60 cm massive Bruchsteimauer von innen isolieren ??

31.05.2010


Ich habe mir ein Gründerzeithaus von 1902 gekauft.
Die Aussenwände sind aus Ruhrsandstein gemauert und ca 60 cm dick.(Innenwände in Fachwerk) Da ich mich hier schon eine Weile eingelesen habe weiss ich auch das es sehr verschiedene Ansichten zu dem Thema gibt.
Geplant ist auf jeden Fall ein Lehmputz und eine Wandflächenheizung. Ist es nun sinnvoll eine Isolierung zwischen Wand und Lehmputz einzubringen z.B. 5cm Leichtbetonsteine oder vielleicht mit einem Perlite und Lehmgemisch die ersten 2- 3 cm vor zu Verputzen ??
Fragen über Fragen ?????



Durch...



...die Dämmung gegen die Außenwand wird das System weniger träge, und sparsamer.

Holzweichfaserplatten vollflächig in Lehm wären eine bewährte Lösung.

Grüße

Thomas



Keine Dämmung!



Bei diesen Stärken kann man problemlos mit Wandheizung drauf gehen und unter Wärme mit Lehm verputzen.
Haben wir seit Jahren schon funktionierende Objekte.
Bei Fragen können Sie auch noch folgendes Mitglied dieser Plattform kontaktieren:

Altbau- und Denkmalsanierung Ing.-Büro Berghammer
Uwe Berghammer
Mainstr. 31
63329 Egelsbach
Tel.: 06103 - 3723 980
Fax : 03212 - 1032 759
eMail: info@lehmwandheizung.de
WWW: Homepage

Viel Erfolg,
Udo



Da haben Sie wieder 'mal...



...2 Meinungen. Funktionieren tut's sicher mit und ohne Dämmung, ohne Dämmung wird Ihr Heizenergieverbrauch höher sein. Wann sich die zusätzliche Dämmung amortisiert, sollte Ihnen ein unabhängiger Heizungsplaner ausrechnen.

Grüße

Thomas



Danke für die Antworten :)



Die Sache mit der Trägheit war mir noch nicht wirklich bewußt.
Nur vor Faserplatten habe ich ein wenig Angst da das Haus relativ Schwammverseucht ist( kein lebender Befall). Chemie hilft vielleicht aber da müsste man schon das ganze Haus eintunken und ich möchte ja auch noch irgendwo leben.

Deshalb dachte ich an mineralische Dämmstoffe und wieder ein großes Fragezeichen.



Da geht es nun...



...schon in die Details. Bezüglich des (Haus?) Schwammes sollte ein Sachverständiger mit in's Boot. Der Befall kann auch auf mineralischer Basis (Wasserglas) ruhiggestellt werden. Der SV wird auch zur Dämmung Vorschläge unterbreiten. Meine Idee hierzu: Kalziumsilikatfaserplatten.

Denn viel Erfolg

Thomas



Sachverständiger ????



Für den hätte ich noch Geld. Der mir dann aber rät für die Sanierung Fachfirma XY zu nehmen die dann für ein Haus mit der Wohnfläche von 390 qm ca: 100.000 oder mehr haben möchte leider nicht. Dazu reicht mein Budget leider nicht.
Der Befall ist seit ungefähr 40 Jahren inaktiv. Da fand nämlich die letzte Pfuschsanierung statt die ich jetzt auch noch ausbügeln darf. Heraklith und Rigips sind doch wunderbare Materialien um was füs Auge schön herzurichten :(

Mit dem Wasserglas wäre eine Option aber dichte ich damit nicht die Diffusionsfähigkeit der Wand ab ???
ich hatte auch schon an eine dünne Zementschlämme gedacht aber da würde das gleiche Problem auftreten.

Magnesium gebundene Heraklithplatten wären vielleicht was alles Andere ist leider auch unbezahlbar.



Lapidare Meinungen...



...bzw. Materialwünsche, sind da komplett falsch am Platz.
Bei nur einem geringen Prozentsatz einer falschen Herangehensweise macht der Schwamm wieder seine Augen auf und beginnt mit seinem weiteren Leben.
Rufen Sie doch hier ganz einfach einmal an:

Sachverständiger, Holzschutz und Baubiologie
Dipl.-Ing. (FH) Mathias Heine
Dippoldiswalder Str. 66
01731 Kreischa bei Dresden
Tel.: 035206 21147
Fax : 035206 / 30348
eMail: m.heine@baubiologie-heine.de
WWW: Homepage

Ein sehr guter und kompetenter Fachmann.

Viel Erfolg



Udo,



das ist im Ruhrpott!

Wer, wenn nicht Du, kennt jemanden, der deutlich näher dran ist?

Grüße

Thomas



@ Udo Mühle



Lapidare Meinungen oder Materialwünsche ???? Glauben Sie da würde ich mich hier austauschen ??? Ein Gutachter bzw, Sachverständiger der in der Nähe von Dresden lebt ist bestimmt nicht in der Lage Ferndiagnosen zu erstellen und ich bin nicht bereit einen kompletten Tagessatz nur für die An und Abreise zu bezahlen. Mit Gutachen habe ich übrigens meine Erfahrung. Aufgrund eines Gutachtens das eine solide Grundsubstanz bescheinigte sitze ich jetzt mit einem eigentlich abbruchreifen Gründerzeithaus unter Denkmalschutz da.



Ich hatte ...



...das Baujahr überlesen. Mein's ist auch von 1902, und im Keller wucherte der Hausschwamm über Kohlen und Gerümpel. Die Vormieterin hatte listigerweise noch 25 Zentner Kohlen neu drüberkippen lassen, und wir haben sie auch noch bezahlt :-(((

Nachdem wir das Haus später gekauft hatten, haben wir alles Holz im Bereich großzügig entfernt, Putz abgeschlagen, Wände abgekärchert, neu mit Kalkputz (ziemlich dick, da unregelmäßiges Mauerwerk) überputzt, mit Innensilicat gestrichen. Eine spezielle Schwammbehandlung ist nicht erfolgt. Die Räume sind seither geheizt und moderat gelüftet (Holzwerkstatt). Will sagen: Wenn die Wachstumsbedingungen nicht mehr gegeben sind, gibt der Schwamm auf. Für die kritischen Punkte (wie Balkenauflager in der Wand etc.) braucht es gute Detaillösungen. Wir hatten in diesem Bereich glücklicherweise Gewölbe.

Viel Erfolg

Thomas



@ Guzzido



Ich gebe Dir recht, aber das Telefon wurde bereits erfunden.
Und darüber kann dann der empfohlene Gutachter sicherlich in seiner Fachklientel einen guten vor-Ort-Kollegen empfehlen.
Und so habe ich bereits eine Vielzahl an helfenden Kontakten erarbeiten und empfehlen können.

Nicht's für ungut,
Udo



masl



eine Frage: wenn Du schon Gutachten und Ferndiagnosen misstraust - warum glaubst Du dann unseren Ratschlägen.

Zum Leben des Hausschwammes gab es hier schon lange Fachrunden und für viele der hier vorgeschlagenen Lösungen wird auch Widersprüche geben.