Wärmedämmung mit Schilfmatte




Hallo,

ich habe bei meinem Fachwerkhaus an der Außenseite eine Lattenkonstruktion angebracht und hierauf (nach Dämmung des Lattenzwischenraumes)Schilfmatten mit einer Stärke von 5 cm montiert. Allerdings sind die Matten so montiert, dass die Schilfhalme senk- und nicht wagerecht verlaufen. Im Frühjahr will ich das Haus mit einem Kalkputz verputzen. Nun bin ich jedoch etwas unsicher geworden, inwieweit eine wagerechte Montage zwingend erforderlich ist, um ein Abrutschen des Putzes zu vermeiden oder ob auch bei einer senkrechten Montage bzw. Stellung der Schilfhalme eine ausreichende Haftung gegeben ist. Im Netz bin ich bis auf einige Fotos und allgemeine Beschreibungen nicht wirklich fündig geworden und auch hiernach gab es zumindest den Fotos zufolge sowohl eine senkrechte als auch wagerechte Montage der Schilfmatten.

Hat jemand Erfahrung hierzu? Oder sollte ich die Matten nochmals neu Verlegen (was ich nach Umständen zu vermeiden versuche)? Wäre es ggf. ausreichend auf die Matten selbst noch Armierungsgage aufzubringen, um einen besseren Haftgrund für den Kalkputz zu erreichen?

Danke für eure Mühe und zweckdienliche Hinweise schon im Voraus.

MfG
Olaf Becker



Außenputz



Keine Angst, Kalkputz hält sogar über Kopf an Schilfmatten, vorausgesetzt, man kann putzen.
Wichtig ist, das die Matten nicht beim Anwerfen federn, ich hoffe, Deine Unterkonstruktion kann das ab.
Übrigens, warum nimmst Du eigentlich Schilfmatten als Putzträger? Besser geeignet wären Putzträgerplatten aus Holzwolle oder Du verbretterst die Fläche.

Gruß Georg



Wärmedämmung mit Schilfmatten



Danke für Deine schnelle Antwort. Ich bin nunmehr ein bissel beruhigt.

Die Schilfmatten habe ich genommen, da sie bereits auf dem Hof noch von meinem Vorgänger vorhanden und somit im Kaufpreis enthalten war. Des Weiteren wollte ich noch etwas Wärmedämmung erreichen, da meine Wände Lehmwände mit Flechtwerk lediglich 16 cm stark sind. Mit dem gesamten Aufbau einschließlich Putz habe ich jetzt eine Wandstärke von ca. 28 cm, was mir völlig ausreicht.

Bezüglich des Haltens der Unterkonstruktion bin ich zuversichtlich.

Ich wünsche Dir und Deiner Familie einen schönen Jahresausklang.


Gruss
Olaf



Schilfrohrdämmung



Na, wenn es umsonst ist, hätte ich es auch genommen.
Du bist Dir aber hoffentlich bewußt, da Du nur ca. 2 cm Kalkputz zwischen dem Schlagregen und Deiner Dämmung hast! Achte vor allem auf die Wetterseite. Wie bildest Du eigentlich den Sockel bei dem Überstand aus und hast Du noch genügend Dachüberstand?

Gruß Georg



Schilfrohrdämmung



Der Sockel, auf welchem mein Schwellbalken sitzt besteht aus Sandsteinquadern. Die Schilfrohrdämmung hat einschließlich Putzstärke einen Sockelüberstand von ca. 12 cm. Der Abbschluss wird durch Dachlatten gebildet (hier sitzen die Schilmatten auf). Nach Rücksprache mit unserem Dorfmaurer kommen hier noch Ablaufbleche dran (ggf. werde ich die Lattung noch bis auf Putzstärke aufdoppeln). Der Dachüberstand selbst beträgt ca. 60 - 70 cm. Bezüglich des Schlagregens gebe ich dir Recht, dass dies ggf. problematisch werden könnte. Allerdings ist ein paar Häuser weiter ebenfalls ein Fachwerkhaus mit Kalkputz verputzt und die Fächer unserer Scheune haben wir ebenfalls schon zum Teil auf der Wetterseite mit dem geleichen Baustoff ausgeputzt. Schäden sind bei beiden Häusren bisher nicht festzustellen. Hier lasse ich mich üerraschen (hoffentlich nicht böse).

Die Fenster werde ich mit alten Brettern verschalen um eine saubere Anputzkante zu bekommen. Anschließend wird die Schalung abgenommen und die äußere Leibung mit einer Überdeckung von ca. 10 cm montiert.

Gruss
Olaf



Schilfrohr



Danke für die Information

Georg