Dämmung!!!! ?????

28.04.2009



Hilfe!
hier eine kurze Beschreibung meiner Situation.
Sind dabei unser Dach neu zu machen sind ca 400 qm habe mir für die Zimmermannsarbeiten und Dachdeckarbeiten eine Firma geholt. Jetzt ist es dann irgendwann bald so weit das ich mir über Dämmung gedanken machen muss! dabei muss ich bedenken das unser Haus eigenlich aus 2 Teilen besteht.
Zuerst zum altem Teil hier wurden von den Zimmerleuten alle Sparen ausgetauscht und dann von aussen eine Holzweichfaserplatte mit ich glaube 3,5 cm Dicke angebracht. Die Sparren haben eine dicke von 14 cm.
Dazu meine ersten Fragen!
Wie dick sollte die Dämmung sein?
Langt es die 3,5 cm dicke Weichfaserplatte und dann die 14cm von den Sparren oder muss ich da noch was aufdoppeln?
was bei unserm Dachstuhl sehr viel fuddelarbeit ist.
Ich muss noch dazu sagen das ich gern OSB Platten zur Damfsperre nehmen würde. und die OSB Platten würden dann sogar zwischen Sparren und Dachstuhl passen, was wie gesagt viel Arbeit ersparren würde.
Welches Material ist empfehlenswert? ( sind auch noch ca 17 Dachfenster die gefüttertwerden müssen)
Jetzt zum neuen oder besser gesagt zum neueren Teil. Hier ist es so das der alte orginal Dachstuhl noch komplett erhalten ist. sogar die Sparren. Da hab ich dann mal das Denkmalamt nach einer Aufsparrendämmung gefragt und die fanden es tatsählich OK!
langt es hier wenn ich einfach auf die sparren OSB platten Schraube die natürlich dann so verklebe das es eine Dampfsperre ist und dann ganz einfah eine ziemlich dicke ich dachte so an 14cm dicke holzweichfaserplatte draufschraube auf die dann die Lattung und die Ziegel kommen?

Bitte bitte helft mir ich bin um jede Erfahrung und Gedankenansatz Dankbar



Was



sagen den Ihre Dachdecker und Zimmerleute wie stark Sie dämmen sollten.
Man will den Kollegen ja nicht ins Wort fallen.
Übrigens ein tolles Haus.



Dämm-Irrsinn



Selbst so schöne alte Gemäuer wie dieses fallen dem DÄMM-IRRSINN zum Opfer! Es blutet mir das Herz!



Hallo



Ja, wirklich ein schönes Haus.
Wenn sie schon die Möglichkeit haben für eine Aufsparrendämmung warum dann nicht richtig , ich meine mit Styropor oder ähnlichem ? Da wird sicherlich ihr Dachdecker weiterhelfen.
Und was die Zwischensparrendämmung betrifft, wenn sie Platzmäßig Aufdoppeln können dann tun sie`s.
So schön das Haus auch ist, sowas kann schnell zu einem Energetischen Albtraum werden.


Sven Ruge



Gratuliere



460 Jahre lebt dieses Haus und ohne Sondermüll ausgekommen. Kämpfen Sie darum, dass es so bleibt. Es gibt keinen Grund für eine aufwendige Aufsparrendämmung. Nehmen Sie sich einen wie, Konrad Fischer, dann lebt dieses Haus noch Hunderte von Jahren. Geben Sie dem DÄMM-IRRSINN keine Chance, dass spart Tausende Euros und erhält diese Rarität. Optimistische Grüsse aus dem Leinebergland



Sie haben ja Recht Herr Jaskulski



wenn das Kaltdach ein Kaltdach bleiben soll.
Wenn es aber als Wohnraum genuzt werden möchte und die Heizung
nicht nur das Dach Schneefrei halten soll dann frag ich mich wie das ohne Dämmung gehen soll.
Sicher, es ist schon heftig was heutzutage für Dämmung verlangt wird aber die hohen Energiekosten will auch nicht jeder bezahlen.


Sven Ruge





Hallo,

tolles Haus.
Aber nun zu den konkreten Fragen:
1. Eine 35er Weichfaserplatte kenne ich nicht. Ist es vielleicht doch die 21er bituminierte Weichfaserplatte, die als Unterdach verwendet wird ?
2. Da Sie ein eingetragenes Denkmal haben, ist EnEv nicht automatisch anwendbar. Sie dürfen machen, was Sie für sinnvoll und wirtschaftlich erachten.
3. 14 cm sind besser als nichts, auch für den sommerlichen Hitzeschutz könnte es dank der Unterdeckplatte reichen.
Besser wäre es aber, wenn Sie senkrecht zu den Sparren eine zweite Dämmebene, die gleichzeitig Installationsebene ist, einziehen würden.
4. Es ist wichtig, keine durchlüftete Ebene zwischen unterdeckplatte und Zwischensparrendämmung zuzulassen !!! tüftel tüftel
5. In diesem Fall wäre die Dampfsperre richtig unter den Sparren zwischen Zwischensparrendämmung und senkrecht dazu verlegter Dämmebene aufgehoben.
6. OSB verleiht dem Dach eine gewisse Stabilität, muß aber nicht, weil hoffentlich Spannbänder oder andere Windverbände drin sind, außerdem steift die Unterdeckbahn noch einmal aus; es geht also auch ohne OSB-Platte, z.B. 2x Gipskartonbauplatte oder Fermacell oder...........

Probleme hab ich mit der Aufsparrendämmung, weil ich mir ein optisch akzeptables Ergebnis nicht vorstellen kann.

Es bleibt Tüftelei.
By the way: Was machen Sie mit dem Turmdächlein ?
Und was passiert mit den Innenwänden, UG, OG?

Gutes Gelingen !



Die Wärmedämmung



einzelner Bauteile verändert das ganze bauphysikalische System eines Gebäudes. Am besten ein Gesamtkonzept für das gesamte Gebäude erarbeiten, um das jetzt bestehende Gleichgewicht möglichst zu erhalten.
Möglichst diffusionsoffene Systeme wählen und Dampfsperren vermeiden. Und oft ist es sinnvoll, nicht das maximal mögliche einzubauen.
MfG
dasMaurer



Vielen Dank



für die vielen Meinungen!
Also was ich nicht verstehe ist das mit dem Dämmirrsinn! da das ganze ja bewohnt war und auch wieder bewohnt werden soll muss ich doch irgentwie Dämmen! Oder?
Ausserdem war es ja auch vorher gedämmt gewesen mit Glasfaser und Pappe und Zeitung und Unglaulich viel Bauschaum!
Was ich noch ergänzen muss ist das das EG und 1 stock in einem sehr gut renoviertem zustand ist und auch heizungstechnisch sehr viel gemacht worden ist (Pelletsheizung mit 36 KW, viele Wandheizungen und natürlich auch Heizkörper) das was dem haus noch fehlt ist jetzt halt erstmal ein neues Dach weil s halt da oben stellenweise schon ordentlich reigetropft hat! es mussten zum Beispiel alle Deckenbalken zwischen 1 und 2 Stock in der höhe der Verbindung der beiden Flügel repariert werden wegen Waserschaden. Der ganze Dachstuhl ist auf einer Seite ca 15 cm runtergerutscht.
Und deswegen hab ich mir gedacht wenn ich was mache dann aber richtig und da das richtig machen ein haufen eus kostet muss das ja auch irgentwie bezahlt werden z.B mit einer Vermietung.
Wo bekomm ich denn die Dämmwerttabellen zu den ganzen Materialien (Glaswolle, Steinwolle, Isoflock, usw.)?


Auch das Turmdach wird erneuert. Die Sparren sind noch gut sind aber irgentwann mal erneuert worden drauf soll dann der Turmbieberschwanz! bin ich auch schon sehr gespannt wie das dann aussieht!
Wenn es Interressiert stelle ich gern noch ein paar aktuelle Bilder von der Renovierung rein!?



Ach



gar nicht darauf reagieren.
Eine Meinung zu bilden ohne das Objekt zu kennen ist schwierig.
Ein gutes Dämmsystem ist bei einem Altbau sehr wichtig.
Ich würde aber einen Planer dabei holen der verschiedene Dämmkonzepte ausarbeitet.Dann können Sie sich entscheiden.
Auch wenn es ein bisschen teurer ist.



Alle



zugelassenen Dämmstoffe sind in Wärmeleitfähigkeitsgruppen klassifiziert und somit direkt vergleichbar.
Ein Dämmstoff der Klasse "040" hat ein entsprechendes Dämmvermögen, egal ob Mineralwolle, Schaumstoff oder Hanf oder Holzweichfaser.
Und zum Thema "Dämmirrsin": Tatsache ist, dass durch falsche Dämmassnahmen an Altbauten viel Schaden angerichtet wurde und immer noch wird. Deswegen die Wärmedämmung zu verteufeln, ist wohl die falsche Reaktion.
Wenn ich als Pollenallergiker in den Garten gehe, ist das meinem Wohlbefinden abträglich, aber deswegen die Atmung einzustellen, ist wohl die fatalste Problemlösung.
MfG
dasMaurer



Dämmung



Hallo,

es wäre sicherlich falsch, die Eigenschaften von Baumaterialien nur nach ihrem Dämmwert zu beurteilen. Andere Eigenschaften, wie Brandverhalten, Gehalt an möglichen Schadstoffen, Gewicht, Bearbeitungsfreundlichkeit und Abmessungen sind mindestens ebenso wichtig. Den Preis nicht vergessen !
Die Eigenschaften der Baustoffe sind in ihren technischen Merkblättern komplett enthalten. Deshalb rate ich selbst Handwerkern, die das erste mal mit einem bestimmten Material umgehen, die zugehörigen Merkblätter komplett zu lesen. Da steht nämlich noch einiges zu den Randbedingungen der Verarbeitung drin und vor allem zu Sicherheitshinweisen;
Quelle : meist durch download von der Seite der Hersteller.
Eher allgemein kann man sich in "Bautechnischen Zahlentafeln" (Buchhandel) informieren. Größte Aktualität bieten Bauphysik-Programme, die häufig aktualisiert werden, aber teuer und für den Privatanwender wenig zweckmäßig sind.

Und noch etwas: Wenn Sie den Markt der Möglichkeiten abgegrast haben, müssen Sie nicht unbedingt auf die für Sie richtige Lösung gestoßen sein. Diese Informationen einzuordnen und eine Empfehlung aussprechen zu können, ist Aufgabe des Architekten, Ingenieurs, Handwerkers oder Energieberaters.

Grüße vom Niederrhein



Alles geht....!!!!!



........sagt die Industrie und viele Verbündete dieser!!!
Doch die Ergebnisse begegnen uns Tag täglich!!!

Hier in den Antworten fiel bereits der Name Konrad Fischer.
Das wäre auch von unserer Seite ein entsprechender Fachkontakt.
Habe ihn persönlich kennen gelernt und so auch die verschiedensten Herangehensweisen zum bestehenden Dämmwahn mir einmal erläutern lassen.

Ihre geplante OSB-Ebene innenseitig sehen wir als kritisch an, weil diese als "dampfdicht!" anzusehen ist.
Eine diffusionsoffene, aber winddichte Lösung ist da sinnvoller.
So u.U. mit pro clima Baupapieren erstellt und einer nachfolgenden sorptionsfähigen Vollsparrendämmung.

Eine Aufdachdämmung an Ihrem Gebäude ist Unsinn und wäre ein Frevel für den Fortbestand und das Gebäude schlecht hin.


@ Sven Ruge

Habe ich da richtig gelesen, Du hast zu Styropur geraten??
Oder sollte das nur ein Wink mit dem Zaunpfahl sein!


Handwerklicher Gruß nach Otzberg,

Udo Mühle



Flocken



Also wenn auf dem Dach schon Holzweichfaserdämmplatten sind und Sie innen eine Ebene OSB einbauen möchten würde sich Zellulosedämmung anbieten die eingeblasen wird. Gerade im Blick auf den Sommerlichen Hitzeschutz eine ideale Lösung.
Auf das alte Dach würde ich evtl eine 6cm Holzweichfaserplatte verlegen, innen auch OSB und auch ausflocken. Bei einem alten Dachstuhl mit nicht scharfkantigen Balken füllen die Flocken jeden Zwischenraum aus, zuverlässiger als man das mit Wolle hinbekommen würde.
Sie können natürlich auch eine dickere Dämmplatte auf dem Dach verwenden, sie ist nur im gegensatz zu den Flocken relativ teuer. Wenn Ihnen die Dämmstärke nicht ausreicht können auch seitlich an den Sparren Bohlen in der gewünschten Dämmstärke angebracht werden die sowol innen als auch außen eine gerade Fläche schaffen auf die dann außen zb. eine 35er Dämmplatte und innen OSB angebracht wird. Rest ausflocken. Gewissenhafte Anschlüsse der OSB Platte an Durchdringungen und angrenzende Bauteile vorrausgesetzt.



Hallo Udo Mühle



Mein Tip mit dem Styropur war natürlich nur "halbernst" und bezog sich auf den neueren Anbau, von dem ich übrigens auch gern mal ein Foto sehen möchte.
Ich bin zwar Restaurator aber auch ich kann mich vor der Zeit nicht verstecken.
Ich habe auch Strom und Brennwerttechnik zu hause und nicht Kerzen und einen offenen Kamin.
Früher wurde Stroh auf den Dachboden gelegt aber heut will man darin wohnen :-)


Grüße aus der Lausitz
Sven Ruge