Außendämmung mit Weichfaser und hinterlüfteter Fassade

07.05.2009



Hallo zusammen,
Dieses Jahr soll die Außendämmung unseres verputzten Fachwerks gemacht werden. Der zum Teil lose Putz kommt runter und dann soll mit Holzweichfaser gedämmt werden und das ganze anschließend mit einer hinterlüfteten Boden-Deckel-Schalung aus Lärche versehen werden. Soweit so gut, allerdings mache ich mir Gedanken, ob die zwangsläufig entstehenden Hohlräume zwischen Fachwerkwand und Weichfaserplatte ein Problem darstellen könnten. Kapillar leitfähig ist da ja nichts und zumindest an den Rändern muss ja zu sein, damit kein Wind reinpfeift. Wäre das sinnvoll, die Platten in Lehm zu legen, so wie man auch WDVS aus Styropor klebt, also am Rand und in der Mitte Lehmputz und an drücken? Oder sind meine Überlegungen rein theoretischer Natur und meine Bedenken unbegründet?
für hilfreiche Antworten sage ich jetzt schon danke.
Grüsse,
Marcus



Um Hohlräume zu vermeiden,



kann mann auch eine vorgehängte Dämmfassade anbringen.
Diese kann mann mit Lehmhobelspandämmung oder Perlite Hohlraumfrei dämmen und mit Schalung oder Putz versehen.
das entfernen des alten Putzes würde entfallen, Unebenheiten sind einfacher undschneller auszugleichen, Unterkonstrucktionen für Fensterläden etc. können vorgesehen und thermisch getrennt montiert werden.

Grüsse Thomas



Holzweichfaser Dämmung



Hallo Markus
Die Überlegungen sind nicht schlecht. Der schlecht haftende Putz muss runter, keine Frage. Bei Hohlstellen hinter der Holzweichfaser kann eine Konvektion enststehen, dh. es kann sich je nach Putzart, ich empfehle ein offenes mineralisches System wie Knauf oder Unger Diffutherm. Die Anforderungen an die Ebenheit nach DIN sind einzuhalten, ich würde einen mineralischen Grundputz zur Egalisierung auftragen, diesen dann gut abbinden lassen und dann direkt auf den massiven Untergrund mittels Rand Wulst Verklebung montieren und Dübeln, siehe Knauf NatureTherm auf www.knauf.de Viel Spass beim arbeiten.
Gruss Edi Ochsner



vielen Dank für die Antworten



Unter Knauf nature Therm habe ich nichts gefunden. Ich würde auch nur ungern die Platten mit irgendetwas beschmieren, was man dann nicht mehr runterkriegt. Bei der Variante mit Weichfaser und Schalung gefällt mir ja gerade, dass man die Materialien, wenn irgend eins traurigen Tages das Haus doch abgerissen werden soll, wieder trennen und ggf. wiederverwenden kann. Deshalb auch höchstens Lehm als Verbindung.
Meine Frage ist dennoch: ist es wirklich notwendig, die Platten wie auch immer zu kleben? Zu grosse Hohlräume kann man ja vermeiden, indem man vorher die grossen Löcher füllt.
Damit wäre die Konvektion hinter der Platte verhindert. Bleibt nur noch die fehlende Kapillarität zwischen Platte und Wand. Ist die unbedingt notwenig? Der Taupunkt sollte ja in der Dämmung liegen.
falls überhaupt noch jemand mitliest,
schöne grüsse,
Marcus