Dämmung teils Fachwerk teils Ziegelwand



Dämmung teils Fachwerk teils Ziegelwand

Hallo Leute

,ich habe mir bereits einen groben Plan erstellt wie ich meine Innendämmung aufbauen möchte, wollte aber gern nochmal eure Meinung haben,ob das so vertretbar ist.

Zu den Eckdaten,...Ich arbeite im Obergeschoss und habe eine Gemauerte Ziegelwand8auf dem Bild die Wand mit den Fenstern) was der Giebel ist und eine Fachwerkwand mit Staken und Lehm-Strohgemisch ausgefacht und von außen mit Schiefer auf Bretter eingeschalt.

Ich möchte die Fachwerkwand von innen mit Lehmputz begradigen und anschliesend mit mit Holzfaserplatten 6cm dämmen und anschliesend mit einem Lehmputz überziehen.

Die Ziegelwand möchte ich mit einer Vorschale aus Holzlatten und Mineralwolle 6cm dämmen, da mir dies wesentlich günstiger erscheint als die Verwendung der Holzfaserdämmplatten der Fachwerkwand.
Anschliesend würde ich die Vorschale der Ziegelwand mit einer Dampfbremse überziehen und mit Gipskarton verschliesen.

Was meint ihr zu der Sache?

Danke im Vorraus





Kurze Ergänzung noch....kann ich eventuell auch die Fachwerkwand dämmen indem ich sie mal grob gesagt einfach in der Dicke verdoppel? Ich habe tonnenweise Lehm Stroh Gemisch von abgerissenen Wänden Da liegen,deshalb mein Gedanke ob ich eine Ständerkonstruktion vorbaue und Das Lehmmaterial wieder anmische und einbringe.

Und könnte Ich das auch bei der Ziegelwand machen und benötige ich dennoch die Dampfbremse bei der Ziegelwand oder ist die durch eine Lehmvorschale überflüssig?



Aha



Ein selbstgebasteltet Blähtonleichtlehm müsste ungefähr 25cm dick sein um auf die gleiche Dämmwirkung wie bei der geschilderten Holzfaservariante zu kommen... bei 4m laufender Wand also 1qm Flächenverlust... außerdem jede Menge Feuchtigkeit... u.U. statische Probleme insbesondere beim Einbau und Verdichten...
Ob das alles so "Easy-Going" ist, sollte sorgfältig hinterfragt werden...
Die Aussage "eine besten Möglichkeiten zu dämmen" relativiert sich zumindest... Nebenbei: Was sind denn die anderen "besten"?





Ok,Dann also doch die erste Variante....ist die denn zumindest so umsetzbar?





In welchem Maße müsste Ich denn den Blähton beimengen? Muss es Stampflehm sein?...dieser ist ja sehr trocken und muss verdichtet werden....kann ich auch stattdessen eine Feuchte Mischung machen und einfach nur in die Schalung einfüllen?





Ich würd auch die Lehmlösung bevorzugen!

Nur worauf steht die Stampflehmwand dann,nur auf der Dielung?

Dann hab ich noch im Kopf das eine Innendämmung(gerade Lehm) am besten über die Geschosse durch geführt werden sollte.
Korrigiert mich wenn das falsch ist.

Ich denke das aufgrund des Gewichtes aber noch statisch ertüchtigt werden muß,in dem Bereich wo die Wand aufsteht.

Grüße Martin





Im Bereich der Fachwerkmauer ist die darunter befindliche Natursteinmauer breit genug,nur bei der Giebelseite aus Ziegel könnte ich diese Variante nicht umsetzen.





Kann mir noch jemand sagen was ich bezüglich der Giebelseite aus Ziegel nehme. Entweder auch Holzfaserdämmplatten und wenn ja,mit oder ohne Dampfbremse,oder doch lieber die Ständerbauweise mit Dämmwolle und Gipskarton mit Dampfbremse?

Dankeschön



Dämmwirkung und Mathematik



Direkte Antwort zum dünneren Leichtlehm: Aber er würde auch nicht so dämmen, wie 25cm...

Und jetzt soll dann doch mal "statisch geprüft werden"... und ich bin dann derjenige, der "prügelt"... Komm' mal wieder runter Olli Struve, eigentlich sind wir gar nicht so weit ab...

Zunächst mal zur Mathematik: wenn man auf vier Meter Länge je Meter einen viertel Meter wegnimmt, dann wird das dann entsprechend weniger... bei vier Meter Länge ergeben sich dann eben vier mal ein viertel, also ein ganzer Quadratmeter... zackbummbonjour...
Ich habe keine Ahnung wieso die seltsame Gleichung oben, die sich nicht gleicht, relevant sein sollte...

Die Einwände vom Martin decken sich mit meinen Überlegungen, die grundsätzlicher Natur sind, mangels Kenntnis natürlich nicht direkt auf den angefragten Fall konkret anwendbar... aber es würde mal einfach so eine Menge Masse grundsaätzlich eingebracht werden, diese würde dann auch lagenweise verdichtet werden, üblicherweise dann knapp vor dem eigentlichen Auflager... sollte man mal drüber nachdenken (lassen)...

Falls das falsch rübergekommen sein sollte, ich habe nix gegen Leichtlehm, gestampft, als Innendämmung... ich habe doch eigentlich nur darauf hingewiesen, dass der Dämmwert eher bescheiden ist, bzw. eine gewisse Dicke der Schicht hergestellt werden muss, um eine angesprochenen Dämmwirkung zu erziehlen... Man beweise mir das Gegenteil...



jetzt also doch...


jetzt also doch...

es ist spät,aber ich war jetzt nach meiner Spätschicht nochmal auf der Baustelle um mir alles nochmal genau anzusehen und habe den Entschluss gefasst, die Dämmung auf dem Weg der Lehmvorschale zu realisieren, da dies wesentliche Vorteile für mich bringt...zum einen spare ich die Kosten für die Dämmplatten und das Befestigungsmaterial ...und zum anderen spare ich mir die Entsorgung von ca. 50 Tonnen Lehm-Stroh-Material was ich im Vorfeld ausgebaut habe beim Ausbau von ehemaligen Wänden und Decken.

Die Giebelwand wird mit 15cm Vorschale ausgestattet und die Fachwerkwand mit 25cm.

Jetzt stellen sich mir allerdings noch ein paar Fragen:

-ist der Blähton soooo wesentlich?...würde ihn gern weg lassen...wie groß ist der Unterschied?
-angemerkt hierzu seih,....ich heize eh mit Holz was ich nahezu kostenlos bekomme...und irgendwelche Energieverordnungen greifen doch bei mir eh nicht so wirklich,oder???...wer kontrolliert sowas?Tut mir Leid für die eventuell recht dumme Frage,aber ich weis es einfach nicht.

-desweiteren....da ich keine Stampflehmwand errichte sondern nur wie oben beschrieben die Schalung auffülle und unwesentlich verdichte....wie "nass" darf oder sollte die Konsistenz sein....wie (verzeiht mir die Umschreibung) Kuhscheise?....diese Konsistenz habe ich bisher bei Ausbesserungen vom Fachwerk verwendet und hat sich super Verarbeiten lassen und wurde auch im Ergebnis zufriedenstellend

-dauert es nicht ewig bis das alles trocken ist?....kann ja schließlich die Schalung erst abnehmen,wenn alles fest ist?!

-sollte ich eine Art Bewehrung--->z.B. Holzlatten einbringen...bzw. eine Art Verankerung zur eigentlichen Wand?

Sorry wenn das alles etwas gebündelt kommt, aber ihr seit doch Profies, da is das sicher ok.

besten Dank für alles!



Foto


Foto

Giebelseite



gute wahl..



eine Leichtlehmvorsatzschale kann nicht nur mit Blähton,sondern auch mit Rindenfreien Holzhackschnitzeln machen,
wie sieht der "sogenannte"Strohlehm denn aus den Sie Bauseits gelagert haben? ?wieviel Stroh ist darin enthalten?

ich würde um das Gewicht zu ermitteln mir ein paar Holzwürfel mit einer Kantenlänge von 10 Cm(innenmass)und einen Mit dem Baulehm den sie haben gefüllen,einen mit Blähton-Lehm mischung,und einen zb mit Holzhackschnitzel-Lehm....diese Trocknen und dann entscheiden..
Trocknungszeiten sind Witterungsabhängig aber ich würde mal so ins blaue hinein tippen,, bei 25 cm so 2-3 monate bis die Wand verputzbar ist.

auch wenn eine Lehmvorsatzschale nicht so gut Dämmt wie Moderne Baustoffe,so hat sie in einem alten Fachwerkhaus sicherlich eine Daseinsberechtigung...

und sicherlich würde ich auch nicht 50 tonnen Lehm abfahren lassen um mir dann anderen Dämmstoff ranfahren lassen..

gutes Gelingen ...Flakes



Danke



für die Nachhilfe im Rechnen, ich habe jetzt zumindest den Gedankengang verstanden... bei korrekter Notation wäre das einfacher gewesen...
4 x0,25 m = 0,68 m² bleibt somit mathematisch immer noch ein Rätsel... Da ja hier so gerne Douglas Adams zitiert wird, fühle ich mich an die Szene erinnert, wo der Mensch beweist, das schwarz gleich weiß ist und kurz darauf auf einem Zebrastreifen ums Leben kommt... sei's drum...

Meine Frage, warum das denn "eine der besten Möglichkeiten zu dämmen" sei wurde mit dem Zusatz "in diesem speziellen Fall könnte eine Leichtlehmschale schon die aller beste Lösung sein" abgebügelt, meine Zusatzfrage wurde nicht beantwortet... Wir sind also schon im konjunktivischen Ultimativ... Aha...

Um es mal klar zu stellen: Ich habe nix gegen Leichtlehmvorsatzschalen, ich habe nur auf einige mögliche Problemfelder aufmerksam gemacht und dies auch begründet.

Und:
Die EnEv gilt natürlich auch für Selbstbauer und Holzheizer... genauso wie die Straßenverkehrsordnung auch für Pferdekutschen und Fußgänger gilt, die nie eine Fahrschule besucht haben...
Nichtbeachten KANN als Ordnungswidrigkeit geahndet werden, wenn vorsätzlich oder leichtfertig gehandelt worden ist. Wenn ein "Laie" das macht, wird das nicht unbedingt greifen, wenn ein Fachmann dazu rät, ohne Begründung und Nachweise, dann dürfte "Vorsatz" gelten...

Achso:
Leichtlehm heißt Leichtlehm, weil er leichter als "normaler" Lehm ist, nicht weil er leicht wie eine Feder ist...
Vom Stampfen des Leichtlehms habe ich nie etwas geschrieben...





Guten Morgen,

bedenke noch dass du zur Ausführung, besser gesagt zur Herstellung der Leichtlehmmasse "schweres" Gerät brauchst, einen Zwangsmischer, um so größer um so besser. So was lässt sich nicht mit dem Quirl herstellen, schon gar nicht in der Menge.
Die Konsistenz von Kuhscheiße wäre zu dünn, eine (erd)feuchte Masse halt, keine flüssige.

Ich würde dir, wie auch schon von Oli empfohlen, zu einem Fachmann, sprich Lehmbauer raten, der dich mal besucht und dir Tipps zur Ausführung gibt. Oder deck dich zumindest mit Literatur ein und lies dich in das Thema ein. Das Buch Bauen mit Leichtlehm wurde vor kurzem neu aufgelegt und wäre evtl keine schlechte Wahl für dich.

Wenn ich das nächste Mal meine Schwiegereltern in Hainichen besuche, kann ich auch gern der jemand sein, der sich das ganze mal ansieht. Ansonsten findest du sicher auch jemanden in deinem unmittelbaren Umfeld. Vielleicht mal im nächsten Naturbaustoffladen fragen, die sollten Handwerkerempfehlungen aussprechen können.

Beste Grüße,

Christoph



aufgrund



Der Tatsache,das ich keine zwei bis drei Monate lang trocknen abwarten kann,werde Ich jetzt im Wohnzimmer und Küchenbereich die Holzfaserplatten verbauen,da ich baldigst einziehen möchte,....bei den anderen Räumen werde ich dann die Lehmvorschale verwenden,da ich dort mehr Zeit habe.

Das Buch werde ich mir bestellen,sollten dennoch Unklarheiten auftreten,werde ich gerne auf ein Treffen zurück kommen.

Lg



Trocknungszeiten



Eine Möglichkeit wäre dem vorhandenen Strohlehm evtl. noch etwas Stroh zu zuschlagen,damit das eher in Richtung Leichtlehm geht.
Die Dämmwirkung wird geringer sein wie bei fertigen Leichlehmmischung,das Stroh ist ja eher die Bewehrung.

Wenn keine Maschinen vorhanden sind,nimm ne alte Kalkwanne ,da geht schon ordentlich was rein,den Strohlehm einen Tag einweichen lassen,spart schon viel Arbeit,dann Schuhe und Strümpfe aus und die Sache ala Kneipp ganz historisch angehen.

Wenn du den Strohlehm lagenweise anwirfst,so 5 cm pro Lage ist das ganze unter guten Bedingungen in zwei bis drei Wochen trocken und du kannst die nächste Lage aufbringen.

Irgendwo ist da natürlich mit der dicke schluß.

Auf Putz oder Mauerwerk braucht s nen Träger,Schilffrohr...
Lehm, alte Schicht aufrauen ,trockene Flächen immer annässen,anwerfen.... auf Holz wiederum den Putzträger.

Mit Strohlehm lassen sich auch prima Ecken ausrunden,Winkel und Kanten können damit gebrochen werden.

Grüße Martin



das



Mit dem einweichen hab ich mittlerweile auch rausgefunden,ist sehr hilfreich...und zum Mischen verwende ich einfach meinen Betonmischer,geht prima. Habe jetzt auch ein Buch bestellt in dem genaues herstellen verschiedenster Lehmputze und Techniken beschrieben werden.



Variante Holzweichfaser...



....mit Dampfbremse und Gipskarton davor funktioniert so nicht, da die Wand so zur Raumseite keine Feuchtigkeit, welche von außen in die Konstruktion eindringt abgeben kann!
Holzweichfaserplatten können direkt mit Lehm verputzt werden, ist auch besser fürs Raumklima ;-)



Armselig und dumm?



Es vergreift sich mal wieder jemand mächtig im Ton, ich bitte, dass zu unterlassen... ich könnte die Ideen auch mit "vorsätzlich kriminell" und "verbohrt dickköpfig" bezeichnen, tue ich aber nicht...
Ich möchte lediglich den Fragesteller zum wiederholten Mal bitten, in Ruhe zu durchdenken, was alles so passieren KANN, wenn man eine bis zu 25cm dicke feuchte Lehminnenwandschale als Wärmedämmung in Kletter-Schalung aus altem, wahrscheinlich bislang außen gelagertem Strohlehm, der dann auch noch "per Hand" mit Blähton oder Holzspäne versetzt werden soll, auf einer Dielung errichten möchte.
Ich habe weder davon grundsätzlich abgeraten, noch feuere ich den Fragesteller mit "Das ist das Beste"-Reden an.



Fachlich nicht Persönlich!



Is dat hier so schwer einfach nur fachlich zu bleiben?

Auch wenn manche hier nur zur persönlichen Unterhaltung schreiben,antworten....

Das komische ist das dieses Geplänkel eigentlich immer nur unter den "Profis" stattfindet.

Ich würde dem vorhandenen Strohlehm nur Stroh zuschlagen,würde mich nicht auf ein Experiment wie Strohblähtonhobelspanlehm einlassen.

Grüße Martin



Strohlehm



Lässt sich Prima auf einer leicht gemuldeten fläche,mit einem Minibagger "umdrehen"man braucht zum erstellen einer Strohlehmwand ausreichen Langstrohanteil und der lässt sich Definitiv nicht in einem Freifallmischer anrühren.
aber es Wurde ja schon drauf hingewiesen ,das man schweres gerät braucht,,
man sollte den Strohlehm auch nen tag lang liegen lassen dann ist das Stroh etwas gängiger beim einbau.
klar ist das der Untergrund Statisch belastbar sein sollte.
und die Strohlehmwand auch am Fusspunkt vor Feuchtigkeit zu schützen ist.
eine Schalung aus Kanthölzern und Schaltafeln 100*60 cm sollte ausreichen,alle 50 cm verschraubt.Als Wanderschalung Hochgezogen und vollgestopft.
Die Kanthölzer verbleiben in der Wand und werden fachgercht Verputzt.
die untersten lagen würd ich dann auch schon sehr gut antrocknen lassen bevor es weitergeht..
wie schon gesagt..vorher das Raumgewicht pro kubikmeter ermitteln und die mischung konstant beibehalten,,,
da Strohlehm doch sehr viel Nachsackt,würde ich mit dem endputz 1 Jahr warten..
gutes gelingen...greets Flakes