Dämmung der Außenfassade bei bestehender Styropor-Innendämmung

16.07.2013 Greiner



Hallo liebe Forenmitglieder,

bei unserem Fachwerkhaus aus Baujahr 1900 blättert der Putz ab und es kommen immer wieder große Putzstücke auf den Asphalt gestürzt, sodass wir dringend die Fassade renovieren lassen müssen.
Das Haus ist innen (seit ca. 20 Jahren) mit Styropor gedämmt, womit es bisher keine Kälteprobleme im Winter oder andere Probleme wie Schimmel usw. gab.
Nun meine Frage: Reicht diese Dämmung aus und können wir von außen "einfach" Verputzen lassen?

Das Fachwerk soll sichtbar erhalten bleiben.

Vielen Dank für Eure Hilfe!!





Warum fällt der Putz denn von der Wand?

Gibt's innen auch Risse?



Dämmung der Außenfassade bei bestehender Styropor-Innendämmung



Gute Frage. Wir wohnen an einer recht stark befahrenen Straße, wo das Haus bei entsprechend schweren LKW´s ins Schwingen kommt.
Meines Wissens nach wurde seit dem Bau des Hauses nie etwas an der Außenfassade in Stand gesetzt.
Als Richtwert löst sich etwa alle 6 Monate der Putz eines kompletten Faches und fällt in entsprechend großen Stücken auf den Asphalt.

Innen sind keine Risse vorhanden.



bitte



den Bauteilaufbau der Wand so gut es geht schildern: also was ist das für ein Putz (Zement, Kalk, Lehm), ist er außen gestrichen? Wenn eine Ausfachung rausfällt, was kommt darunter zum Vorschein? Holzweller, Backsteine? Brösliger Altputz? Oder ist man da schon auf dem Styropor? Und wie stark ist die Dämmung überhaupt? Sonst kann man schlecht ne Aussage treffen, ob das Wandsystem so wirklich funktioniert und ob die Dämmung ausreichend ist...



Dämmung der Außenfassade bei bestehender Styropor-Innendämmung



Ich bin ab Freitag Abend vor Ort und werde direkt ein Foto einstellen.

Danke für die rege Beteiligung!



Moin Greiner,



wenn der Putz 113 Jahre gehalten hat, kannst du den Jungs posthum deinen innigsten Dank aussprechen, saubere Arbeit. Der LKW-Verkehr zeigt dir vielleicht ein wenig früher, dass es Zeit wird ihn zu erneuern.

Ob "einfach" verputzen reicht? Da lohnt sich ein Studium der EnEv und der möglichen Ausnahmen. Hier im Forum findest du umfangreiche Diskussionen zum Thema.

Etwas anderes ist es sich jetzt über weitere Massnahmen (neue Fenster, Austausch durchgehender Fensterbänke etc.) Gedanken zu machen - vermutlich willst du da in diesem Leben nicht nochmal ran, oder?!

Gruss, Boris



Dämmung der Außenfassade bei bestehender Styropor-Innendämmung



Danke für den Einwand Boris. Werde ich Montag mal bei der Eigentümerversammlung ansprechen.

Gerade habe ich mit einem Stuckateur telefoniert. Dieser fragt, ob das Haus komplett verputzt werden soll (auch über das Fachwerk), da dadurch seiner Meinung nach der Putz länger halten soll und die Balken durch das nicht eindringende Regenwasser besser geschützt werden.

Was haltet Ihr davon?



Moin Greiner,



da hat dein Stukkateur recht - wo kein Wasser rankommt, wird auch kein Balken nass. Im übrigen spart er sich das futzelige sauber an jeden Balken ranarbeiten.

Wenn sich's um eine HEG handelt, lässt du dir am besten alle 3 Varianten ausrechnen: FW sichtbar, FW verputzt, Vollwärmeschutz (kein Styro!!!) & holst dir noch 2 Vergleichsangebote ran.

Gruss, Boris



Fachwerkisolierung



So nach langer Zeit liegt ein Angebot vor (da aufgrund von Sturm- und Hagelschäden die Stuckateure im Dauereinsatz sind), welches folgende Dämmung einschließt:

Wärmedämmverbundsystem an Fassade: 46,70 8.546,10
- Steinwolleplatten 16cm WLG 035
und anbringen mit Kleber

Innen ist bereits 6-8cm Styroporstärke vorhanden. Macht diese Dämmmaßnahme sinn?

Ich versuche mal das Angebot nachfolgend anzuhängen...



Ergänzung



Hier mal das Angebot als PDF...

Macht dies einen kompetenten Eindruck?

(Link muss kopiert und eingefügt werden)

https://docs.google.com/file/d/0B53v8a_HzTwmYWdaY0k3YmJNT3c/edit?usp=sharing



Moin Greiner,



dir muss halt klar sein, das bei Styro innen und Steinwolle aussen du ein Problem hast, falls doch einmal Feuchte in die Wand eindringen (bzw. verbleiben) sollte (undichte Wasser-/Abwasserleitung, Wasserschaden der in die Wand läuft etc.).

Bei dem Preis sollte auch eine "Öko"-Aussendämmung realisierbar sein, d.h. die Wand hat dann wenigstens nach aussen eine Möglichkeit Feuchte abzuführen. Lass es dir auf jeden Fall mal anbieten.

Beim Auszug einzelner Parteien, würde ich dann den Styro innen wieder rückbauen - dein Fachwerk wird es dir danken bzw. deine Kinder dich verfluchen....;-)

Bei uns wird es in den entsprechenden Räumen schnell muffig.

Gruss, Boris



Dämmung der Außenfassade bei bestehender Styropor-Innendämmung



Der Rückbau innen kommt für uns nicht in Frage. Würdest Du, falls die Ökovariante zu teuer wird, lieber den Vollverputz ohne Außendämmung vornehmen lassen bzw. erachtest Du 6-8cm Styropor als ausreichende Wärmedämmung?

Du meinst, dass es in Deinen Räumen, in denen sowohl Steinwolle als auch Styropor zum Einsatz kam, schnell muffig wird?