Dämmung obere Geschossdecke / Anbringung Dampfbremse

10.05.2021 Boerge

Dämmung obere Geschossdecke / Anbringung Dampfbremse

Hallo an die Community, ich lese schon länger mit und habe schon viele nützliche Informationen hier gefunden. Herzlichen Dank an alle die hier mitwirken und selbstlos helfen.

Ich habe eine Frage zur Dämmung der oberen Geschossdecke. Ursrpünglich war die Balkendecke vollflächig in von unten angenagelten Sauerkrautplatten "versteckt", ein Blindboden mit DDR-Dämmwolle dazwischen und oben drauf Dielen des Dachbodens genagelt. (Siehe Bild, dort sind die Sauerkrautplatten unten und Dielen oben schon ab)

Aufgrund geringer Deckenhöhe möchte ich die Balkendecke nun sichtbar machen, um Raum zu gewinnen. De facto auf die Balken neue Dielen bringen und darauf dann vollflächig Holzfaser-Dämmplatten. Der Dachboden ist ein Kaltboden und bisher gut belüftet, was ich versuche dann ebenso mit neuer Dach-Eindeckung beizubehalten.

Meine Frage ist, wie hier eine Dampfbremse angebracht werden kann. Wie auf dem Bild zu sehen, ist der Putz nicht hoch genug, da nur bis an die Sauerkrautplatten geputzt wurde. Des weiteren gibt es diese schräg angebrachten Bretter im Winkel zwischen Sparren und Balken, die die Sache sicherlich etwas verkomplizieren.

Im Rest des Hauses kommen desweiteren als Dampfbremse OSB3-Platten mit Stößen verklebt (Tescon Vana) zum Einsatz, darauf Dämmung und darauf Rauspund). Diffusionsoffen da Dachboden recht gut durchlüftet.

In einem weiteren Bild zeige ich nochmal die Ansicht von oben, wo man sehen kann, wie weit nach oben die Mauer geht.

1000dank für eure Antworten.

Gruß Boerge



2. Bild, Ansicht von oben


2. Bild, Ansicht von oben

Siehe Einstiegs-Beitrag.



Re: Dämmung obere Geschossdecke / Anbringung Dampfbremse



Du schreibst: "Im Rest des Hauses kommen desweiteren als Dampfbremse OSB3-Platten mit Stößen verklebt (Tescon Vana) zum Einsatz, darauf Dämmung und darauf Rauspund). Diffusionsoffen da Dachboden recht gut durchlüftet."
Warum willst du es hier nicht genauso machen?
Es funktioniert anscheinend und wäre so überall gleich.
Den Wandputz kannst du einfach bis über die Balken "anflicken", sprich hoch ziehen, dann hast du glatte Flächen um die OSB-Platten an den Wänden verkleben zu können.



Danke für diese erste Idee,



nach längerem Überlegen, wäre das tatsächlich irgendwie sogar machbar.

Aber da, wo das bei uns bisher so ist, sind die OSB Platten unterhalb der Balken als große "Scheibe" angebracht und von unten verklebt. Darauf kommt dann später Holzpaneele.

In diesem Fall müssten die OSB Platten auf die Balken geschraubt und von oben (vom Dachboden her) verklebt werden, was wahrscheinlich gehen könnte (obwohl ich das bisher so noch nirgends gesehen hatte...) ?

Dann bliebe zu durchdenken, wie die OSB-Platten raumseitig zwischen den Balken aussehen. -> Da in diesem Fall kein Klebeband vorhanden ist, könnte man die vielleicht entweder direkt Streichen oder ebenso Holzpaneele anbringen, was sich aber recht kleinteilig in den einzelnen Feldern zwischen den Balken gestalten könnte.

Herzlichen Dank für den ersten Aufschlag. Interessanter Denkanstoss.



Dämmung oberste Geschoßdecke



meines Erachtens ist eine Dampfbremse entbehrlich, wenn der Aufbau konsequent diffusionsoffen gestaltet wird, also auf die Balken Dielung, die von unten gesehen die Decke bildet. Darauf dann die Holzfaserplatten und je nach Nutzung des Dachbodens wieder Holz, wahrscheinlich eher Rauspund. Evtl eindringende Feuchte wird im Sommer, wenn im ungedämmten Dachraum um die 40 grd herrschen verdunsten, da alle Materialien nicht nur diffusionsoffen sondern auch kapillaraktiv sind. Alternativ kann eine variable Dampfbremse auf die Dielung unter die Dämmung dicht eingebracht werden.
Die Knaggen zwischen Balken und Sparren könnten als gestalterisches Element in die Deckengestaltung einbezogen werden.



Hi Pope



Danke für deine Antwort. Ja die sich immer stellende Frage zur Dampfbremse. Aktuell ist es noch ein zu DDR Zeiten gedecktes Dach, was ziemlich viele offene Stellen ("Ritzen") unter den Ziegeln hat. Damals haben die die immer versucht zu zu mörteln, wie mir das scheint. ->

Bin mir nicht so recht im Klaren, wie das heute durch die Dachdecker gemacht wird, ob die stets eine Folie unter die Deckung machen und dann im Zweifel von der Luftfeuchte her alles "Gewächshausmäßig" endet oder ob die Deckung auch so umgesetzt werden kann, dass zwar kein Regen rein kommt, eine ordentliche Durchlüftung jedoch gegeben ist...

Aber dass man die eigentlich nicht unmittelbar braucht, habe ich mir gedacht, nur will da keiner so richtig die Verantwortung dazu übernehmen und viele wollen lieber eine rein machen als keine. Mein Eindruck.



2 verschiedene Dinge



über die wir hier reden. Was Du gerade meinst, scheint die Unterspannbahn unter den Dachziegeln zu sein. Die erzeugt kein Gewächshausklima im Dachboden, weil sie von innen nach außen diffusionsoffen, und nur von außen nach innen wasserdicht dicht ist. Die einzubauen ist Stand der heutigen Dachdeckertechnik und auch äußerst sinnvoll. Die ausreichende Belüftung des Dachraumes sollte über regulierbare Lüftungsöffnungen und Dachfenster gewährleistet sein.
Ich versuchte Dir im Gegensatz dazu gerade zu erläutern, warum ich eine Dampfsperre in der obersten Geschoßdecke für entbehrlich halte bzw. u.U. eine Dampfbremse unter der Dämmung der Geschoßdecke einbauen würde z.B. wenn drunter ein Bad oder ein Schlafzimmer mit erhöhtem Feuchtepotential sich befindet.