Hinterlüftung einer Innendämmung?

12.04.2012



Hallo Fachwerkleute
Ich überlege seit längerer Zeit wie ich eine Saubere Lösung für eine Innendämmung eines Fachwerkhauses hinbringen kann.
Ich spinne ein bisschen über eine mögliche Umsetzung um das Tauwasser entfernen oder minimieren zu können.
Viele Möglichkeiten einer Belüftung sind bereits auf dem Markt, viele Dämmmaterialien die ein solches Problem im Griff haben sollen ebenfalls.
Nun frage ich mich ob eine „kontrollierte Hinterlüftung“ zwischen Dämmebene und Aussenmauer eine Lösung wären.
Eine normale Raum-Lüftung ohne Wärme Rückgewinnung ist für mich „Verschwendung“ und eine Komfort-Lüftung mit Wärme Rückgewinnung schwierig umzusetzen wegen den Gegebenheiten des Historischen Hauses (niedrige Deckenhöhe) und die Kosten die eine solche Lösung mit sich zieht.
1. Was wäre, wenn ich jede Stunde einen „Schub“ Luft im Hohlraum, zwischen Dämmmaterial und Mauer führen würde und eine Evakuation der Feuchtigkeit nach aussen gewährleisten würde?
Vorausgesetzt das wenn die Lüftung nicht arbeitet eine dichte Trennung garantieren würde(Also kein Durchzug und somit ruhende Luft im Hohlraum)?
2. Könnte eine Zufuhr von Sauerstoff in den Hohlraum die Bildung von Schimmel fördern und deswegen „klebt“ man normalerweise die Dämmung an die Mauer?
3. Gibt es schon solche Ansätze oder wurde ein solches System schon umgesetzt?
4. Warum, könnte es gehen oder warum nicht?

Besten Dank für Eure Meinungen und Erfahrungen.



Less is more



Hallo

lassen Sie Schicht 2 bis einschliesslich 6 weg und dann haben Sie Geld gespart ohne Ende, die Risiken minimiert und ein langes Leben der gesamten Konstruktion gewährleistet.

Was wollen Sie mehr?

Vergessen Sie den technoiden Firlefanz, der Ihnen da "umsonst" vorgegaukelt wird als Allheilmittel an dem sich die Schacherer gesundstossen!

Guten Mut

FK



Die Hinterlüftung



bringt nix!

Feuchtigkeit von aussen oder Dampfdruck von innen tun sich schwer durch die Hinterlüftung transportiert zu werden.

Auch bringt die Intello wenig, die Winddichtigkeit sollte durch die Putzschale erstellt wird.

Auch den Notwendigkeit der Pavatex LDB will sich mit nicht erschließen.

Wir haben mit Innendämmung in Kombination mit Wandheizung bis 10 cm Erfahrung. Ohne eine Wandheizung sind solche Dämmstärken sehr fehlerbehaftet.

Grüße



Ich fände denn auch...



eine moderate Innendämmung in Verbindung mit WH in Lehmputz die beste Lösung. Solange Sie feuchteregulierende Materialien wie Holz und Lehm nicht absperren, ist denn auch die Notwendigkeit einer aufwändigen Lüftungslösung nicht gegeben.

Die hier im Forum mitunter anzutreffende ebenso radikale wie irrationale Dämmstoffallergie werden Sie hoffentlich nicht ernst nehmen?

Grüße

Thomas





Schicht 1 bis 6 weglassen. Wie Sie mit sicherheit schon bemerkt haben, fällt bei ihrer Berechnung Tauwasser in der Luftschicht an und das vermutlich nicht zu knapp.
Der Viel zitierte U-wert rechner ist nicht für das berechnen einer Innendämmung geeignet.

Putzprüfung am Vollklinker dann

Vollklinker
(wenn notwendig Altputz entfernen)
Luftkalk
Holzweichfaser
Lehmputz

so in etwa der in Frage kommende Aufbau.
Eine Wandheizung in Erwägung zu ziehen ist mit Sicherheit kein Fehler und bringt auch Vorteile.
Zur Belüftung kann auch eine dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung verwendet werden.

Grundsätzlich gilt beim Dämmen, so viel wie Notwendig und so wenig wie Möglich.
Wenn keine Dämmung notwendig ist, muss man nicht dämmen.

Grüsse Thomas