Trittschalldämmung unter Dielenboden nach Schwammsanierung im Altbau

12.01.2008



Hallo!
Folgende Frage konnte ich in diesem Forum bislang nicht beantwortet finden:
Nach einer fachgerecht durchgeführten Schwammsanierung in einem Altbau soll eine Trittschalldämmung unter die neu zu verlegenden Dielen installiert werden.
Pavatex Holzweichfaserplatten mit Nut und Feder oder Kokosfaserdämmstreifen kommen nicht in Frage, aufgrund des ehemaligen Schwammbefalls.
Die alten Dielen lagen auf einer Holzbalkendecke mit Lehmeinschub (siehe Grafik). Abstand der Balken: etwa 80cm. Ein Aufbau mit einigen Zentimetern Höhe ist in gewissen Grenzen kein Problem.
1. Gibt es eine Trittschalldämmung, die, in anbetracht der geschilderten Ausgangssituation, in diesem Fall empfehlenswert ist?
2. Mit welchem (baubiologisch unbedenklichen) Material könnte der enfernte Lehmeinschub ersetzt werden?

Vieln Dank im Voraus und freundlichen Grüßen,
Robert aus Hamburg



Die Balkenlage...



...ist doch noch vorhanden, oder?

Was spräche dann gegen HWPL?

Ist das ein EFH, wo der Trittschallschutz ggf. noch einmal auf tatsächliche Notwendigkeit überprüft werden könnte?

Grüße

Thomas



Was ist mit fachgerecht gemeint?



Den Schwamm als solches entfernt/bekämpft oder auch dessen Ursache, die zu hohe Holzfeuchte, beseitigt. Die Sporen des Schwammes gibt es überall. Wenn er keine Wachstumsbedingungen vorfindet, braucht man keine Sorge zu haben.

Gruß Marko



Trittschalldämmung unter Dielenboden nach Schwammsanierung im Altbau



Vielen Dank ersteinmal für die schnellen Antworten!

@ Thomas:
- die Balkenlage ist noch vorhanden bzw. ersetzt worden.
- Was ist HWPL?
Die Wohnung befindet sich im 2. Stock eines 4 Stockwerke hohen Mehrfamilienhauses.

@ Marko:
- es wurde sowohl der Schwamm als solches entfernt/bekämpft als auch dessen Ursache, sodass keine Feuchtigkeit mehr von aussen eindringen kann.
Soweit ich weiss, kann es allerdings, je nach Konstruktion, zur Feuchtigkeitsakkumulation infolge von Wasserdampf-Konvektion oder Diffusion kommen.

Sämtliche Holzteile wurden, im Rahmen der Sanierung, entfernt bzw. mit Borsalzen behandelt. Deswegen sollen keine Kokosfasern oder ähnliches in die Konstruktion eingebracht werden.



AKüFi



HWPl = Holzweichfaserplatte

Um Masse im Aufbau zu haben, den Einschub z.B. lose mit Grünlingen (ungebrannte Steine) auslegen und mit Liapor abziehen. Rieselschutz nicht vergessen.

Auf die Balken 28mm Rauhspund oder OSB /Holzweichfaser mit Leisten/ Dielung. Zwischen beheizten Stockwerken gehe ich nicht davon aus, das sich im flächigen Aufbau der Unterdielung/ Dämmung / Dielung Kondensat bildet.

Statt HWPl+Massivdielung kann auch eine Dreischichtdiele auf dünnerer Dämmunterlage verbaut werden.

Sporen übrigends gäbe es nur, wenn da Fruchtkörper gebildet wurden.

Grüße

Thomas



@Thomas



Gebildet im Fruchtkörper aber:

"Laboruntersuchungen zeigen, dass die allgegenwärtigen Sporen zum Auskeimen eine Holzfeuchtigkeit von 30 - 40 % benötigen. Hyphen zum (Weiter-)Wachsen aber nur eine Holzfeuchtigkeit von 17 - 20 %, so ist das Risiko eines Wiederbefalls deutlich höher." (T. Huckfeldt) Eine Holzfeuchtigkeit von 30% und größer entspricht einer relativen Luftfeuchte von ca. 100% und 17-20% einer relativen Luftfeuchte zwischen 80-90%. In einem normal genutzten Gebäude kommt diese Feuchtigkeit nicht vor, ausgenommen an einem schwülwarmen Sommertag."

aus http://www.ib-rauch.de/Beratung/hs/hs027.html

"allgegenwärtigen" -die Mistdinger sind überall!!!

Gruß Marko



Trittschalldämmung unter Dielenboden



Habe vor 12 Jahren ein Holzblockhaus gebaut nit ausschließlich Holzbalkendecken. Den Boden habe ich mit ungebrannten Lehmziegeln ausgelegt.Habe außerordentlich gute Erfahrungen damit gemacht.Näheres kann bei mir erfragt werden.