Isover 200 WLG 040 oder 160 WLG 032

07.09.2012



Hallo an alle, brauche mal wieder Entscheidungshilfe. Das Dachgeschoß soll nun endlich ausgebaut werden, da stellt sich die Frage der Dämmung. Zu den Gegebenheiten:

Es handelt sich um ein ca. 70 - 100 Jahre altes Haus mit einem Satteldach, gesamt ca. 200 m2 zu dämmende Dachfläche.

Die Sparren haben eine tiefe von 16cm und eine breite von 12-13cm und nehmen gute 13% der Dachfläche ein.

Mein erster Gedanke war die Sparren um 4 cm mit einer Dachlatte aufzudoppeln und eine ISOVER Integra ZKF-1 200mm WLG040 Dämmung zu verbauen. Drauf kommt dann die Dampfsperre Isover Vario KM. Gedämmt soll bis in die Spitze.

Heute nach ein bissl stöbern bei isover auf der Website, bin ich ins überlegen gekommen, doch die 160mm WLG032 zu nehmen. Ich würde mir das Aufdoppeln sparren und die hälfte der Dachlatten und nicht zu vergessen Arbeitszeit (die Dämmung soll sich ja auch besser als die 040 Verarbeiten lassen.)
Vom Geld her würde die 032 160 ca. 400 € mehr wie die 200 040 kosten, damit könnte ich leben, wenn es wirklich Sinn machen würde.

Was meint Ihr, lieber die 160 oder die 200ter ???
Bin natürlich auch für komplett andere Vorschläge dankbar!

So nun ein schönes WE euch allen...



komplett anderer Vorschlag für Dachdämmung...



... wenn möglich, würde ich nicht mit Latten aufdoppeln sondern eine durchgehende Holzdämmplatte mit Nut- und Feder unter und auf den Sparren legen. Anschließend mit Holzfaser ausblasen lassen. Dadurch wird der sommerliche Hitzeschutz optimiert, das Material kann Feuchtigkeit besser verarbeiten und der Lärmschutz ist auch besser. Preislich dürfte sich das nicht so weit von ISOVER entfernen.

Natürlich gibt es noch ganz andere Ansätze und auch ein generelles Hinterfragen (warum?) - aber im Preis- und Aufwandsvergleich bekommst Du mit der o.g. Umsetzung mehr Leistung.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Ich vermisse...



... eine außenseitige Luftschicht... Du kannst nicht einfach bis auf die Ziegel dämmen, das geht wahrscheinlich schief...
Sollte es ein wie auch immer geartetes Unterdach geben, dann hau die 160 mit WLG 040 zu und setze dann QUER eine Lattung zwischen der dann eine zweite Lage Dämmung Platz findet, so bekommst Du die Sparren noch gut mit in die Dämmschicht integriert...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



erstmal Danke für eure Antworten...



Zu Frank:
Ich möchte alle Arbeitsschritte allein bewältigen und bei "mit Holzfaser ausblasen lassen" komm ich da an meine Grenzen.

Zu Sebastian:
Ich hätte erwähnen sollen, da das Dach vor ca. 13 Jahren erneuert wurde und demnach eine Unterspannbahn vorhanden ist, bis an diese würde ich randämmen, dahinter ist ja noch luft bis an die Ziegel.
Gibt es generell irgendwas zu der WLG 032 zu sagen oder ist das wieder so ein Marktschrei den Leuten das Geld aus der Tasche zu ziehen?
Mein hintergedanke war einen Arbeitsschritt zu sparren, wenn ich nach der 160 040 noch eine Lattung quer setzte mit sagen wir mal 4cm (Dachlatte), würden da 4cm Dämmung halten?





Achso...

Sollte die "Querdämmung" dann auch eine wlg040 sein oder kann ich da beliebig was anderes nehmen (035 oder 032)?





und nochmal...
Finde keine Untersparrendämmung mit 40mm dicke und evtl. wlg 040 oder 035, das sind alles Trennwandplatten und die halten wohl nicht zwischen den Dachlatten.
Das einzige wäre eine 032 mit 40mm aber die kosten dafür stehen ja in keinem Verhältnis....



man



soll es nicht übertreiben:
Eine Trennwandplatte ist nicht anderes als jede andere Dämmung in ihrer Stärke: man kann durchaus 40er, 50er oder 60er TWP zwischen die Dachlatten klemmen und bei Bedarf mit kleinen Nägeln fixieren. Ich selber habe vor diese Dämmung aber noch eine zweite Installationsbene vor die DB gelegt, die ebenfalls mit 40er TWP gefüllt wurde. Hatte auch etwas mit dem Raster für die OSB-Platten zu tun, die die UK mit der Untersparrendämmung quer verläuft. (Dort kann auch 100er verlegt werden, es kommt auf den vorhandenen Platz an!)



Wenn das Dach schon erneuert wurde ...



... dann geht das mit dem Ausblasen sowieso nicht mehr kostengünstig.

Aber das mit der Mineralwolle wäre mein Ding für so ein großes Dach nicht.

Grüße Frank



Um



Mineralwolle mache ich inzwischen auch einen großen Bogen (Atembeschwerden beim Verlegen, mögliche Mäuseschäden an der Dampfbremse !) Aber vor 12 Jahren war ich eben auch nicht schlauer !



MiWo...



... als Wärmedämmung in geringer Stärke ist durchaus bauphysikalisch als sog. Trennwanddämmung einsetzbar...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner



Lösung



habe einen U-Wert Rechner im Netz gefunden:

http://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/

Darüber ein bissl rumgespielt und bin mir eigentlich ziehmlich sicher das, ich eine 200 WLG035 Dämmung nehme, so würde ich auf einen U-Wert von 21 kommen (die Dampfbremse, Sparren und und alles berücksichtigt.

Ich werde eine normale aufdopplung machen und einfach die 200ter reindrücken. Den Hohlraum zwischen Dampfbremse und Gipskarton nehme ich als installationsebene.



wenn



Du "nur" aufdoppelst, hast Du den Effekt, daß Fehlstellen und Sparren sich bei bestimmter Witterung auf der Dachhaut als Wärmebrück abzeichnen. Mit unterliegender Grund- un Traglattung sind diese Fehlstellen gegen 0 gebracht.
Zwischen Folie und GK gehört aber auch eine Lattung ! - ansonst zerstört jede Schraube in der GK-Platte die Folie unkontrolliert.



Dampfbremse



"Zwischen Folie und GK gehört aber auch eine Lattung"

Ja das ist klar, auf die Dampfbremse kommt nochmal eine Lattung, in der will ich ja auch Heizungsrohre und Elektrik verstecken.

Eine dumme Frage noch zu Dampfbremse, ich hab die Isover Vario km gekauft und frag mich nun ob es ein vorn und hinten gibt, muß man auf die Seite der Folie achten oder ist es egal wie diese rankommt.



Wir können Isover unterstellen ...



... das sie es gerne sehen, wenn ihr Schriftzug gelesen werden kann ...

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Zumindest...



... bis die Verkleidung drauf ist...

LG, sh



OK,



dann mach ich eben Werbung hinter den GK-Platten.

Danke