Dämmung der Fensterlaibung bei nachträglicher Innendämmung des Kellers

12.08.2012 MB



Guten Morgen zusammen,

nachdem wir zum dritten Mal Nachwuchs bekommen haben, muss ich nun unseren Nutzkeller zum Wohnraum umbauen.

Die Wände möchte ich in Ständerbauweise (mit Metallprofilen) mit einer Mineralwolldämmung/ Trennwandplatte WLG 040 8cm versehen. Diese möchte ich mit 18mm OSB3-Platten (Nut und Feder) verschalen und die Stöße mit einem Dichtband abdichten.

Auch das Fenster zum Lichtschacht hin (der komplette Keller liegt unter der Erde) werde ich dann gegen ein Kunststofffenster mit Doppelverglasung tauschen.

Und hier bin ich mir nicht sicher, wie ich den Anschluss Wand-Fenster – vor allem mit Blick auf die Dampfdiffusion und die Isolierung am besten machen soll. Folgendes habe ich mir überlegt:
• Fenster einbauen mit 2K-Montageschaum und Verputzen mit Maurerspachtel. Muss ich bzw. wo muss ich hier ein Dichtband einsetzen?
• Laibungsplatten (20mm) so bündig mit der Laibung einsetzen, dass Wanddämmung mit OSB-Platten von der Wandseite darüber geht.

Ist hier eine Dampfbremse oder Dampfsperre notwendig? Wenn ja, muss ich diese dann über die Laibungsplatten unter die OSB-Platten ziehen und mit Dichtungsband verkleben? Bekomme ich das überhaupt dicht? Die Folie würde ja dann auch blank oben liegen, da in der Laibung ja eh kaum Platz für eine Verkleidung wäre?

Ich würde mich sehr über kompetente und hilfreiche Antworten freuen.

Vielen Dank und viele Grüße vom Bodensee



Acht Zentimeter...



... MiWo Innendämmung sind erst mal verdächtig, bitte checken... Der Fensteranschluss ist dabei das kleinere Problem... mit irgendwelchen Folien in Teilbereichen ist das Tauwasser auch nicht zu verarschen...

Wenn möglich, dann nimm so viel Boden außen auf wie es geht (Böschung), auch im Sinne der Wohnqualität auf Dauer...

Gutes Gelingen & LG,
Sebastian Hausleithner





Bei einem Haus aus dem Jahr 2007 sollte da eigentlich keine weitere Dämmung nötig sein. OSB-Platten und Mineralwolle sind in solche einem Fall m. E. ungeeignet, da nicht revisionierbare Hohlräume entstehen, die bei Undichtigkeiten ausschließlich der Schimmelzucht dienen werden. Um etwas zu einer energetischen Ertüchtigung bzw. deren Notwendigkeit etwas sagen zu können müsste man den Wandaufbau kennen.

Lichtschacht bedeutet Kellerraum und nicht Wohnraum. Eine Wandlung von Nutzkeller zu Wohnraum stellt eine Umnutzunug dar und diese ist Genehmigungspflichtig. Hierbei geht es unter anderem auch um Fragen der Rettungswege etc.. Kein zweiter Rettungsweg bedeutet: kein Wohnraum. Im Brandfalle ist der Bewohner in einem solchen Zimmer gefangen, mal abgesehen davon, dass hier kein Versicherungsschutz besteht.

Ich denke das sollte sich einmal jemand ansehen, möglicherweise findest Du oben über die Suchfunktion jemanden in Deiner Nähe.

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer



Kellerausbau



Hallo MB? (Wer auch immer sich dahinter verbirgt)

OSB, Mineralwolle und Rigips hat idR im Kellerbreich überhaupt nix zu suchen, es sei denn, Dein Keller ist aus Dichtbeton und immer trocken, sowie von außen isoliert.
Holz (OSB) sowie Rigips ziehen sehr viel Feuchte und werden dadurch zerstört. Auch Mineralwolle ist nicht so optimal, da, wenn einmal feucht, nur noch teurer Sondermüll.
Es gibt ausreichgende Baumaterialien sowie Dämmmaterialien, die auch Wechselfeuchte aushalten und damit im Kellerbereich eingesetzt werden können.
Beim Kellerausbau gibt es weiterhin Bauregeln einzuhalten (Deckenhöhen, Brandschutz, Fenstergrößen... die eine Nutzung eines Kellers zu Wohnzwecken oft unmöglich machen. Bitte vorher auf dem Bauamt informieren...


Andreas