Außenwanddämmung an Okal-Fertighaus mit gemauertem Betonkeller

17.06.2009



Hallo,

bin schon seit Anfang des Jahres dabei, unsere "Bausünde" aus den siebziger Jahren (Fertighaus mit Flachdach, Grundfläche 15 x 10 m) in ein halbweg bewohnbares "normales" Haus umzubauen, zu renovieren und zu sanieren. Geplant sind folgende "Gewerke": 1. Erneuerung der Außenwände, 2. Austausch der Fenster und Haustüren, 3. Verstärkung der tragenden Wände und Austausch der Innenwände, 4. neuer Dachaufbau (Steildach, 35 Grad) 5. Außendämmung und 6. Austausch der Decken und Fußböden. Bei dieser Auflistung erschließt sich schnell, woher der Name Fertighaus kommt: das Haus ist einfach früher, schneller und gründlicher "fertig" als konventionell gebaute Häuser, sodass immer zu überlegen ist, ob nicht ein Abriss mit anschließendem Neubau die günstigere und bessere Alternative ist. Hierfür haben wir uns (leider?!) nicht entschieden. Kurzum, gestern war unser Architekt und Statiker wegen des neuen Dachaufbaus und der Außenwandisolierung vor Ort. Dabei sind zwei Probleme aufgetaucht. Die derzeitige Außendwand trägt das neu geplante Dach nicht und muss verstärkt werden, d. h. es müssen neue Ständerbalken eingezogen und mit entsprechenden Platten ausgesteift werden (Scheibenwirkung). Aus grundsätzlichen Erwägungen möchte ich keine OSB-Platten verwenden, sondern nach Möglichkeit Fermacell-Platten. Weiß jemand, welche sich hierfür eignen und wie die neuen Balken zur Verstärkung eingebaut werden müssen?
Bei der neuen Außenwandisolierung (Vollwärmeschutz) haben wir den gemauerten Keller, das OG und das Dach (Giebelwände) zu berücksichtigen. Auf dem OG befindet sich bereits die neue Außenwandplatte (Fermacell Powerpanel HD) mit neuer Dämmung (12 cm Mineralwolle von isover Lambda 032), die Fenster und Haustüren sind auch bereist schon ausgetauscht. Nach mehreren Überlegungen zum Vollwärmeschutz bieten sich uns aktuell folgende Alternativen: Außenwanddämmung mit Styropor und Verputz, Außenwanddämmung mit Mineralwollplatten und Verputz, Ummauerung des gesamten Gebäudes mit einer Poroton-Mauer mit anschließendem Verputz. Nachdem wir schon genug mit Schimmel, feuchter Isolierung und einem Cocktail an Schadstoffen (Formaldehyd, Lindan, Naphtalin, PCB...) geschädigt sind, möchten wir jetzt keine neuen "Bausünden" begehen und deshalb die Frage: Stimmt es, dass man Styropor zur Vermeidung von Schimmel und Schwitzwasser hinterlüften muss? Welche Bedenken, Risiken bestehen bei einer Ummauerung mit einer Porotonmauer, die immerhin in der Lage ist Feuchtigeeit auszugleichen, wenngleich die Wärmedämmung nicht so gut sein dürfte? Müsste die Mauer zum Keller bzw. zu den Fermacellplatten hinterlüftet werden, wie dies beispielsweise bei einer Verklinkerng der Fall wäre? Könnte sich der Taupunkt zu weit in die Wand verlagern, sodass sich erneut Schwitzwasser und Schimmel in der Wand bildet?

Für eine Antwort wären wir sehr dankbar!

Viele Grüße an alle Denker, Dämmer und Dichter!



Sanierung Okal- Fertighaus



Was bleibt eigentlich vom alten Haus nach dieser Sanierung noch übrig?

Viele Grüße





Nicht viel: Der tragende Keller, das Fachwerk im OG.



Sanierung Okal- Haus



Wäre es da nicht kostengünstiger, das Haus neu in Massivbauweise auf dem vorhandenen Keller aufzubauen?
Das Ergebnis der jetzt geplanten Sanierung bleibt m.E. nach immer nur Flick- bzw. Stückwerk mit einem erheblichen Fehlerpotential.
Besser ist es da, die Hütte zu demontieren und was noch brauchbar ist, z.B. Holz für das Dachtragwerk, weiter zu verwenden bzw. zu verkaufen.
Der Rest geht in den Shredder.

Viele Grüße





Du hast einen Architekten und einen Statiker, es wird aber erst angefangen zu denken nachdem schon teilweise gebaut ist. Was machen die beiden eigentlich?

Warum macht der Statiker keine Angaben zur Platte?
Wo ist der Zusammenhang zwischen hinterlüfteter PS-Dämmung und Kondenswasser? Was meinst du wir gut eine hinterlüftete WDVS-Fassade dämmt? Welche Feuchte soll Poroton als Ummauerung ausgleichen wollen?...

Das ist definitiv der falsche Weg.



Fertig



da bleibt doch nichts mehr übrig. Das ist irgendwie dreimal um die Ecke gedacht. Die Maßnahme wird teurer als ein einfacher monolithischer Aufbau, der dann auch problemlos die Last des neuen Daches abtragen kann.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer