Restaurierung von Fachwerk

17.06.2010


Hallo zusammen,

erst mal ich bin neu und platze schon gleich mal mit par Fragen rein die mir und den anderen hoffentlich hilfreich sind.
Ich geh mal das erste Thema Innendämmung an. Und zwar habe ich mir folgendes überlegt. Wenn man mittels hilfe von ca 3cm Kanthölzern eine Luftbrücke zwischen Ausenwand und Innendämmung (Schilf/Lehm) schaft, hat man dadruch auch noch eine Verlagerung des taupunktes?
Und nun die 2. Frage. Ich habe mir ja ein Altes Fachwerkhaus angesehen BJ. ca 1800 und dort verbirgt sich ein Problem das mir weng Kopfzerbrechen gestaltet. Die Balkenkonstroktuion sinkt in der Mitte von den Haus ein, schätze mal es sind ca 10 cm was sich auch Sichtbar auf die Decken überträgt und meine Vermutung ist dass der Bodenuntergrund recht feucht ist und die Balken einfach Weg faulen und dadruch der Höhenabfall vom haus kommt. Nun hatte ich mir überlegt das Ganze Haus zu Entkernen, das Hauserdreich auszuheben und die ganze Konstruktion irgendwie in die Höhe wieder zu stämmen. So nun weiß ich nicht wie ich es machen könnte, aber ich weiß wie man es später machen kann dass die Feuchtigkeit nicht mehr nach oben kommt, dafür würde ich Glasschaumsteine her nehmen.

Ok danke fürs lesen, und danke schon mal für die Antworten.





Hallo Sem,

die Luftschicht führt witterungsbedingt zum Tauwasserausfall an der Innenseite der Außenschale. Bei Innendämmungen sollte möglichst kein Hohlraum im Wandgefüge entstehen.
Das zweite Problem klingt sehr abenteuerlich. Sicher ist es möglich bei Fachwerkgebäuden in gewissen Rahmen Verformungen rückgängig zu machen, doch ist so etwas Sache eines fachwerkerfahrenen Zimmermannes, Statikers. Damit Du nicht im Ziegelregen stehst nachdem Du den Wagenheber angesetzt hast würde ich mir zunächst einmal Beratung vor Ort holen. :-)) Denkmalschutz beachten!!

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer





Hallo,

Zu 1.
Ja, der Taupunkt liegt dann mit relativer Sicherheit hinter der Innendämmung und da gehört er nicht hin.

Zu 2.
Bevor Sie anfangen den Baugrund auszuheben, es geht doch ums EG?, empfehle ich dringend einen Fachmann vor Ort diese Möglichkeit prüfen, und die Verfahrensweise festlegen zu lassen.

Grüße aus Schönebeck





Danke schon mal für die Antworten.

Ok dann ein anderer Lösungsvorschlag für die Dämmung, wovon ich in diesen Forum noch nicht viel mit bekommen habe bis hin zu gar nichts. Es gibt eine Firma die nennt sich Haacke http://www.haacke-cellco.info/produkte0.html die Wärmedämmlehmplatten anbieten,da ich nun leider keine große Ahnung mit Innenisolierung und Taupunktverschiebung habe wollte ich fragen ob die Wärmedämmlehmplatten als gute und sichere Lösung anbieten?
Zur aushebung des Erdreichs, ja es ist fürs Erdgeschoss vorgesehen, eig. dachte ich mir jetzt schon das komplette haus zu entkernen und von Grund auf wieder ins Lot zu "biegen".





Stellen Sie mal ein paar Fotos vom Haus ein.

Aus welchem Grund eine Innendämmung?

Grüße aus Schönebeck



Und…



...wo steht das Haus?

Grüße aus Schönebeck





Fahre heute erst wieder zu einer erneuten Besichtigung,und werde da mal ein par Fotos machen.
Innendämmung aus den einfachen Grund, die Wände besitzen eine Wand Dicke von gerade mal 12-14cm, und ich hab schon von einen Wärmeabfall im Winter von bis zu 6 Grad auf einen Meter Distanz gehört, und das hat mich doch abgeschreckt.
Mir wäre es zwar lieber ein Haus aus Sandstein zu besitzen wo die Wände wesentlich dicker sind, leider werden solche Häuser in unserer Gegend nicht all zu oft zum Verkauf angeboten, und schon mal gar nicht zu einen vernünftigen Preis. Aber letztentlich muss ich sagen ich trau einen unisolierten Fachwerkhaus kein warmen Winter zu, da ich eher alles zu den Wänden raus heitzen werde als da wo ich die Wärme haben will.
Es befindet sich in Altenmünster, bei Stadlauringen.





Warum eine Dämmung geplant ist, ist mir schon klar, warum aber nicht von außen?
Steht das Haus unter Denkmalschutz?
Bauphysikalisch ist eine Außendämmung immer die beste Lösung.

Gut aussehen kann so etwas auch.

Grüße aus Schönebeck

[pubimg 22191]





Ja kann duchaus schön aussehen, aber wenn ich mir doch ein Fachwerkhaus zulege, dann mach ich des einfach damit man zeigen kann dass man sich mühe gibt das alte zu erhalten und für die Lebensqualität was ein Fachwerkhaus mit sich bringt. Und wenn man ne Außenisolierung macht geht halt schon viel von den Charakter eines Hauses verloren. Man kauft ja ein Historisches Haus wegen seinen alten Strukturen, die ein Neubau nicht mit sich bringen kann, und wenn man das nun von Außen Isolieren würde, zerstört man ja die Struktur und die einzigartigkeit.





Ursprünglich waren die Fassaden sehr vieler Fachwerkhäuser, die jetzt sichtiges Fachwerk haben aber auch bekleidet.
Die Lebensqualität leidet unter solcher Bekleidung nicht.

Grüße aus Schönebeck





Ok Ok, aber nun ist die Frage wie darf man so etwas von Außen dämmen dass es gut aussieht, und wie ist es dann Historisch Orginal?





Es ist wichtig wie Du das haben willst, vor allem ob es zum Haus passt und vermutlich bei Baujahr 1800 - was der Denkmalschützer dazu sagt. Innen- und Außendämmung haben beide Vor- und Nachteile und müssen bei häufig sensiblen Fachwerkbauten richtig dimensioniert und montiert werden sonst kann solch eine Maßnahme – falsch montiert, falsch dimensioniert, falsch endbehandelt – nicht nur zum Verlust der beabsichtigten Dämmwirkung, sondern sogar dauerhaft zu Schäden an Gebäude und nicht zuletzt Gesundheit führen. "Viel hilft viel!" kann nämlich tüchtig daneben gehen.

Bei Dämmmaßnahmen muss immer das Gesamtbauteil betrachtet und alle physikalischen Gegebenheiten berücksichtigt werden. Werden beispielsweise "nur" die Fenster ausgetauscht oder "nur" Dämmmaßnahmen an der Wand durchgeführt ist der zukünftige Schwachpunkt des Gesamtbauteiles schnell ersichtlich.

Stell doch mal ein paar Bilder ein.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



und



Wo?

FK



Altenmünster



wird auser mir keiner kennen!
gruß frank




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