Sockelausbildung innen???

07.03.2011


Hallo Leute,

hat jemand eine Idee wie ich meinen Natursteinsockel innen bündig mit meiner Holzfaserdämmung bekomme. An einigen stellen steht der Sockel über. Ich hätte auch nicht die Holzfaserdämmung bis OK Bodenplatte ziehen können.

Kann man einen Lehm aufspachtel so das es auch hält??
Höhe nach Fußbodeneinbau ca. 25cm bis UK Holzfaserdämmung.

Vielen Dank





Wie wäre es mit Anbringen eine Holzlatte auf Höhe unterkante Dämmung und beiputzen des Sockelbereiches mit Luftkalkputz in 2-3 Lagen?Ist der Sockelbereich feucht?Welches Putz befindet sich auf dem Natursteinsockel?

VG





Putzeckschiene heißt das Wunderwort.

Grüße



weiter im Text ;-)



Momentan ist der Naturstein roh, unbehandelt nichts weiter drauf.
Als ich die Gefache mit Kalkmörtel ausgeputz habe um eine bündige Fläche mit den Balken zu bekommen habe ich überlegt ob dies auch mit dem Sockel gemacht werden kann. War mir aber nicht sicher ob es eine gravierende Wärmebrücke ist (35cm starker Sockel)und sich Kondensat im Winter ablagert. Ich schätze mal nicht, hatte jetzt im Winter einen Werkstattofen drinnen und der Stein war trocken, also Feucht ist der Sockel nicht. Wurde auch erst vom Steinmetz im Sommer neu angelegt.
Also Luftkalkputz in 3 Lagen aufbringen (ohne Schiene)die überstehende Armierung mit einbinden und danach im ganzen mit einem Edel Feinlehm die Wand verputzen. Könnte es zu einem Hotizontalriß kommen? Verschiedene Materialien...oder arbeitet die Armierung dagegen?



... nochmal langsam gelesen ...



Hallo Germjak,

... habe ich dich richtig verstanden, daß Du ein Fachwerkhaus mit Natursteinsockel, das Fachwerk mit einer Innendämmung versehen hast und der Natursteinsockel zum Teil sichtbar im Innenraum noch 25cm über die Bodenplatte hinausragt? ...

Frage wäre nun für mich, welcher Wandaufbau steckt insgesamt dahinter + wie dick ist Deine Dämmung. Die Vermutung liegt freilich nahe, daß Du damit nun eine saubere Wärmebrücke hast, die durch die Innendämmung gut zum Tragen kommt. ... Genaueres kann man wohl aber nur mit mehr Input sagen.

Gruß aus Berlin,
Stephan



Hallo Stephan



Hallo Stephan,

genau so ist ist:-)

homogener Wandaufbau:
14/16cm starkes Fachwerk
11,5 Backsteine
3-5cm Kalkmörtel
14cm Udi IN Recon Holzfaserdämmung
0,5-1cm Udi Multigrund ("Dampfbremse" zum Spachtel)
darauf soll dan ein Lehmfeinputz kommen
Wandaufbau also ca.32cm

der Sockel ist ca.35cm-40cm da er aber etwas nach außen steht wegen der Tropfkante habe ich innen ca. 6-8cm zu überbrücken, mit etwas was lange hält, damit der Feinlehmputz eine Ebene Fläche bis OK Fußboden ergibt.

Was ist eine "saubere" WB sowas wie eine "Soll"brücke im Haus
LG



Wärmebrücke



... auch ich arbeite gerade mit dem Reco-System von Unger, habe mich aber für meine 24er Vollziegelwand mit 10 cm begnügt. Meine Dämmung geht überall bis in den Fußbodenaufbau und ist von unten nochmal gesondert gegen aufsteigende Feuchte geschützt.

Wie auch immer! ... Das Problem bei Innendämmung ist unter anderem , daß Mauerwerk an den Randbereichen ( dort wo keine Dämmung ist) stärker auskühlt als wenn gar keine Dämmung da wäre. Eine Problemzohne ergibt sich somit z.B im Bereich der Fensterlaibungen, die deshalb auch unbedingt mit zu dämmen sind.

Bei deinem Feldsteinsockel sollte es sich ähnlich verhalten! War aber auch vorher sicher schon eher relativ kühl an der Oberfläche. Das dies nicht zu Tauwasser geführt hat, wundert mich ein wenig. Vielleicht weiß das aber ein Anderer hier im Forum besser einzuschätzen. ...

Ich würde erstmal vermuten, daß sich die Situation für den Sockel nun mit der Dämmung auf jeden Fall verschlechtert hat. Der eine Teil der Wand (der mit Dämmung ) sollte relativ warm sein, der andere (Feldsteinsockel) recht kühl. Ich würde eher dazu neigen hier auch eine Dämmung aufzubringen. Ansonsten hast Du die versprochene Wärmebrücke. ... Sauber, weil klar erkennbar!

Gruß, Stephan



genau eine Wärmebrücke



deshalb wollte ich etwas finden was ich auf den Sockel aufbringen kann. Bloß was?? Ein dicken Lehmputz, oder Kalkmörtel(dämmt aber nicht). Will keine Verkofferung bauen.



Sockelmauerwerk



Etwas ist hier komisch.
Normalerweise gehört der Sockel zum Keller oder zum Fußbodenaufbau.
Der Fertigfußboden ist sonst immer über bzw. in Höhe des Sockelabschlusses und damit ca. 30-60 cm über Geländeniveau. Das Sockelmauerwerk sollte also unterhalb des Fußbodens liegen.

Viele Grüße



... tiefer gelegt ?



... die Armierung sollte schon helfen Risse im Bereich des Kalkputzes zu vermeiden. Frage wäre, was passiert, wenn Du nun wie beschrieben nochmal mit einem Lehmputz drüber gehen willst.

Die unterschiedlichen Temperaturbereiche werden sicher dazu führen, daß der Lehm unterschiedlich auffeuchtet. Wenn Tauwasser entsteht, wirst Du das dann auch deutlich sehen. Auf Naturstein eher nicht, weil die vermutlich, abgesehen vom verwendeten Mörtel kein (kaum) Wasser aufnehmen werden.
Das Du bisher kein Tauwasser bemerkt hast, mag an den klimatischen Bedingungen im Haus gelegen haben, oder einfach daran, daß die warme Luft mit Deinem Werkstattofen gar nicht erst bis zum Boden gekommen ist. Wenn das später mal ein gut geheizter Wohnraum sein soll, wird das sicher anders sein.

Ich würde sagen, der Riss ist bei einem zusätzlichen Lehm-Oberputz ohne weitere Dämmung auf dem Sockel vorprogrammiert. Um eine Verkofferung oder einen Dämmputz wirst du in meinen Augen also nicht wirklich drum herum kommen. 2-4cm würden bei Dämmung sicher schon einiges bewirken um die Oberflächentemperatur entsprechend anzuheben.

Es gibt hier aber sicher noch andere Meinungen dazu.

Gruß,
Stephan



etwas anders



@ Herr Böttcher der Fußbodenaufbau ist:

25cm Bodenplatte, darauf 42,5 cm Natursteinsockel und darauf das Fachwerk. Mußten die Fundamente neu machen und haben gleich in dem zusammenhang nachdem das Haus abgestützt in der Luft hing eine Bodenplatte gegossen und darauf den Sockel neu aufgesetzt. Deshalb etwas anders...

Wärmedämmputz wäre auch noch eine Idee...
Habe noch etwas Leibungsdämmung über vielleicht bastelle ich mir etwas draus



Natursteinsockel



Heißt das Sie wollen den Fußboden weiter nach unten setzen?
Warum?
Ist die vorhandene Geschoßhöhe nicht ausreichend?
Wie kommen Sie mit der äußeren Geländehöhe hin, wie hoch wird der fertige Fußboden über dem Gelände liegen?

Was ich nicht verstehe:
Wenn Sie (so lese ich das heraus) eine neue, tiefer liegende Bodenplatte und eine neue, tiefer reichende Sockelmauer gebaut haben, warum die Sockelmauer dann nicht wärmegedämmt und in passender Größe als Mischmauerwerk mit Natursteinvorlage?

Egal wie: Am besten Sie lösen Ihr Problem mit einer Auffüllung, so das Ihr Fußboden oberhalb der Sockelmauer liegt!

Viele Grüße



...



... irgedwas ist mit dem Bild schief gelaufen ...
Ich versuchs nochmal



... so,



jetzt auch nochmal der Text dazu ...


Im Prinzip stimme ich ja den Fragen von Georg zu. Trotzdem nehm ich mal an, daß Du Deine Gründe hattest. ...

Das mit dem Dämmputz wäre freilich auch ein Ansatz. Die machbare Dämmstärke (ca. 4cm) wäre aber wohl eher nicht genug um eine wesentliche Anhebung der Oberflächentemperatur zu erreichen ...

Anbei hab ich mal im Schnellschuß Deinen Wandaufbau versucht nachzubilden. Wie Du siehst liegt hier die Oberflächentemperatur im Bereich des Sockels nur bei etwa 9°. Um Tauwasser-frei zu bleiben bräuchtest du irgendwas zwischen 12 und 14°. Schon mit nur 2cm Laibungsplatten (Lambda 0.04) wird das schwierig zu erreichen.

Mehr hinsichtlich der minimal angeratenen Dämmstärke fällt mir schwer zu sagen. Den genauen U-Wert Deines Sockels zu ermitteln ist eher schwierig, da stark von den verwendeten Steinen und Mörtel abhängig. Leider hat auch bisher keiner von den Anderen diesen Punkt aufgegriffen. Vermutlich aus dem selben Grund.

Gruß aus Berlin,
Stephan


PS: Das mit dem Bild funktioniert irgendwie immer noch nicht ...?




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