Wie dämme ich richtig?




Hallo, wir bewohnen ein altes Bauernhaus in Ostthüringen, und planen für das kommende Jahr den längst überfälligen Ausbau und Dämmung des Obergeschosses. Das Erdgeschoss ist Teils Lehm und doppeltes Ziegelmauerwerk(24er/ca.7cm Luft/12er Mauerwerk). Darauf die übliche Balkendecke(Fussholz/Deckenbalken/Fussholz-Fachwerk).Die Außenwände im OG bestehen wie erwähnt aus 14er Fachwerk, vermutlich komplett mit Lehm(stock) ausgefacht. Die Nordseite ist im Außenbereich mit Schiefern verkleidet, welche(bedauerlicherweiße?) vor wenigen Jahren erneuert wurde. Daher ist eine Dämmung im Außenbereich nicht mehr möglich.
Nun ist ja eine Innendämmung alles andere als Optimal, zwecks innenliegendem Taupunkt.
Nun habe ich mi9ch schon mit anderen Maurern, Maurermeistern und betroffenen Bauherren unterhalten, um Informationen zu sammeln. Ein Bekannter, der ähnliche Vorrausetzungen bei seinen Modernisierungen vorgefunden hat, hat innen eine Gasbetonwand davor gesetzt, wärent andere den Dämmwert einer 10er Gasbeton-Wand für lächerlich halten.Ein Arbeitskollege(Mauerermeister) hat in seinem Fachwerkhaus innen (aus Zeitgründen!)eine Trockenbauwand mit 50er Profilen gezogen und 70 Dämmung "reingestopft", ohne Folie zu ziehen. Er hätte aber, wenn er mehr Zeit gehabt hätte, auch eine Gasbetonwand bevorzugt.Dieser hat auch gesagt, das eventuell entstehendes Kondenswasser am innenliegenden Taupunkt bei alten Fachwerkwänden verdunsten kann, da diese ja nie richtig Wind-bzw. Luftdicht sind, weshalb er auf die Folie verzichtet hat(um eine "abgesoffene" Dämmung zu vermeiden.

Was ist denn nun besser, ohne zuviel Wohnraum zu verlieren?

PS: da ich Selbstständig bin(Holzbau, Trocken- und Innenausbau)hab ich ja mehr oder weniger öfters mit diesem Fachgebiet zu tun, und hab mir natürlich auch eine Variante überlegt:Innenraum erstmal komplett Entkernen, eventuell eine dünne Sauberkeitsschicht zwischen den Deckenbalken auf die viel dickeren Mauern des EG Betonieren oder Mauern, darauf eine Trockenbauwand stellen und dann erst mit entsprechender Dämmung erstmal die Luft zwischen Fachwerkwand und Trockenbauprofilen ausdämmen, danach Trockenbauwand mit entsprechend dicker Dämmung dämmen.Auf den Trockenbauprofilen würde ich dann die Folie anbringen, unten auf der Erdgeschossmauer verkleben und bis hoch ins Dachgeschoss ziehen. Danach doppelt Beplanken.
Aber ob das so sinnvoll ist, weiß ich leider auch nicht.


Was habt Ihr für eine Meinung dazu?



Alles,



was Hohlräume schafft, ist bei Fachwerk vom Übel ;-)).
Was sich bewährt hat, sind homogene, diffusionsoffene und kapillar leitfähige Konstruktionen. Holzweichfaser- oder Hanfdämmung in Lehm gebettet, und mit Lehm- oder Kalkputz versehen. Eine Wandheizung ist hier bestens geeignet.
MfG
dasMaurer