Innendämmung: Pavatex oder Leichtlehm?

25.02.2004



Bei meinem Fachwerkhaus will ich eine Innendämmung anbringen, da die vorhandene Wand ca. 15 cm dick ist.
Da die Wände nicht gerade masshaltig sind, dachte ich es wäre gut eine Schalung aus claytec schilfrohrplatten zu bauen und diese dann mit Leichtlehm zu verfüllen (stampfen).
Oder ist es besser, die Wände mit Pavatex zu verkleiden?
Meine Überlegung war, dass ich zwei d=60mm Platten (mit lehmverputzter Installation dazwischen) verwende.
Muss dafür eine Unterkonstruktion erstellt werden, oder können die Platte mit Lehm "angeklebt" werden?



Re: Innendämmung



Hallo,
Bei meinen fachwerkaußenwänden habe ich innen mit claytec schilfrohrplatten gedämmt.
Die Platten sind teilwese auf den alten Lehmputz 'geklebt' (vor dem 'Kleben' gut anfeuchten) und anschließend an den Balken verschraubt. Zu große Unebenheiten sind mit einer Unterkonstruktion ausgeglichen. Hier habe ich die Hohlräume vor dem Anbringen der Platten verfüllt, da ich den Platten ein Verfüllen (stampfen) im eingebauten Zustand nicht zumuten möchte.

Gruß,
Volker





Hallo, es geht alles: Ich habe beide Varianten (und viele andere mehr) in alten Häusern schon gesehen, und die Eigentümer waren zufrieden. Ich empfehle allerdings, die Frage von Dämmung und Beheizung vor Ort fachkundig beurteilen und zu einem Gesamtkonzept verbinden zu lassen. Bei Strahlungsheizungen kommen Sie in der Regel mit weniger Dämmung aus, zu viel Dämmung kann die Sonnenwärme aussperren ... Das lässt sich alles im Detail nur berücksichtigen, wenn man die Örtlichkeit kennt!
Gruß gf



Meinung



Mit Schilfplatten ist möglich , doch sehe ich immer wieder die Probleme hinsichtlich Bindeabstand und Bauraster!!
Desweiteren ist ein hinterstampfen mit lehm im Endbereich kaum möglich, wenn nicht oberhalb die Decke geöffnet wäre!!
Mit Hiolzweichfaserplatten ohne einer integrierten Wandheizung und lehmverputz besteht die gefahr, daß dieses Material zu Fäulnisprozessen führen kann und dies möchte ich keinem zumuten!
Was unser guter herr Flegel schon sagte, ist die Energiekonzeption (also Beheizbarkeit und System!) sehr zu beachten und komplett mit einzubeziehen.
Eine Lehminnenschale aus Lehmdämmsteinen ist da schon ratsam, doch auch hier tun sich Probleme auf.
Dämmung der Decken- und Bodenbereiche! Und auch die Tragfähigkeit im Aufstellungsbereich der Schale sollte genauestens beachtet werden!!

Zu weiteren Antworten stehen wir gern bereit und antworten Ihnen, auch telefonisch!

Die Lehmwerk-ARGE aus der Lausitz.





da schließ ich mich an. es macht oft mehr sinn , Zugluft zu unterbinden und mit Strahlungsheizung zu arbeiten , als innen zu dämmen. das ist immer ein heikles thema , gerade bei ferndiagnosen.ich bin ja eher ein freund von trockenen bauversionen in diesen fällen und wenn nass dann schnell trocknend. eine günstige version ist vieleicht holzlatten als abstandshalter, Putzträger drauf , Hohlraum mit blähglass verfüllen (das sackt nicht nach und gibt es mit 040 wlg, schimmelt im e-fall auch nicht )wandheizung rauf und unter vollast einputzen. ist einfach gebaut, kostet nicht soviel und ist schnell trocken.
mfg. der lehmputZähr