Suche Ideen zur Ausführung der Drempeldämmung

02.01.2012



Liebe Community,

auf der Suche nach Anregungen zur Drempeldämmung habe ich viele Ideen gelesen. Ich fühle mich allerdings wohler wenn ich ein Bild von meiner Situation einstelle; und hoffe direkt darauf bezogene Antworten zu bekommen.

Auf dem Bild ist die bereits zur Hälfte gedämmte Dachschräge zu sehen. Diese liegt auf der Fußpfette welche wiederum direkt auf dem Außenmauerwerk (grau) liegt. Dieses, auf dem Bild graue, Außenmauerwerk soll, nach entsprechender Dämmung, der Drempel werden.

Meine Idee ist, direkt vor den Drempel dieselben Holzfaserdämmmatten die auch in der Schräge verwendet wurden, zu verlegen. Davor (Raumseitig) verklebe ich die Dampfsperre (sd>100) von der Schräge bis über die Holzbalken des Bodens direkt auf den Bimsbeton (Füllung der Holzbalkendecke).
Da es sich dabei um die Dämmung einer Außenwand von Innen handelt, bin ich etwas beunruhigt. Das Dach ist direkt hinterlüftet, der Drempel eben nicht. Evtl. kann Feuchte Raumluft durch die Dielen in den Boden, und von dort direkt in die Drempeldämmung ziehen.
Soweit meine Bedenken. Ich würde mich freuen wenn Ihr Eure Meinung dazu posten würdet!

Vielen Dank
Gruß
Andreas



Hallo Andreas,



Wie sieht denn der Dachaufbau aus?

Wie weit gehen die Deckenbalken in das Außenmauerwerk?

Wie stark ist das Mauerwerk?

Wie stark ist die Holzfaserplatte und warum wurde, wie links im Bild zu sehen, eine OSB-Platte eingebaut?

Die Anschlüsse der Dampfbremse, ich würde eh eine sd-variable nehmen, an den Deckenbalken sind schwer hinzubekommen. Es wäre vielleicht besser gewesen, die Folie direkt nach der Zwischensparrendämmung (ist überhaupt eine eingebaut?) über die Fußpfette zu führen und diese mit dem Drempelmauerwerk zu verkleben.

Viele Grüße



schwer zu erkennen



Hallo Herr Schobig,

ich gebe zu, es ist schwer zu erkennen.

Dachaufbau inkl. Dämmung von Außen nach Innen:
Ziegel/Konterlattung/Sparren/Sparrenexpander

Zwischen den Sparren:
Diffusionsoffene Unterdeckplatte aus Holzfaser/100er und 120er Holzfaserdämmung. Abschließend Dampfsperre geplant.

Das, was so verdächtig nach OSB-Platte aussieht, ist der Kopf des Sparrenexpanders. Das was nach Holzfaserplatte aussieht ist flexible 120er Holzfaserdämmung.

Das Außenmauerwerk ist 24 cm dick. Wie weit der Holzbalken darauf aufliegt kann ich nur schätzen. (Genaue Baupläne gibt es nicht.) Das Haus ist von 1954.

Die Dampfbremse habe ich noch nicht eingebaut. Genau darauf ziehlt ja auch meine Frage ab. Soll ich Sie nun direkt oben an das Außenmauerwerk führen und den Rest ungedämmt lassen, oder nicht.

Ich habe mittlerweile auch einen interessanten Text zu Lehmsteinen gefunden. Man dämmt den Drempel von Innen mit einer diffusionsoffenen Dämmung, also Holzfaser o.ä.
Dann wird davor der Drempel mit Lehmsteinen neu gemauert. Das ganze wird ohne Folie ausgeführt. Idee dahinter ist, die Konstruktion bewusst offen zu lassen.
Ich zitiere einen Text von u-wert.net:
„Sollte nämlich doch einmal Feuchtigkeit eindringen, behindert die Dampfsperre das Austrocknen des Bauteils. Dass trotz Dampfsperre Feuchtigkeit eindringt, ist sogar sehr wahrscheinlich, denn dies geschieht nicht nur wegen schlampiger Arbeit oder später entstehender Risse, sondern auch durch die sogenannte Flankendiffusion, also durch angrenzende Bauteile.
Wenn sich das Tauwasser aber nicht vermeiden lässt, sollte es wenigsten 1) gefahrlos von der Dämmung aufgenommen werden und 2) möglichst schnell wieder trocknen. Genau dies versucht man, durch Einsatz spezieller Materialien (Kombination aus Holzfaser und Lehm) zu erreichen. Auf eine Dampfbremse (oder -sperre) verzichtet man dabei, da sie die Trocknung stark behindern würde.“

Also nach wie vor bleibt die Frage: Ziehe ich die Dampfsperre über den dann gedämmten Drempel oder führe ich die Drempelkonstruktion ganz anders aus?

Gruß
Andreas



Hallo Andreas,



wie schon gesagt, sind die Anschlüsse der Dampfbremse an querverlaufenden Bauteilen (Balken, Sparren) sehr aufwändig herzustellen.

Ich würde die Dampfbremse an der Dachschräge herunter auf das Mauerwerk führen und diese dann mit diesem mittels einer Kleberaupe und eventuell mit einer Druckleiste verbinden.

Die Abseitenwand, um eine solche handelt es sich ja, dann in Holzrahmenbaubeise oder als Mauerwerk mit Lehmsteinen gedämmt herstellen.

Um sicher zu gehen bzgl. Tauwasser, bitte eine feuchtevariable Dampfbremse verwenden, z.B. Intello von pro clima.

Viele Grüße





Hallo Herr Schobig,

genau so habe ich es gemacht! Daher auch der zeitliche Verzug. Wollte mich nur noch einmal bedanken! Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Und da ist ein solches Forum Gold wert!

Besten Dank!
Gruß
Andreas