Dämmung bei unterschiedlichen Wänden?

18.02.2011



Hallo,

ich stehe derzeit vor dem Problem, wie ich ein Haus dämmen kann, das unterschiedliche Mauern hat.
Es handelt sich hierbei um Fachwerk, Sandstein, Klinker und Hohlblockstein.
Ich selbst tendiere eher zu einer Innendämmung (Kalziumsilikatplatten) und einer anschließenden Wandheizung (im Lehmputz).
Ich hoffe sehr auf Antworten.

Mit freundlichen Grüßen,
K.Zeiger



Vom Prinzip her



und rein theoretisch ist es der Innendämmung egal, welche Aussenwände Sie haben, wenn Sie diese richtig verlegen.

Ob es aber allen Aussenbauteilen auf lange Sicht egal ist, ob Sie mit einer Innendämmung arbeiten, ist die andere Frage.

Ich sehe die Innen Dämmerei eher kritisch - vor allem im Bereich von Fachwerken.
Richtig "sparen" werden Sie damit nicht - rechnen sie einfach mal den finanziellen Aufwand gegen die vermeintliche Energieeinsparung.

Schauen Sie mal auf meine Website unter I-3 den mittleren Link an (es öffnet sich ein pdf File) und lesen Sie sich das durch. Vielleicht ändern Sie noch Ihre Meinung.

An sonsten: Gutes Gelingen nach Bad Windsheim

FK



Wo in Unterfranken?



Servus,
hatte bzw. habe die selben Fragen und Antworten gefunden.
Vielleicht magst Du mal vorbeischaun allein wegen Austausch.
Grüße Günter



Ich bin noch am Lesen



Vielen Dank für die Antwort und den Verweis auf die Website. Ich bin noch am Lesen; hatte vor einer Weile zwar auch in dieser Richtung "geforscht", bin dann aber wieder davon abgekommen und konzentrierte mich mehr auf die Wandheizung.

Der finanzielle Aspekt spielt mit diesen Überlegungen (erstmal) keine Rolle. Irgendetwas muss ich ja machen - bisher gibt es keinerlei Dämmung (bis auf das Mauerwerk an sich und wenn man möchte auch der Putz). Geheizt wird derzeit noch mit Holz.

Wie kann ich das verstehen, dass es den Aussenbauteilen auf lange Sicht eventuell nicht egal ist, ob ich von innen dämme? Und sollte ich eher alles aussen mit einer vorgehängten Fassade dämmen?

**
Günter,
ich hoffe, du bist der Richtige, den ich kontaktiert habe.

MFG



Moin Kathrin,



Aussendämmung ist auf jeden Fall sinnvoller, wenn man keine erhaltenswerte Fassade hat, sach' ich. Mal mal spaßehalber in eine Schnittzeichnung deine geplante Innendämmung rein, dann siehst du, wo immer Dämmlücken bleiben werden.

Ob es aber Sinn macht, die Wände zu dämmen, oder man die Energieeinsparung durch die übrigen Möglichkeiten (effiziente Hzg., gute Fenster, Dämmung von Boden und oberster Geschossdecke) erreicht, hängt vom einzelnen Objekt ab.

Wir haben unser "hässliches Entlein" komplett (Dach, Sockel, Fassade, Fenster und Türen) diffusionsoffen und nach EnEv eingepackt. Die 60 000,- pro DHH plus Zinsen, werden sich allerdings zu meinen Lebzeiten kaum rechnen. Ich würde das rückblickend nicht unbedingt nochmal so machen.

Zu deiner Ausgangsfrage: Wir haben auch 3erlei Ziegel, Magerbeton, Schlackenbeton, Bimsbeton in den Wänden und Gefachen, Sandstein im Keller. Das macht sich vor allem beim Verputzen bemerkbar, weil der Putz total unterschiedlich anzieht, ist grundsätzlich aber erstmal kein Problem.

Könnetst du ein paar Fotos einstellen (Hier im Forum kostenlos anmelden und hochladen)? Dann könnte man mehr sagen.

Gruss, Boris