Innendämmung, kleiner Schubs benötigt




Guten Tag zusammen.

Bzgl. der Innendämmung meines Hauses stehe ich kurz vor der Entscheidung, und brauche noch einen Schubs in die richtige Richtung.

- Gedämmt werden soll die Südseite meines Hauses (kein Fachwerk), die Wetterseiten sind bereits von außen gedämmt. Eine Außendämmung kommt aus diversen Gründen nicht in Frage. Im Sommer ist die Südseite inzwischen mit wildem Wein bewachsen, und heizt sich deshalb nicht mehr so sehr auf, was im Sommer ganz angenehm ist. Im Winter ist der Wein weg, und bei Sonne speichert die Mauer doch ganz schön.

- Es handelt sich um ein ca. 36 cm dickes, ca. 100 Jahre altes Klinker-Mauerwerk

- Die Fenster im kompletten Haus werden ausgetauscht, und die Renovierungssünden der vorherigen Eigentümer sollen möglichst alle behoben werden. Die zugigen Stellen werden dicht gemacht.

- Es soll eine Wandheizung eingebaut werden.

Meine derzeitige Planung:

Ich würde den teilweise vorhandenen Kalkputz innen abnehmen, so daß ich eine regelmäßige Oberfläche habe (d.h. alles Klinker, statt Klinker mit verschiedenen verputzten Stellen)

Auf den Klinker würde ich eine glatte Ebene Lehmputz aufbringen, ca. 1cm.

Auf den Lehmputz eine 4 bis 6cm dicke Dämmung, darauf die Wandheizung (Ripal).

Die Wandheizung dann mit Lehm verputzen, erste Lage die Rohre, zweite Lage mit Gewebe, das werden ca. 3 cm.

In den Fensterlaibungen würde ich wenn möglich eine dünnere Dämmung (2 cm) "um die Ecken ziehen", ebenfalls an den Raumecken.

Meine Frage:

Was nehme ich als Innendämmung ? Ich schwanke zwischen Holzweichfaserplatte (Gutex) und Multipor. Preislich habe ich mich nicht erkundigt, darauf kommt es auch nicht so an. Ich will möglichst lange Ruhe haben, und nicht das Risiko, daß z.B. die Holzweichfaserplatte bei entstehender Feuchtigkeit irgendwann leidet.

Bei Multipor stört mich das doch sehr aufwendige Aufbringen zusammen mit der Wandheizung: zuerst die Dämmung im Klinker verdübeln, dann nach Aufbringen der Wandheizung und der ersten Putzschicht dies nochmal im Klinker verdübeln.

Also, liebe Forumsmitglieder, gebt mir bitte ein wenig Unterstützung bei meinem Entscheidungsproblem :-)

Vielen Dank !

Andreas



innendämmung



als weitere dämm möglichkeit sehe ich den Putz der fa klimasan-perlit ein kalkperlitputz mit den vorteilen des kalks Feuchte regulierend und ausgleichend einfach auf allen tragfähigen untergründen zu Verarbeiten ist inner eine überlegung wert grüße u.d.



Kann ich nur beipflichten...



Im Fachwerkbau mit Lehmgefachen ist Lehminnenputz sicher oft die beste Wahl um u.a. den Haftungsproblemen aus dem Weg zu gehen. Aber bei Backstein- oder Klinkermauerwerk bietet sich ein Kalkputz an... Kann Klimasan nur empfehlen - allerdings hatten Bekannte das Problem, einen ausführenden Handwerker zu finden... Wenn mein Vorredner jemanden kennt, wäre auch ich für die Adresse dankbar...

Gruß Frank



Vom Lehmbauer ein Lehmputz...



...obwohl Kalkputz auch gänge.
Kalkputz sollte kalt verputzt werden und der Lehmputz aber unter Wärme!
Und dies wiederum hängt von Rohrsystem ab (Verbundrohr oder PE-Rohr).
In Ihrem Fall würden wir empfehlen:
Ein Verbundrohr endlos auf die Wand zu Verlegen und dieses dann unter Wärme mit Lehm 2-lagig zu verputzen.
Erst Rohrebene abziehen, dann nochmals kurz darüber gehen und Gewebe einbetten, durchtrocknen lassen und nachher einen Lhmoberputz aufbringen.
Ripalsystem wäre hier nicht das empfehlenswerteste.
Bei einer 37er Wand bräuchte man eigentlich keine Dämmebene unbedingt, doch eine Holzweichfaserplatte homogen in Lehm gebettet ist nicht die schlechteste Entscheidung.

Handwerklicher Gruß
Udo Mühle



Innendämmung - Nein Danke!!



Beim Putz:
Luftkaltkputz (mal bei www.solubel.de nachschauen und lesen
oder
Lehm (z.B. Claytec)
Dämmung trotz aller Berechnungen und "Meinungen" keine 100 Sicherheit auf lange Sicht.
Bauphysikalisch riskant! Da helfen auch keine Expertisen von Experten (die manchmal doch etwas befangen sein könnten)

nochmal überlegen!?

FK



Kondenswasser...



...könnte ja am ehesten im Winter entstehen, da läuft aber die WH. Ich hätte keine Bedenken, Holzweichfaser zu verwenden. Bis zum schlüssigen Nachweis, daß eine Dämmung nicht erforderlich ist, würde ich unbedingt dämmen. Klinker leiten die Wärme nicht so ganz schlecht ab.

Im übrigen stimme ich Udo zu.

Grüße

Thomas



Links rum oder rechts rum?



Der Satz ist ein Klassiker:

Bis zum schlüssigen Nachweis, daß eine Dämmung nicht erforderlich ist, würde ich unbedingt dämmen.

bloß würde ich ihn so umändern:
Bis zum schlüssigen Nachweis, daß eine Dämmung unbedingt und / oder überhaupt erforderlich ist, würde ich nicht dämmen.

(Jede Art von Innendämmung verlagert die Taupunktproblematik weiter ins Gebäude rein: Messen Sie mal in einem Schrank, der an einer Aussenwand steht, wie die Temperatur innen ist!)

Aber die pseudowissenschaftlichkeit von Meinungsverbreitern ist unschlagbar.

Frohes Inenndämmen und Glauben an den Gorepunkt!

FK



Kurz gedacht am Sonntag



"Aber die pseudowissenschaftlichkeit von Meinungsverbreitern ist unschlagbar.

Frohes Inenndämmen und Glauben an den Gorepunkt!"

Glauben Sie wirklich, Herr Kurz, daß diesen verbalen Dünnpfiff Irgendwer versteht? Ihr Beitrag ist nicht 'mal pseudowissenschaftlich, sondern einfach nur dumm. Wenn Sie können, berechnen Sie doch 'mal die 36cm Klinkerwand, und wieviel % der Heizleistung der WH bei angenommenen 20 Grad minus nach draußen abwandern.

Taupunkt: Die Wand wird das wärmste Bauteil. Innen wird somit kaum etwas kondensieren. Die oft angewandte 5cm HWPL-Dämmplatten sind keine 100%ige Dämmung, direkt davor ist die Heizleitung eingeputzt. Ob die Innenseite der alten Innenwand (d.h. hinter der Dämmung) kälter wird, als ohne Dämmung und Wandheizung, bezweifle ich, vermute eher das Gegenteil.

Äußerst gespannt

Thomas



Berechnungsdünnpfiff



Danke für das Kompliment vom Dünnpfiff!

Leider kommt so was immer nur von solchen Personen, die einen Taschenrechner haben / nicht beherrschen und ein Tabellenbuch auf dem Tisch liegen haben.

Wenn Sie mich nicht verstehen wollen oder können Sie nicht.
Das erste verzeih ich Ihrer Jugend und das zweite nehm ich an!

Wenn Sie doch so ein begnadeter Rechner sind, warum geben Sie dann nicht erstmal zu, dass jegliche Innendämmung Auswirkungen auf den Taupunkt hat!

Obwohl: Das bringt nichts!
Lassen Sie mir meinen "verbalen Dünpfiff" ich lasse Ihnen ja auch alles was Sie wollen und haben!
Ich will Ihnen ja nichts wegnehmen - auch keine "Meinung", die Sie sich mühsam erarbeitet haben!

Viel Erfolg damit und ein schönes Wochenende!

FK



Ein wenig...



...hatte ich meine obige Antwort noch erweitert und bitte ggf. um Beachtung.

Zwischenzeitlich kam dann schon Ihr nächster Beitrag.

Grüße

Thomas



Wissenschaftlicher Beitrag!



Danke Herr Böhme für Ihren Beitrag:

Taupunkt: Die Wand wird das wärmste Bauteil. Innen wird somit kaum etwas kondensieren. Die oft angewandte 5cm HWPL-Dämmplatten sind keine 100%ige Dämmung, direkt davor ist die Heizleitung eingeputzt. Ob die Innenseite der alten Innenwand (d.h. hinter der Dämmung) kälter wird, als ohne Dämmung und Wandheizung, bezweifle ich, vermute eher das Gegenteil.

Genau DAS ist DIE WISSENSCHAFT, die ich nicht verstehe!
Nur Fakten und Argumente!

Viel Erfolg damit und ein schönes Wochenende!

FK



Wenn ihr weiter streitet ...



... baue ich die Gipskarton-Styropor Platten und die Thermo-Tapete wieder ran, und stell´ mich auf den Standpunkt: wenn da in 30 Jahren nichts passiert ist, wird´s auch in Zukunft keine Probleme geben :-)

Mir ging´s wirklich nur um die Frage Holzweichfaserplatte oder Multipor. Daß da eine Dämmung hinkommt steht fest. Ich bin mir bei der Holzweichfaser eben nicht sicher, und bei der Multipor-Platte kann nach meinem Verständnis nicht viel passieren.

Gruß

Andreas



Dann widerlegen Sie doch meine Vermutungen...



...die sich natürlich auch auf praktische Erfahrungen und Beobachtungen stützen.

Mit Fakten und Berechnungen bitte, nicht mit weiterem martialischem Getöne.

Warum also ganz genau soll ich eine 36cm Klinkerwand mit eingeputzter Wandheizung nicht dämmen und mit welchen Energieverlusten muß ich bei 20 Grad minus Außentemperatur rechnen?

Grüße

Thomas



Ach ja,



die Albernheit mit meiner Jugend:

Ihrer schön gestalteten und informativen Homepage entnehme ich auch Ihr Alter. Exakt einen Monat Vorsprung haben Sie, Herr Kurz.

Das gibt keinen Stoff für Späßchen.

Grüße

Thomas



Berechnung:



@ Herr Böhme
"mit welchen Energieverlusten"
bei geschlossenem oder offenem Fenster?
bei Westwind oder Windstille
bei Schneefall oder Trockenheit
mit welcher Heizungsanlage (Warmluft oder etwas anderes)

Wissenschaftliches Denken Herr Böhme kann nur gleiches mit gleichem vergleichen und keinen Infobrei!
Mit diesem werden die Leute zugemüllt,damit Sie am Ende nicht mehr wissen, was Sache ist.
Dann WOLLEN die Leute nur entschieden haben ob es die Platte A oder die Platte B sein soll!
Die Grundlegende Frage wird nicht mehr hinterfragt, auch die Heizerei nicht und woher die Berechnungen kommen, ob die überhaupt stimmen ... die Fragen dann: "Auf was kann man sich denn überhaupt noch verlassen?"

@ Andreas L.
Ich versteh ja Ihre Intention: Sie wollen das RICHTIGE machen!
Nämlich Geld ausgeben!
Im Prinzip haben Sie das gemacht, was die Industrie will: Alle paar Jahre etwas neues, anderes und vermeintlich besseres kaufen und das Alte wegschmeissen.
Das nennt sich "Wirtschaftssystem" und "Optimierung / Manipulation von Käuferverhalten!"
Brauchen tun wir das so wenig wie die ganzen anderen Müllberge aus Plastik, Blech etc. -solange der Michel bezahlt ist doch alles in Ordnung!

Jetzt mal anders herum:
Ich versuche gerne durch Vergleiche etwas Klarheit zu schaffen:
Es hat sich einer intensiv über Fakire und kultische indische Handlungen informiert, und findet das sehr interessant und möchte das nun auch mal machen und überlegt sich ob die Nagelbetten besser mit normalen Stahlnägeln, Kupfernägeln Glassplittern oder V2A Nägeln bestückt werden sollen!
Im Prinzip sind Sie in einer ähnliche Situation - Sie WOLLEN entscheiden: Platte A oder B!
Ob das wirklich sinnvoll ist, steht ja gar nicht zur Debatte.

Sparen Sei einfach Geld und Verputzen Sie mit Luftkalkputz oder Lehmputz ohne Trallerla.
Mit dem Eingesparten Geld fahren Sie schön in Urlaub: Sansibar!

Viel Erfolg!

FK


P.S:
@ "man ist immer so alt wie man sich fühlt"



@ Andreas



Ich habe einem Bauherren gerade einen kleinen LKW voll Styropor ausgeredet, womit die Dachschrägen "gedämmt" werden sollten. Wenn Du also in dieser Richtung weitermachen willst, gibt's das sicher preiswert ab Baustelle :-)

Spaß beiseite, gewisse Dispute wiederholen sich des öfteren und sind manchmal mehr Ritual und Glaubensbekenntnis. Nicht so erst nehmen, selber denken... Mitunter versteckt sich ja auch ein Fakt im Gebüsch.

Bei der Bewertung eines Dämmstoffes ist auch die Kapillarwirkung wichtig. In HWPL funktioniert das recht gut, wie das bei Multipor ist, weiß ich nicht. Da solltest Du mal nachfragen.

Grüße

Thomas



Moderate Innendämmungen...



... werden in der Fachliteratur inzwischen einheitlich als unproblematisch eingestuft, lediglich bei Sichtfachwerk mit Schlagregenbelastung führen nicht kapillar leitende Dämmstoffe unter Umständen zu Problemen.
Ich empfehle (nochmals) u.a. folgende Untersuchung zu dem Thema zu lesen:

W.Walther & R. Borsch-Laaks, Innendämmung ohne Dampfbremse

Das eine Wandheizung auf einer ungedämmten Wand und die damit verbundene Erhöhung der Wandtemperatur insgesamt auch zu einem höheren Wärmeverlust nach außen führt, braucht man wohl kaum zu diskutieren. Und das bei den üblichen geringen praktischen Feuchtigkeitsgehalten (bei insgesamt intakter Konstruktion) die Austrocknung des Baustoffs die Dämmwirkung einer Wand nicht im gleichen Maße erhöht, ist wohl auch unstrittig... daher führen solche Wandheizungen unweigerlich zu erhöhten Transmissionswärmeverlusten - es sei denn man Dämmt die Wand zusätzlich.

Gruß Frank

Herr Kurz: Leider sind oft Sie es, dessen Beitrag es an Fakten und Wissenschaftlichkeit in diesem Forum oft am meisten vermissen läßt. Ihre häufig ironischen und persönlichen Kommentare helfen niemandem weiter...

In ihren Beiträgen oben befinden sich weder hilfreiche Ratschläge noch irgendwelche Fakten - aber eine Menge persönliche Angriffe... Viele von uns nehmen Sie schon lange nicht mehr ernst aber ich habe oftmals Sorge, das unbedarfte Fragfesteller ihre Äußerungen nicht richtig einordnen. Aber in diesem Fall dürfte ihre mangelnde Qualifikation als Ratgeber dankenswerter Weise niemandem entgangen sein...



Sonntag zum letzten...



...weil ich noch eine kleine Ausschreibung hier liegen habe.

"bei geschlossenem oder offenem Fenster?"
Eine klassische Florian-Kurz-Frage. Berechnen Sie bitte mit geschlossenem Fenster und geschlossenen Baumwollgardinen, 500g/m² Stoff

"bei Westwind oder Windstille"
Wind aus Westen trifft auf Westwand bei Windsträrke 3

"bei Schneefall oder Trockenheit"
bei 20 grad Minus würde ich Schnee als trocken betrachten, also irrelevant

"mit welcher Heizungsanlage (Warmluft oder etwas anderes)"
Von Wandheizung war die Rede. Vielleicht im Vorlauf 35 Grad?

Interssant wirds, das Ganze noch mal zu berechnen, bei konventioneller Heizung mit Radiatoren: 20 Grad warme Luft, kalte Wand.

Jetzt, Herr Kurz, können Sie den Wissenschaftler in sich mal so richtig auspacken. Hoffentlich sehen Sie dann nicht ziemlich alt aus.

Grüße

Thomas



@ Frank



Danke für die Literaturempfehlung. Demnächst steht eine solche Maßnahme (über die ich nun schon lange nachdenke) am eigenen Hause an und ich lese gern ein Buch mehr dazu. Man gönnt sich ja sonst nichts.

In 25 Jahren stelle ich dann hier ein Resümee ein:-)

Grüße

Thomas



Ich muß nochmal nachlegen, geht ja richtig ab hier...



...während ich noch schreibe...

Super, Herr Kurz

angeblich befangene Experten (sprich Wissenschaftler an staatlichen Forschungseinrichtungen), aber völlig neutrale Ratschläge der Wirtschaftsunternehmen Solubel und Claytec...

Hochachtungsvoll Frank



@Herr Kurz



@ Andreas L.
>Ich versteh ja Ihre Intention: Sie wollen das RICHTIGE >machen!
Das will eigentlich jeder ...

>Nämlich Geld ausgeben!
Nicht unbedingt, aber wenn es Sinn macht ...

>Im Prinzip haben Sie das gemacht, was die Industrie will:
>Alle paar Jahre etwas neues, anderes und vermeintlich
>besseres kaufen und das Alte wegschmeissen.
>Das nennt sich "Wirtschaftssystem" und "Optimierung /
>Manipulation von Käuferverhalten!"
Das sehe ich anders. Ich treffe letztlich die Entscheidung. Nicht die Industrie hat gesagt: DU MUSST DÄMMEN, sondern ich will. Weil ich bei den unterschiedlich gedämmten Wänden hier im Haus sehen kann, dass gedämmte Wände wärmer sind als ungedämmte. Ich muss nicht dämmen, kann es aber. Und mit ausreichend Information auch aus diesem Forum und genug Verstand entscheide ICH dann. Ob, ob nicht, oder wie.

>Jetzt mal anders herum:
>Ich versuche gerne durch Vergleiche etwas Klarheit zu
>schaffen:
>Es hat sich einer intensiv über Fakire und kultische
>indische Handlungen informiert, und findet das sehr
>interessant und möchte das nun auch mal machen und
>überlegt sich ob die Nagelbetten besser mit normalen
>Stahlnägeln, Kupfernägeln Glassplittern oder V2A Nägeln
>bestückt werden sollen!
>Im Prinzip sind Sie in einer ähnliche Situation - Sie
>WOLLEN entscheiden: Platte A oder B!
Wieder falsch. Ich habe nach Erfahrungen gefragt. Wenn es ginge, würde ich Stahlnägel, Kupfernägel, Glassplitter oder V2A Nägel ausprobieren, und dann entscheiden, was lustiger war. Wahrscheinlich würde ich sogar noch Stachelschweinstacheln oder irgendwas anderes ausprobieren. Und wenn mich danach jemand fragen würde, würde ich ihm meine Erfahrungen mitteilen, damit derjenige dann entscheiden kann. Was aber auch nicht endgültig sein muss, denn jemand anderes könnte ja eine Kupferallergie haben, und was für mich gut ist, kann für andere fatal sein :-) Um auf die Dämmung zurückzukommen: ich würde auch gerne beides probieren, aber um da zu einem Ergebnis zu kommen, das dauert mir einfach zu lange. Deshalb frage ich hier nach Erfahrungen.

Aber der Vergleich ist gut. Ich habe mich entschieden, über die Nägel zu laufen. Andere geben Tips, welche Nägel ich wählen sollte. Sie sind der Meinung, ich müsste gar nicht über die Nägel laufen. Wenn Sie mir jetzt belegen / beweisen würden, daß ich danach tot oder unheilbar krank wäre, würde ich das tatsächlich lassen. Aber bis dahin denke ich weiter nach, und verwende dazu Erfahrungen oder wirklich nachvollziehbare Untersuchungen / Argumente.

>Sparen Sei einfach Geld und Verputzen Sie mit
>Luftkalkputz oder Lehmputz ohne Trallerla.
>Mit dem Eingesparten Geld fahren Sie schön in Urlaub:
>Sansibar!
Das mache ich sowieso, aber nicht nach Sansibar. Und wenn sich nach ein paar Jahren herausstellt, daß ich durch die Dämmung Energiekosten eingespart habe, und zweimal in den Urlaub fahren könnte, lade ich Sie sogar ein :-)

Nix für ungut ...

Andreas



Gut gesprochen...



dann will ich auch mal wieder sachlich werden...

Ich ziehe einen Putz vor, da...

1. hinter Platten i.d.R. Holräume verbleiben, die müssen nicht schaden, können aber, da sie zu Konvektion hinter der Dämmung führen können was die Dämmwirkung reduziert bzw. die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle ist mit Sicherheit höher (abhängig vom Bestand, wenn es vorher schon dicht ist...)

2. die Plattenkanten Risse im Oberputz begünstigen können

3. ein Putz besser zum Backstein passt (Ideologie! - kein "Fachargument")

4. Das Verhältnis zwischen Diffusionswiederstand und Wärmedämmung günstiger liegt, so daß das Risiko des Tauwasserausfalls noch geringer ist

5. Das, wenn Tauwasserausfall entstehen sollte oder eine sonstige Befeuchtung vorliegt, es von Putz und Ziegel ohne Schaden aufgesaugt wird

6. keine organischen Bestandteile enthält

7. hervorragender Brandschutz vorliegt

Für das Innenraumklima dürfte die Wahl keine Auswirkungen haben, da hier das Heizsystem u. damit die zu erwartende Lufttemperatur mehr Einfluß haben wird.

Der zu verwendende Putz darf nicht hydrophobiert sein (wie es alle Außendämmputze sind), sonst ist es Essig mit Kapillartransport...

Gruß Frank

p.s.: falls e-mailadresse vorliegt, schicke ich dir oben erwähnte untersuchung



Wie sind die Erfahrungen nun?



Hallo, ich folge gebannt der hitzigen Diskussion. Ich möchte ähnliches machen:
Bestand (von Aussen nach Innen): Holzfassade, 4 cm Aussendämmung mit Glas/Steinwolle , Ziegelmauerwerk (eine Reihe)

Massnahme Innendämmung(von Aussen nach Innen): 1 cm Styropor, Wandheizung, Estrichstahlmatten, Lehmputz 2-4 cm

Kann man dass verantworten? Ich vermute (hoffe) auch, das über die Wandheizung der Taupunkt so trotz moderater Innendämmung nicht weiter nach Innen wandert.
Bin aber ein Laie.

Wäre für Infos sehr dankbar.
Wie sieht es aus, wenn das Ferienhaus periodisch nicht beheitzt wird?
Würde eine zusätzliche kontrollierte Wohnraumlüftung mt Entfeuchtung Sinn machen?

Gruss aus dem kalten Erzgebirge

micha.wehner@gmx.de



@ Micha



----Massnahme Innendämmung(von Aussen nach Innen): 1 cm Styropor, Wandheizung, Estrichstahlmatten, Lehmputz 2-4 cm ---

Gibt es dazu kongretere Info`s?
Was haben die Estrichstahlmatten in der Wand zu suchen?
Schon einmal über "Strahlungskäfige" nachgedacht?
Wenn also Wassersysteme darüber liegen, Stromkreise darauf verlaufen usw.?
Styropor auf der Wand und darauf eine Wandheizung ist physikalischer Schwachsinn.
Dieser Dämmstoff ist dampfdicht und hygroskopisch gleich null (Hygroskopisch: wenn sie Feuchtigkeit aufsaugen und wieder abgeben) und für die Gesamtsituation Deines Baukörpers in Kombination mit der geplanten Wandheizung nicht sinnvoll.
Wichtig wäre zu wissen, welche Stärke und welche Materialien Deine Wände haben, auf die Du die Wandheizung platzieren möchtest.

Nachdenkliche Grüße
Udo





@ Udo

Hallo Udo,
danke für Deine schnelle Antwort. Also die Idee ist, dass die Wandheizung nicht die Aussenwand mitheizt.Die Aussenwand (von Ausse nach Innen):Holzbretter 15 mm geschindelt (Luftzirkulation),Dämmung mit DDR-Steinwollmatten 40 mm,DDR-Volltonziegel einlagig (Ziegelwandstärke 200mm). DDR-Innenputz 20 mm.
Dann wie gesagt die geplante Idee: 10 mm Styroporplatten, Wandheizungsrohre plus Estrich-stahlmatten dass der Lehmputz hält und dann eben 30 mm Lehmputz zwischen und über die Wandheizungsrohre.
Vor einem Faradyischen Käfig durch die Stahlmatten habe ich weniger bedenken als vor Schimmel.
Kann ggf. Feuchte noch über die Decke abgeführt werden (Putz+Zement-Sauerkraut 30 mm/Glaswolle 250 mm)



Innendämmung



Was sind "DDR- Volltonziegel" in der Stärke 200 mm?
Habe ich noch nie was von gehört.

Viele Grüße



Ergänzung meiner Frage



Also ich habe nochmal GENAU gemessen, es sind gebrannte Ziegel aus DDR Zeitem mit 115 mm Wandstärke (nicht 200mm ohne Holräume.

Danke im Vorraus und Gruss,

Micha



Ihr Wandaufbau...



...ist trotzdem sehr dünn und auch etwas abenteuerlich.
Sollte hier nicht über Grundsätzlichkeiten nachgedacht werden?
Massive Wandverstärkung in Betrachtung von Wärmespeicherung und Feuchteregulierung?

Grüße Udo



Innendämmung



Also für eine Außenwand waren auch vor der Wende 115 mm zu wenig; die Mindestwandstärke betrug 240 mm, es sei denn, es war eine eigeschossige Baracke, Laube usw. oder ein Fachwerkbau.
Ohne genaue Kenntnis des Wandaufbaues kann man keine Empfehlung für eine Innendämmung geben!

Viele Grüße



es ist eine eingeschossige Baracke mit Giebeldach



es ist eine eingeschossige Baracke mit Giebeldach, der andere Teil wird noch nicht Saniert.
Insgesamt wird es eine Art Berghütte,wir sind hier schon seit 8 Tagen eingeschneit.