Weichholzfaserplatte vs. Multipor

12.07.2010



Hallo.

Schon länger habe ich mich mit dem Thema Innendämmung beschäftigt. Eigentlich war ich mir immer recht sicher, dass es 8cm Multipor Platten werden sollen.

Auf die Innendämmung soll dann eine Wandheizung verlegt werden und das Ganze dann mit Lehm verputzt werden.

Nun empfehlen mir die hiesigen Fachleute, die eher den ökologischen Bau bevorzugen, aber immer Weichholzfaserplatten.

Kann mir jemand die Vor- bzw. Nachteile von beidem sagen?



Entscheidend



ist das hohlraumfreie Arbeiten, Holzweichfaserplatten in Lehmputz gebettet und dann mit Wandheizung in Lehmputz sind ein bewährtes System.
MfG
dasMaurer





Die Wände sind ziemlich gerade verputzt. Daher würde ich diesbezüglich kaum Unterschiede zwischen Multipor und Weichholzfaserplatten sehen.

Wie sieht's mit weiteren Eigenschaften aus?

Bspw. bezüglich der Feuchteregulierung oder was ist, wenn man danach etwas in die Wand dübeln möchte?



Wenn die



Schalenfuge zwischen alter Wand und Multipor sorgfältig mit Kalkmörtel oder Lehm verfüllt wird, wirds wohl funktionieren. Über gewichtigere wandhängende Dinge sollte man sich vorher Gedanken machen und tragfähige Holzkonstruktionen vorsehen. Oder Sicherheitsschuhe tragen ;-)).
MfG
dasMaurer



Innendämmung



Hallo....

Habe bereits viele m² verarbeitet.Letztmalig Pavadentro von Pavatex. Das Problem was ich allerdings immer wieder hatte ist die Befestigung und die vollflächige Verklebung.
Befestigung ist im Altbau besonders im Fachwerkhaus oft eine Herausforderung gewesen, da die Systeme Mindestanzahl an Dübeln vorschreiben.War somit manchmal nur durch Zusätzliche Lattungen erreichbar.
Das andere Problem oder unbehagen bereitete mir die vollflächige Verklebung.Lehm hat die Eigenart zu schrumpfen,wenn er trocknet.
da mein Ausgleichsputz oft sehr stark ausfiel, war dies mit einmaligem Auftrag und sofort verkleben meiner Meinung nach zu heiss.Ich wiederholte den zweiten Auftrag dann nach der Trocknung.Dies alles umgehe ich nun durch die Innendämmung mit Renocell.
Renocell ist ein Zellulosedämmstoff,der im Nassverfahren mit einem Zusatz(Holzleim) auf festem Untergrund aufgesprüht und dann gerade abgefräst wird. Ich trage im Durchschnitt zwischen 8und 10 cm auf.Nach Austrocknung erfolgt dann die Endbeschichtung mit einem 1,5 cm starken Putz incl. Gewebe. Das hat zur Folge, das ich alle oben erfahrenen Probleme nicht mehr habe.
Es gibt weitere Problemzonen,(Durchdringungen;Fensterecken;etc.), welche mit diesem System wesentlich einfacher zu lösen sind als mit anderen Innendämmungen, jedoch würde dies hier zu weit gehen.
Wenn Interresse an einer solchen Art der Dämmung besteht,einfach anrufen oder mailen.

Gruß
Markus Bönneken