksamkeit gilt generell den Durchdringungen und Bauteilanschlüssen, diese müssen sorgfältig ausgeführt und dampfdicht sein, ansonsten kann es zu Kondensatausfall in der Dämmung kommen. Konstruktionen dieser Art und mögliche Probleme wurden hier schon ausgiebigst diskutiert.
Bitte einlesen unnd wenn der Aufbau feststeth, vielleicht hier nochmal detailiert beschreiben und zur Diskussion stellen.

Es gibt auch Konstruktionen mit Hanfdämmung die ohne problemanfällige Dampfsperre auskommen.
Dies funktioniert jedoch nur mit kapilarleitfähigen Dämmstoffen und nicht mit Mineralwolle.

Frohes Fest

Detlef



Noch nen Foto



Moin Detlef,

ich habe noch ein Foto hochgeladen, welches die Problematik hoffentlich noch besser beschreibt.
Die DB kommt auf die Rauminnenseite - klar. Wo ich mir unsicher bin ist der häufige Übergang zwischen den Sparren, der Pfette und der Decke.

Wenn ich Dich richtig verstehe, empfiehlst Du, die DB entlang der rot gepunkteten Linie zu führen und dann die Decke zu durchbrechen und die Folie komplett nach oben durchzuführen- richtig? Zwischen den Sparren dürfte das kein Problem sein - wie gestaltet sich dann der Folienübergang an den Deckensparren? Ich kann diese nicht komplett ummanteln ohne die gesamte Decke der Etage runterzuholen :/

Andreas





Hier noch ein Foto der anderen Wand ...

P.S.: kennt denn jemand ggf. einen erfahrenen Dachdeckermeister in Köln?

P.S.2 bekomme das Bild hier im Forum nicht gedreht dargestellt :/



Dachdämmung Mansarddach



Hallo Andreas
Ich habe in meinem Altbau von 1910 -zwischen Bonn und Köln- eine ähnliche Konstruktion, allerdings habe ich die Dachkonstruktion komplett erneuert- die Situation entspricht jedoch weitestgehend deiner.
Kannst du Pläne mailen, aus der die Größenverhältnisse, geplante Nutzung etc hervorgehen?
Soll die Dachdeckung auch erneuert oder sonst irgendetwas an der Konstruktion geändert werden?
Soll der Dachboden als (neuer?) Wohnraum genutzt werden?
Die Ausführung der Dämmung hängt mit den anderen Fragen zusammen.
Wann sollen die Arbeiten begonnen bzw auch beendet werden?
Du kannst mir zu den Fragen auch gerne eine Mail schreiben
Andreas Teich



Weiterer Lösungsansatz



Moin!

Nach einer (fast) schlaflosen Nacht frage ich mich grade ob ich nicht 'einfach' die ganze Decke des Raumes und der ganzen Etage (ca. 60qm) von der Rauminnenseite her mit einer DB /Untersparrendämmung/GK Konstruktion versehe. Damit müsste ich doch die ganzen Gefahren einer undichten Stelle besser vermeiden -oder? Außerdem müsste dadurch das Problem der Durchgängigkeit der DB bei einer späteren Dämmung des darüberliegenden Dachstuhls minimieren da ich von der Dachstuhlseite her die Dämmung weit nach unten bis zur darunterlegenden Etage ziehen kann...

@ Andreas: Pläne maile ich gleich. Vorab: der Dachstuhl soll nächstes Jahr (wenn wieder Geld da ist) zum Wohnraum ausgebaut werden. Neue größere Fenster und dann logischerweise mit Dämmung ...



Dach luftdicht ankleben



hallo Andreas
Wenn nicht gleich das komplette Dachgeschoß zu Wohnzwecken ausgebaut werden soll ist's techn wesentlich einfacher und zuverlässiger,
wie du schon erkannt hast, auf die komplette Dach- und Deckenbalkenlage
unterseitig eine durchgehende Dampfbremse zu verlegen.

Gerade bei alten, nicht scharfkantigen Balken eine 100% ig luftdichte Ebene herzustellen ist schon eine Herausforderung, wenn jeder einzeln luftdicht abgeklebt werden muß
-Schäden bemerkt man leider oft erst zu spät.

Wo in Köln steht denn das Haus?
Willst du selber oben wohnen oder wird es vermietet?
Soll eine komplette Wohnung inkl Bad und Küche installiert werden und gibt's eine Treppe in die Dachspitze?
Nimmst du Dachfenster oder Gauben und welche Dämmung?
Sorptionsfähigkeit des Dämmstoffes wäre wichtig, um Rücktrocknung zu ermöglichen.

Andreas Teich





Wir wollen die Etage als "Schlaf"-Etage nutzen. D.h. Es wird ein Bad und sonst reine Schlafzimmer geben.
Der Dachstuhl ist noch vollkommen ungedämmt und Fenster sollen dann, wenn der Dachstuhl gedämmt wird, eingebaut werden. Kann aber budgetbedingt noch was dauern :/

Der Aufgang in den Dachstuhl liegt vor dem Eingang in den von uns genutzten Teil der Etage ... Wird aber noch eine interessante Aufgabe hins. Dämmung ....

Gruß und Danke für Deine Antwort.
P.s die Pläne sind unterwegs



Dachausbau



Ihre Fragen lassen sich am besten im Zusammenhang mit der kompletten Ausbauplanung des Dachstuhls beantworten. Dazu müssen alle Anschlußpunkte des Dachstuhls freigelegt und auf ihren Erhaltungszustand und ihre Verwendbarkeit für den Ausbau hin untersucht werden. So sollte vor einem Dachausbau zu Wohnzwecken immer die Deckenkonstruktion auf ihre statische Eignung überprüft werden, da die Balkenlage ursprünglich nur für eine geringere Belastung ausgelegt worden ist (ca. 1,0 kN/m2 statt heute 2,5 kN/m2)

Die Anforderungen an díe Dampfbremse ergeben sich aus dem Gesamtaufbau des Daches, der bisher nicht bekannt ist. Ich gehe davon aus, das die Hinterlüftungsebene (Konterlattung) fehlt, was eine Dachdämmung erschwert, da die 2. wasserführende Ebene (Unterspannbahn/Unterdeckbahn) nicht vorhanden ist und gegen die Lattung bzw. die Eindeckung nicht direkt gedämmt werden kann.

Bei den Überlegungen zum Ausbau Ihres Dach müssen Sie weiterhin bedenken, daß dieser bauantragspflichtig ist und insbesondere Belange des Brandschutzes, und des 2. Fluchtweges berücksichtigt werden müssen. Auch muss die konstruktive Einbindung der Dachstuhlkonstruktion in die Gebäudeabschlußwände zur angrenzenden Bebauung brandschutztechnisch gelöst werden.

Weiterhin müssen die Anforderungen der EnEv an die Gebäudedämmung beim Dachausbau erfüllt werden. Auch der Schallschutz der eventuell nur einschaligen 24cm-Gebäudetrennwand sollte planerisch überprüft werden. Sie können beim Dachausbau mit einer vorgesetzten Trockenbaukonstruktion den Schallschutz zum Nachbarn deutlich verbessern.

Für dieses komplexe Dach sollte die Umbauplanung nach einer Bestandsaufnahme erfolgen. Auch bzw. gerade dann, wenn ein Ausbau in mehreren Stufen zeitversetzt erfolgt, sollten die Übergänge der Ausbauphasen sauber vorgeplant werden, um einen späteren Aufwand für Anarbeitungen zu vermeiden.



Autsch



Hm. In erster Linie wollte ich erstmal diese windoffene Wärmesenke dämmen, damit nicht 70% der Energie durchs Dach flöten geht. Das wird auch mein Ziel weiterhin sein da ich Mitte März einziehen muss und quasi nur jetzt die Möglichkeit habe was an der Dämmung der Etage (erstmal ohne Dachstuhl) zu machen. Wenn ein Ausbau des Dachstuhls eine noch größere Baustelle wird habe ich nächstes Jahr Zeit mich drum zu kümmern...

Andreas