Heizungsrohre und Innendämmung

31.05.2011



Erstmal Hallo und Danke für die vilen guten Tipps die ich hier schon "inkognito" nachlesen konnte. Nun hätte ich aber mal ein paar Fragen zu denen ich so direkt nichts gefunden habe.

Eigentlich wollte ich gar nicht renovieren, aber ... ach lassen wir das, ist nunmal so und da muss ich durch!

Innendämmung ist angesagt, da breits Iso-Fenster drin sind und aussen nix gemacht werden darf (Denkmal).

Auf die Fachwerkwand kommt zuerst Lehm, da sollen dann Schilfrohrplatten reingedrückt werden. Verputzt wird dann wieder mit Lehm.

Nun stellt sich die Frage wohin mit den Heizungsrohren? Und wie befestige ich die Steckdosen?

Mir wärs ja recht wenn die Rohre hinter der Dämmung verschwinden könnten, natürlich dick isoliert.
Aber ist das tatsächlich eine gute Idee? Bilden die Kupferrohre in dem Fall nicht eine Wärme- bzw. Kältebrücke? Besonders dann wenn die Heizung aus ist, und der Raum nur mit dem Ofen beheizt wird?

Ähnliches Problem bei den Steckdosen: Kann ich die in der Dämmung versenken? Und zieht's mir nicht durch die ganzen Rohre?

Wäre toll wenn mir einer zu diesen Problemen weiterhelfen könnte!
Besten Dank!



...



Schau mal 2 Eintragszeilen weiter unten! Dort gibt es ein ähnliches Problem nur mit dem Vorteil, daß Holzfaserdämmung verbaut werden soll. ...

Wegen der Wärmebrücken würde ich mir weniger Gedanken machen, da die Rohre ja in der Dämmung verbleiben. Kritischer sieht es jeh nach Wandaufbau mit möglichem Tauwasser aus und bei Schilf wäre ich persöhnlich in Bezug auf Elektro ohnehin etwas vorsichtiger (Kontaktfunken bei modernen Schaltnetzteilen).

Gruß aus Belrin,





Hallo Stephan,

danke für den Hinweis auf den anderen Beitrag, hab mir das mal zu Gemüte geführt.
Du schreibst "mit dem Vorteil, daß Holzfaserdämmung verbaut werden soll. ..."
Inwiefern ist diese Dämmung vorteilhafter?
Mein Gedankenspiel war, das zu nutzen was annähernd an das Material rankommt was vor 200 Jahren verfügbar war.

Was genau steckt hinter dem Problem mit Tauwasser?



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Die Vorteilsbekundung war lediglich gegenüber der andersartigen Substanz von Holzweichfasern (Plattenware) gemeint. Hier kann eher mit Schrauben gearbeitet werden, und es ließen sich hier z.B. auch einfach zusätzliche Kanäle oder dergleichen für etwaige Installationen Unterputz einfräsen (nur Raumseitig).

Bei Schilfrohrmatten ginge das nur bedingt. ... Andererseits, wie dick soll denn dein Lehmaufputz später ausfallen. Kabel ließen sich sicher auch einfach in die Lehmschicht integrieren. Im Bereich der Dosen dann entsprechend Schilf aussparren, so daß die Dosen voll vom Lehmputz umschlossen werden können. Mehr Halt für die Dosen könnte man über ein entsprechend gestaltetes Bretchen oder dergleichen hinbekommen. Sollte eigentlich gehen, habe ich aber noch nie gemacht. ... Wie gesagt! Meine Präferenz wäre es, jegliche Installation aus der Dämmung raus zu halten oder diese zumindest auf ein Minimum zu beschränken. Mit etwas Planung sollte das gehen.

Gruß aus Berlin,