Geschossdeckendämmung: womit Styropor begehbar machen ?




Hallo,

zur Dämmung der obersten Geschossdecke wurde hier schon einiges gesagt.
Im Prinzip ist das für mich klar: eine Schicht Styropor (6cm) liegt bereits auf der Betondecke unserer 50 Jahre alten DHH. Darauf soll jetzt eine weitere gelegt werden, um eine bessere Dämmung zu erzielen.
Der Dachbodenraum soll nicht bewohnt werden, allerdings sollte er als Lagerraum für den Hausrat verwendbar und begehbar sein. Die Frage ist jetzt, was ich dazu am besten auf die Styropor-Platten lege: Als Materialien werden hierfür genannt z.B. MDF-Platte, Spanplatte, OSB-Platte, Verlegeplatte, Rauspund. Jetzt habe ich die Qual der Wahl. Wofür würde ihr euch entscheiden, wenn es darum geht, den Boden möglichst preiswert (Material/Arbeitskosten) begehbar/lagerfähig zu machen ? Außerdem müssen sie durch die Luke der Dachbodentreppe (ca. 140 x 60cm ) passen.
Kann ich auf die erste Lage Styropor Kanthölzer legen Styropor in den Zwischenräumen, um darauf dann die Platten zu nageln/schrauben ?
Durch die Platten sollten keine Feuchtigkeit-Staus entstehen und durch die Luke der Bodentreppe) müssen sie auch nach oben transportiert werden können.

Schon mal vielen dank für eure Antworten.
Gruß aus Ostwestfalen

Renate



Dielen auf Styropor



Hallo Renate,
Ich würde gerne sachkundigere Auskunft geben, aber wenn ich Styroporplatten auf einen Betonboden lege, Lagerhölzer drauf und OSB...? Das kann ich mir einfach nicht vorstellen.

Im Fachwerkbau sind diese Baustoffe doch eher selten anzutreffen, vielleicht kann ein Forum für konventionellen Bau
weiterhelfen...
Gruß P.





Für praktische Wünsche ist hier das falsche Forum !
Wozu noch einmal Polystyrolplatten,das ist übertreiben + .
Bau auf den vorhandenem einen Trockenestich ein, das ist dann schwimmend,ohne Schraube und Nagel,ein begehbarer Speicher.
Und durch die Luke passen die auch!





Hallo Renate,

wenn Du Styropor verwendest, bzw. da dieses ja bereits verlegt ist, brauchst Du Dir im Fall der Fälle über Feuchtestau unterhalb der Platten keine Sorgen mehr machen. Wenn es z.B. zu einer Hinterströmung der Dämmung durch warme Luft vom Raum darunter kommt, oder aber sich größere Hohlräume unterhalb der Dämmung befinden, es zu Feuchteeintrag von oben oder Sonsterlei kommt, wird es den Feuchtestau geben. Dafür sorgt allein schon das Styropor, sofern es einigermaßen dämmwirksam - heißt Großflächig und ohne Luftspalte - verlegt wurde.

Wie auch immer! Auch wenn ein Mineralwolleaufbau feuchtetechnisch sicher günstiger, wenn auch immernoch nicht optimal gewesen wäre, mit Deiner Betondecke wird das das Haus schon überleben! Such Dir aus den genannten Möglichkeiten die nach Angebot beste Lösung. Vermutlich wird dies, wie Benjamin ja schon angedeutet hat, eine schwimmende Verlegung von OSB, Spanverlegeplatten oder aber Gibsfaser-Trockenestrichelementen z.B. von Fermacell sein. Die gibt es dann auch als Verbundplatte mit angeklebter Dämmung (Styropor, Mineral- oder Holzfaser). ... Wobei ich zunächst ja mal die Frage klären würde ob es die zusätzliche Dämmung denn überhaubt braucht! Wie dick ist denn die bereits vorhandene Styropordämmung?

Gruß aus Berlin,



Dämmung



Vorausgesetzt die Styropor- Dämmlage liegt flächig und eben dann bietet sich als kostenkünstigste Methode OSB 2 oder 3, Stärke 10 mm an, Nut/Feder verleimt. Als zusätzliche Dämmung unter den OSB empfehle ich Styrodur. Kondensat stellt in der Fläche kein Problem dar, die Decke ist diffusionsdicht und winddicht.
Schwachpunkte sind die Treppe und die Rohrdurchführungen. Die sollten ordentlich zum Wohnbereich hin gedichtet werden.

viele Grüße



Dämmung Geschossdecke



ich gestehe, dass ich kein Fachwerkhaus habe. Deswegen insbesondere Georg Böttcher vielen Dank für die hilfreiche, weil konkrete Antwort. Vielleicht noch ein Wort zur Aufdoppelung des Styroporbelages: Dies war die Empfehlung des Energieberaters des Vorbesitzers. Die vorhandenen 5cm WLG 040 Styropor(ich hab's noch mal überprüft) sind demnach zu wenig. Im Energieausweis wurde die Verstärkung auf 24cm (insgesamt)ausgewiesen. Leider gibt es keinen Hinweis bzgl. WLG oder Material für die Begehung) Eure Rückmeldungen regen mich zumindest dazu an, zu überdenken, ob diese Aufdoppelung überhaupt notwendig ist. Irgendwo meine ich ich gelesen zu haben, dass es keine gesetzliche Verpflichtung gibt, die ENEV-Vorgabe einzuhalten, wenn vom Vorbesitzer bereis eine (dünnere) Lage aufgebracht wurde.
Der Energiebericht gibt überdies einen Hinweis darauf, dass zumindest die rechnerische Einsparung mit 6% nicht so riesig ist. Mit den Platten hätte ich das vielleicht schon wieder drin. Nur sollte es im Hinblick auf Kosten, Verarbeitbarkeit und Feuchtetransdport die Richtige sein.

Diesen Hinweis habe ich erhalten. Vielen Dank und sonnige Grüße vom Teuto