Dachschrägendämmung

02.01.2006



Hallo, wir haben uns ein 100 Jahre altes Haus gekauft. Wir wollen die Dachschrägen besser wärmedämmen ohne das Dach abzudecken und ohne den Innenputz auf Schlifbahnen zu entfernen.
Vom Dachboden kann man frei in die Dachschrägen zwischen die Sparren schauen, ca 10 cm. Die Maßnahme soll bis zur richtigen Dachsanierung die Heizkosten senken.
Der Architekt empfielt Styrodur weil es geschlossenporig ist.
Kann ich auch Styropor nehmen, durch die Dachziegel ist ja jede Stelle gut belüftet. Vielen Dank im Vorraus.



Styrodur???



Kaum zu glauben, dass so etwas vom Architekt empfohlen wird. Ich vermute mal, Sie wollen die Dämmung vom Dachboden aus in die Gefache hineinschieben? Das wird aber zu 100% daneben gehen. Es ist nicht anzunehmen, dass die Sparren irgendwie parallel zu einander liegen noch die Schilfbahnen und der Putz eine leichtes einschieben ermöglichen. Fugen sind nicht zu vermeiden, somit haben riesige Wärmebrücken und in Folge dessen möglicherweise bald Schäden. Bemerkbare Einsparungen bei den Heizkosten werden sie mit dieser Methode kaum erreichen.
Wann ist denn die "richtige Dachsanierung" geplant? Vielleicht sollten Sie diese etwas vorziehen. Neu überschlagen können sie womöglich die zu erzielende Heizkosteneinsparung ansetzen.
Als eine Möglichkeit würde ich eher noch die Methode mit Zellulose Einblas-Dämmung bevorzugen, die vor einigen Tagen hier im Forum vorgeschlagen wurde. (Finde leider den Thread nicht mehr.)
Hier sollten zwei genutete Leisten in das Gefach (Oberseite) eingeführt werden, in welche eine Holzweichfaserplatte geschoben wird. In den Verbleibenden Hohlraum werden dann die Zellulose Flocken eingebracht.
Ob das alles so funktioniert wie beschrieben kann ich nicht sagen, klang aber auf alle Fälle interessant.

Grüße
R.J.



keine Kunststoffe



auch ich würde auf keinen Fall Styrodur, Styropor oä. künftigen Sondermüll in mein Haus einbauen, schon gar nicht auf eine so gute und solide Innenschale wie Putz (Kalk? Lehm?) auf Schilfmatten.
Gründe gibt es dafür viele, nachzulesen in zahlreichen Beiträgen zu diesem Thema.

Auch ich würde bis zu einer "richtigen" Dachsanierung lieber nichts machen als teures Falsches.

Ohne die genauen Gegebenheiten zu kennen würde ich als "richtige" Dämmung eine mit Zellstruktur empfehlen und dazu ein diffusionsoffenes Unterdach. Konstruktionen und Materialien gibt es dafür sehr zahlreich.

Mit besten Grüssen zum Neuen Jahr,
jh



Vielen Dank



Ich werde mir noch etwas Zeit lassen mit der Geschichte.
Das Dach wird jetzt noch nicht saniert, wegen dem Kleingeld.
Zellulose ist gut für das Haus und alle Bewohner....mal schauen. Den Winter überstehen wir und dann ist Zeit für solche Geschichten. Vielen Dank sagt B.I.