Dachdämmung für Baujahr 1910! Aber welche?

05.04.2011



Hallo,

wir haben ein Haus aus dem Jahr 1910 gekauft, welches im Inneren fast original erhalten ist. Somit auch keine Dachdämmung aufweist. Vorab möchten wir noch sagen, dass wir keinen Niedrigenergiestandard erwarten bzw. realisieren wollen, da wir ja ein altes Haus mit all seinen Vor- und Nachteilen besitzen...

Und nun die Frage:

Der Dachaufbau ist wie folgt, siehe auch Bild, von aussen nach innen:

Biberschwanzziegel
Dachlatten
Holzschalung ca. 1,5 cm
Sparren
Holzschlaung ca. 1,5 cm
Innenputz ca. 1,5 cm

bis hierher alles original und fest, Zustand gut, nichts gefault oder geschimmelt. Ab und zu haarfeine Risse im Innenputz.

Als Dämmung haben wir an Holzfaserplatten gedacht, ca. 8 oder 10 cm stark, sind aber für andere Materialien offen.

Diese Dämmung würden wir gerne innen an den Dachschrägen anbringen - in die innere Dachschalung ggf. Sparren verschraubt. Auf diese Dämmung sollte dann ein Putz aufgebracht werden, der farbig angelegt wird. Muss dies dann Lehmputz sein? Oder gibt es einen anderen mineralischen Putz der sich eignet.

Wenn möglich möchten wir keine Folien, Styropor oder ähnliches im Haus haben.

Wir denken, dass durch die doppelte Schalung keine Schnee oder Regen eindringen wird, der die Dämmung beeinträchtigt.
Reicht der alte Innenputz zum Herstellen der Winddichtigkeit?

Sonstige Dämmmaßnahmen im Haus sind: neue Kastenfenster, Aussentüren überarbeiten, Kellerdecke und Spitzbodendecke wird gedämmt, zum Dachgeschoss wird das Treppenhaus mit einer neuen Tür abgeschlossen... Geheizt wird mit Gas und einem Festbrennstoffofen.

Die Räume unter dem Dach sind Wohnräume zur Nutzung als Gästezimmer und Abstellkammer.

Bei Rückfragen schreibt uns bitte an. Vielen Dank für Euere Mühe.

Gruss Stema





Ich würde auf alle Fälle zwischen den Sparren auch dämmen.
Das hieße aber auch das entweder die Dacheindeckung erstmal runter müsste oder aber die innere Holzverschalung raus muss.

Grüße aus Schönebeck



Moin Stema,



Geh doch mal auf u-wert.net und gib' deine angedachten Varianten in den Rechner ein, das gibt euch schonmal eine Vorstellung über den erreichten Dämmwert sowie die zu erwartende Tauwasseranfälligkeit.

Bei einer Innendämmung bleiben immer Kältebrücken an den Geschossdecken.

@Oliver: "oder aber die innere Holzverschalung raus muss."

Könnte bei einer Cellulosedämmung durchaus drinbleiben, je nach Gegebenheiten.

Gruss, Boris





@Boris

>>>"Könnte bei einer Cellulosedämmung durchaus drinbleiben"<<<

Ja, dann muss aber gewährleistet sein das kein Flugschnee eindringen kann, heißt also das mindestens eine Unterspannbahn unter die Dachhaut müsste.

Ich für meinen Teil würde den Platz zwischen den Sparren mit nutzen.
Bei dem Aufwand des hier geplanten Aufbau halte ich den Abbruch der Innenschale für verhältnismäßig gering.

Grüße aus Schönebeck



auch ohne Unterspannbahn möglich



Wenn keine Unterspannbahn rein soll, dann muss man eine Dämmung benutzen, die geringe Mengen an Wasser aufnehmen kann, ohne zu verfaulen. Ich empfehle Hanf.

Im Gegensatz zu Cellulose-Einblasdämmung, die viel Salz enthält, welches eingringendes Wasser bei schrägem Regen für immer und ewig bindet.
Also Hanf ohne irgendwelche Zusätze.
Aber natürlich keine Mineralfaser und keine Kunststofffaser!
Gruß Ralf





Naja Ralf,

nun sind aber Zellulose wie auch Hanf organische Stoffe die dem natürlichen Stoffkreislauf, also dem verfaulen, unterliegen.
Die Beimengung von Borsalz hat ihren Sinn.
Neben den Brandhemmenden Eigenschaften wirkt Borsalz Fungizid und Insektizid, es wirkt somit genau dem natürlich biologischen Stoffkreislauf (verfaulen) entgegen.

Ohne dieses Salz hätte man recht schnell einen Kompostberg unter dem Dach.
Ich glaube auch nicht das es eine Zulassung für Hanfdämmung ohne Zusätze von Borsalz gibt.

Grüße aus Schönebeck



Einbremsen!!



Ohne eine fachmännische vor-Ort-Begehung sind alle Ratschläge nur Schall und Rauch.
Es gibt so viele Details an Ihrem Dach sicherlich, dass alle hier bereits verfassten Ratschläge unnütz werden.
Dämmstoffe hin oder her, die konstruktive Gegebenheit muss erfasst werden.
Holen Sie sich also einen versierten Fachbetrieb heran und erarbeiten sich diese Lösung dann genau am Objekt.
Infos hier sind gut, aber leider nur halb so gut, wie die Praxis.
Das Internet lässt grüßen, ersetzt aber nicht den Fachmann.
Und die finden Sie hier zur genüge.
Sprechen sie sie einfach direkt an.

Freundliche Grüße,
Udo



Dämmen mit dem Naturdämmstoff Jasmin eingeblasen zwischen Sparren



Da sag ich nur eins ein Naturdämmstoff ohne Salz. Hobelspan mit Lehm www.Holz-Lehmhaus.de zwischen die Sparren und wenn gewünscht noch eine innere Holzweichfaser zum verputzen.
www.Huber-Dämmtechnik dämmen im Bestand kostengünstigt geht nur mit Einblasdämmung da die Demontage der gegebenen Schalungen entfällt. Da gibt es verschiedene Materialien, wobei die natürlichste und ohne Dampfsperren in dem Fall auskommt. Jasmin der Naturbaustoff aus Hobelspan und Lehm der von www.Huber-Dämmtechnik.de eingeblasen wird, eignet sich hervorragend! Da wir in ihrem Gebit nicht dämmen, fragen Sie doch beim Hersteller direkt an www.Holz-Lehmhaus.de an